Bachelorarbeit, 2011
55 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung
1.3. Argumentationsgang
2. Grundlagen von Arbeitskräfteüberlassung (AKÜ) als Personaleinsatzform
2.1. Strategien für den Personaleinsatz von Zeitarbeitnehmern
2.2. Historischer Überblick und Daten zur Entwicklung der AKÜ
2.2.1. Entwicklung der AKÜ in der EU
2.2.2. Entwicklung in Österreich
2.3. Rechtliche Rahmenbedingungen beim Einsatz von AKÜ
2.3.1. Arbeitskräfteüberlassungsgesetz
2.3.2. Kollektivvertragliche Regelungen
2.3.3. Rechtliche Rahmenbedingungen in der Hotellbranche
2.4. Einsatzfelder der Arbeitskräfteüberlassung
3. Empirie
3.1. Forschungsdesign
3.2. Untersuchungsgegenstand/Forschungsfrage
3.3. Zielsetzung
3.4. Forschungsmethode
3.5. Auswertung der Interviews mittels qualitativer Inhaltsanalyse
3.6. Erkenntnisse in den einzelnen Kategorien
4. Fazit
Die Arbeit untersucht die Relevanz und die Auswirkungen der Arbeitskräfteüberlassung als flexible Personaleinsatzform in der Wiener Spitzenhotellerie, wobei insbesondere die betrieblichen Vor- und Nachteile sowie die strategische Bedeutung für die Personalplanung im Fokus stehen.
1.1. Problemstellung
Was bedeutet Arbeitskräfteüberlassung? Was bringt Arbeitskräfteüberlassung für Vorteile und welche Nachteile sind mit dieser Beschäftigungsform, im Speziellen in der Spitzenhotellerie, verbunden? Arbeitskräfteüberlassung ist eine Form des Personaleinsatzes, die immer mehr an Bedeutung gewinnt. Aufgrund des zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeldes befinden sich viele Unternehmen in einem Spannungsfeld. Die globalen Veränderungen am Markt (Grenzöffnung, Binnenfreiheit) und der immens steigende technologische Fortschritt führen zu einer immer stärkeren Konkurrenz, bei dem der Unternehmer im Kampf um die Verdrängung am Markt wettbewerbsfähig bleiben muss. Um diesem Konkurrenzdruck standhalten zu können, ist es daher essentiell, der Nachfrage entsprechend zu reagieren. Besonders im Tourismus und insbesondere in der Hotelbranche ist Flexibilität ein wichtiger Faktor, um sich langfristig erfolgreich am Markt behaupten zu können.
„Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, verbunden mit dem demographischen Wandel stellen für die Hotellerie bedeutende Risiken dar – aber auch Chancen: Wem es gelingt, bei einer schlanken und flexiblen Kostenstruktur auf die spezifischen Wünsche und Bedürfnisse der Gäste einzugehen, der kann deutlich profitieren“ (Olderog/Westermann 2006, S. 16).
Dienstleistungen sind nicht lagerfähig und Leistungen können nicht auf Vorrat produziert werden. Gerade in der Hotellerie muss man sich daher bei der Planung der Kapazitäten auf Schätzungen verlassen. Bei einer zu hohen Kapazitätsplanung fallen überflüssige Kosten an, wobei zu geringe Kapazitäten zu einer unbefriedigenden Leistung am Kunden führen (vgl. Olderog/Westermann 2006, S. 21). Die Arbeitskräfteüberlassung kann dafür Abhilfe schaffen, so dass das Unternehmen zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und mit geeignetem Personal flexibel auf Kapazitäts- und Auslastungsänderungen reagieren kann.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung der Zeitarbeit im Tourismus ein und definiert das Ziel sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Grundlagen von Arbeitskräfteüberlassung (AKÜ) als Personaleinsatzform: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Konzepte, rechtlichen Rahmenbedingungen und die historische Entwicklung der Leiharbeit in der Hotellerie.
3. Empirie: Hier wird das Forschungsdesign beschrieben und die Ergebnisse der Experteninterviews mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet.
4. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und bewertet den Nutzen der Arbeitskräfteüberlassung für die Spitzenhotellerie.
Arbeitskräfteüberlassung, Zeitarbeit, Personaleinsatz, Spitzenhotellerie, Flexibilität, Personalbedarfsplanung, Hotelmanagement, Leiharbeit, Personalkosten, Personalstrategie, Humankapital, Servicequalität, Arbeitsrecht, Fachkräftemangel, Tourismus.
Die Arbeit analysiert die Arbeitskräfteüberlassung (Zeitarbeit) als flexible Methode zur Deckung des Personalbedarfs in der 4- und 5-Sterne-Hotellerie in Wien.
Neben den theoretischen Grundlagen der Arbeitskräfteüberlassung behandelt die Arbeit rechtliche Aspekte, Kostenstrukturen, strategische Personaleinsatzplanung sowie die operative Einbindung von Leihpersonal.
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Vor- und Nachteile der Zeitarbeit zu schaffen und die Frage zu beantworten, welchen Nutzen dieser Personaleinsatz konkret in der Wiener Spitzenhotellerie bietet.
Es wurde eine qualitative Forschungsstrategie gewählt, wobei fünf teilstrukturierte Experteninterviews mit Führungskräften aus der Wiener Hotelbranche geführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil zeigt, dass Zeitarbeit zwar hohe Kosten verursacht, aber ein unerlässliches Instrument zur flexiblen Abdeckung von Auftragsspitzen darstellt, wobei die Qualität des überlassenen Personals oft als Herausforderung wahrgenommen wird.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Flexibilität, Personalbedarfsplanung, Kosten-Nutzen-Analyse der Leiharbeit und die Herausforderungen in der Personalauswahl aus.
Das 3-Säulen-System bezeichnet die strategische Mischung aus festem Stammpersonal, langjährig bekannten Aushilfskräften und kurzfristig hinzugezogenem Zeitarbeitspersonal, um Qualität und Flexibilität zu optimieren.
Experten kritisieren häufig, dass die hohen Kosten für Leihpersonal nicht durch die Leistung gedeckt werden, da das Personal oft unqualifiziert ist und intensiver Einarbeitung durch das Stammpersonal bedarf.
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