Masterarbeit, 2011
59 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1. Entwicklungspsychologische und pädagogische Grundlagen
1.1. Funktion und Entwicklung des Spielens
1.2. Das Rollenspiel bei Vorschulkindern
1.3. Spiel als natürliches Lernen
1.4. Spiel als ganzheitliches Lernen
1.5. Spiel als handelndes Lernen
2. Dramatisches Gestalten in der Schule
2.1. Personale Kompetenzen
2.2. Soziale Kompetenzen
2.3. Individuelle Förderung
2.4. Kritische Medienkompetenz
2.5. Methode versus Gegenstand
2.6. Vorgehen im Unterricht
3. Dramatisches Gestalten und die Ziele des Deutschunterrichts
3.1. Deutsch versus Darstellendes Spiel
3.2. Sprechen und Zuhören
3.3. Lesen
3.4. Schreiben
3.5. Sprachreflexion
Fazit
Diese Arbeit untersucht die aktuelle Bedeutung und die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von dramatischem Gestalten im Deutschunterricht der Berliner Grundschule, mit dem Ziel, dessen Wirksamkeit und methodische Einbettung kritisch zu beleuchten und mit den Zielen des Faches Darstellendes Spiel zu vergleichen.
1.1. Funktion und Entwicklung des Spielens
Spielen ist „die Aktivität, die beim Kind unter sechs Jahren den größten Raum einnimmt.“ (Oerther 1970, S. 179) Huizinga beschreibt es als "eine Handlung, die innerhalb gewisser Grenzen von Zeit, Raum und Sinn verläuft, in einer sichtbaren Ordnung, nach freiwillig angenommenen Regeln, außerhalb der Sphäre materieller Nützlichkeit oder Notwendigkeit.“ (Huizinga 1987, S. 146) Liebau spricht beim Spielen von “einer anthropologisch und kulturell fundamentalen Dimension menschlicher Existenz.“ (Liebau 2008, S. 22)
Ganz allgemein stellt das Spielen bei Kindern eine Auseinandersetzung mit der Umwelt dar und ist eine kindliche Methode des Lernens und somit der kognitiven Entwicklung. Schenk-Danziger befindet, dass „eine Reihe von kognitiven, motorischen, sensomotorischen und sozialen Lernprozessen überhaupt nur durch das Spiel nachvollzogen werden können.“ (Schenk-Danziger 1983, S. 383) Hüttenhofer beschreibt es als „wahrhaft kindgemäßes Lernen“ (Hüttenhofer 2008, S. 152) und benennt folgende Aspekte des Spiels mit Bedeutung für die kindliche Entwicklung:
- Die Stabilisierung der Persönlichkeit, zum Beispiel Ausdauer, Konzentration, Wohlbefinden und Selbstwertgefühl bzw. Selbstkonzept
- die Entwicklung der sozialen und affektiven Kräfte
- die Entwicklung der geistigen Fähigkeiten, des Denkens und Wahrnehmens
- die Entwicklung der Sprache
- die Entwicklung der körperlichen und motorischen Fähigkeiten.“ (ebd.)
Einleitung: Der Autor erläutert sein Interesse am dramatischen Gestalten im Deutschunterricht und begründet die Relevanz der Untersuchung angesichts veralteter Literatur und der zunehmenden Etablierung des Faches Darstellendes Spiel.
1. Entwicklungspsychologische und pädagogische Grundlagen: Dieses Kapitel verortet das dramatische Gestalten im kindlichen Spielverhalten und diskutiert Spiel als natürliches, ganzheitliches und handelndes Lernen.
2. Dramatisches Gestalten in der Schule: Der Fokus liegt hier auf dem Beitrag des dramatischen Gestaltens zur Ausbildung überfachlicher Kompetenzen, wie personaler und sozialer Stärken sowie kritischer Medienkompetenz.
3. Dramatisches Gestalten und die Ziele des Deutschunterrichts: Das Kapitel analysiert die Integration szenischer Methoden in die Kernbereiche des Deutschunterrichts und vergleicht diese mit den Zielsetzungen des Faches Darstellendes Spiel.
Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass dramatisches Gestalten eine wertvolle Methode im Deutschunterricht darstellt, die insbesondere durch ihren ganzheitlichen und handlungsorientierten Charakter überzeugt.
Dramatisches Gestalten, Deutschunterricht, Grundschule, Rollenspiel, Szenisches Spiel, Kindgemäßes Lernen, Ganzheitliches Lernen, Handlungsorientierter Unterricht, Sprachliche Kompetenz, Soziale Kompetenz, Medienkompetenz, Darstellendes Spiel, Kreatives Schreiben, Sprachreflexion, Persönlichkeitsentwicklung.
Die Arbeit untersucht die Relevanz und Wirksamkeit von dramatischem Gestalten als Unterrichtsmethode im Fach Deutsch in der Grundschule.
Die zentralen Felder umfassen die entwicklungspsychologischen Grundlagen des Spiels, die Förderung personaler und sozialer Kompetenzen sowie die Integration szenischer Arbeit in die Kernbereiche des Deutschunterrichts.
Ziel ist es, aktuelle Anwendungsmöglichkeiten des dramatischen Gestaltens zu identifizieren und den Nutzen der Methode im Vergleich zum Schulfach Darstellendes Spiel für den Deutschunterricht zu bestimmen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die pädagogische und lernpsychologische Theorien heranzieht, um die Praxis des szenischen Arbeitens im Unterricht zu begründen.
Der Hauptteil behandelt die Bedeutung des kindlichen Spiels, den Erwerb überfachlicher Kompetenzen durch dramatisches Gestalten sowie dessen gezielten Einsatz zur Förderung sprachlicher Fertigkeiten und der kritischen Medienkompetenz.
Wichtige Begriffe sind dramatisches Gestalten, handlungsorientierter Unterricht, Deutschunterricht, kindgemäßes Lernen und soziale Kompetenzförderung.
Der Deutschunterricht nutzt dramatisches Gestalten primär als Methode zur Erreichung sprachlicher Lernziele, während das Fach Darstellendes Spiel eine ästhetische Ausrichtung hat und theaterästhetische Handlungskompetenz fokussiert.
Es entspricht dem kindlichen Bedürfnis nach natürlichem, ganzheitlichem und handelndem Lernen, was besonders für Kinder in einem kognitiven Entwicklungsstadium wichtig ist, das stark auf konkrete Anschauung setzt.
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