Masterarbeit, 2010
129 Seiten, Note: 1,15
1. Einführung
1.1 Grundlagen
1.2 Aktuelle Relevanz der Thematik
1.3 Methodik und Zielsetzung
2. Migration in Europa
2.1 Migration
2.1.1 Begriffsdefinition
2.1.2 Historische Wurzeln
2.1.3 Formen der europ. Migration in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts
2.1.4 Gründe für Migration
2.2 Asyl in der Europäischen Union
2.2.1 Begriffsdefinition
2.2.2 Fluchtbewegungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts
2.2.3 Die Genfer Flüchtlingskonvention
2.3 Zusammenfassung
3. Asyl- und Einwanderungspolitik in ausgewählten Mitgliedstaaten der EU
3.1 Einwanderung in die EU: Daten und Fakten
3.2 Asyl in der EU: Daten und Fakten
3.2.1 Entwicklung der Anzahl der Asylantragsstellungen seit 1990
3.2.2 Aktuelle Hauptherkunftsstaaten der Asylantragsteller
3.3 Deutschland
3.3.1 Historische Grundlagen
3.3.1.1 Einwanderung nach Deutschland
3.3.1.2 Asyl in Deutschland
3.3.2 Asyl- und Einwanderungspolitik
3.3.2.1 Leitlinien der Einwanderungspolitik
3.3.2.2 Leitlinien der Asylpolitik
3.3.2.3 Eckpfeiler der Integrationspolitik
3.4 Frankreich
3.4.1 Historische Grundlagen
3.4.1.1 Einwanderung nach Frankreich
3.4.1.2 Asyl in Frankreich
3.4.2 Asyl- und Einwanderungspolitik
3.4.2.1 Leitlinien der Einwanderungspolitik
3.4.2.2 Leitlinien der Asylpolitik
3.4.2.3 Eckpfeiler der Integrationspolitik
3.5 Großbritannien
3.5.1 Historische Grundlagen
3.5.1.1 Einwanderung nach Großbritannien
3.5.1.2 Asyl in Großbritannien
3.5.2 Asyl- und Einwanderungspolitik
3.5.2.1 Leitlinien der Einwanderungspolitik
3.5.2.2 Leitlinien der Asylpolitik
3.5.2.3 Eckpfeiler der Integrationspolitik
3.6 Zusammenfassung
4. Asyl- und Einwanderungspolitik der Europäischen Union
4.1 Entwicklung ab Gründung der Europäischen Gemeinschaften bis 1990
4.2 Die Asyl- und Einwanderungspolitik seit 1990
4.2.1 Der Vertrag von Maastricht
4.2.2 Der Vertrag von Amsterdam
4.2.3 Der Vertrag von Nizza
4.2.4 Der Vertrag von Lissabon
4.3 Verabschiedung von Programmen
4.3.1 Das Programm von Tampere
4.3.2 Das Haager Programm
4.3.3 Das Stockholmer Programm
4.4 Maßnahmen im Bereich der Asylpolitik
4.4.1 Aufbau eines Gemeinsamen Europäischen Asylsystems
4.4.2 Gesetzgebung der Europäischen Union durch Verordnungen
4.4.2.1 Dublin-II-Verordnung
4.4.2.2 EURODAC-Verordnung
4.4.2.3 Europäisches Unterstützungsbüro für Asylfragen (EASO)
4.4.3 Harmonisierung nationaler Vorschriften durch Richtlinien
4.5 Maßnahmen im Bereich der Einwanderungs- und Migrationspolitik
4.5.1 Visapolitik
4.5.1.1 Bedeutung der Visapolitik
4.5.1.2 Gesetzgebung der Europäischen Union durch Verordnungen
4.5.2 Migrationspolitik und legale Einwanderung
4.5.2.1 Entwicklung einer gemeinsamen Migrationspolitik
4.5.2.2 Harmonisierung nationaler Vorschriften durch Richtlinien
4.5.3 Illegale Einwanderung und Grenzsicherung
4.5.3.1 Schengener Grenzkodex
4.5.3.2 Kleiner Grenzverkehr
4.5.3.3 Europäische Grenzschutzagentur
4.5.3.4 Harmonisierung nationaler Vorschriften durch Richtlinien
4.5.3.5 Rückübernahmeabkommen der Europäischen Union
4.6 Übergreifende Maßnahmen zwischen der EU und den Mitgliedstaaten
4.6.1 Rahmenprogramm für Solidarität und Steuerung der Migrationsströme
4.6.2 Gegenseitige Information
4.6.3 Gemeinschaftsstatistiken über Wanderung und internationalen Schutz
4.6.4 Europäisches Migrationsnetz
4.7 Zusammenfassung und Bilanz der bisherigen Integrationsschritte
5. Etablierung eines europäischen Gesamtkonzepts
5.1 Notwendigkeit eines Gesamtkonzepts
5.1.1 Die EU als ein Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts
5.1.2 Gewährleistung eines einheitlichen Asylverfahrens in der EU
5.1.3 Beachtung des Grundsatzes der Solidarität unter den Mitgliedstaaten
5.1.4 Berücksichtigung der demografischen Entwicklungen
5.2 Notwendige Bestandteile des Gesamtkonzepts
5.2.1 Ausbau eines europäischen Resettlement-Programms
5.2.2 Beachtung des Subsidiaritätsprinzips
5.3 Zusammenfassung
6. Fazit
Die Masterarbeit untersucht die Notwendigkeit eines kohärenten Gesamtkonzepts für die Asyl- und Einwanderungspolitik der Europäischen Union. Dabei wird analysiert, wie nationale Steuerungsversuche in ausgewählten Mitgliedstaaten (Deutschland, Frankreich, Großbritannien) mit der europäischen Entwicklung harmonieren und welche Herausforderungen durch die demografische Entwicklung und Migrationsströme entstehen.
2.1.4 Gründe für Migration
Die Ursachen für Migration sind vielschichtig und Ergebnis eines überaus komplexen Verhaltensmusters von Menschen, so dass die Erklärung mit einem allgemeingültigen Modell nur schwer möglich ist.
Migrationsbewegungen sind das Ergebnis einer Vielzahl zusammenhängender Ursachen und Zwänge kultureller, politischer, wirtschaftlicher, religiöser, demografischer, ökologischer, ethnischer oder sozialer Art. Sie sind das Produkt des Zusammenspiels gesellschaftlich struktureller Faktoren auf der einen und persönlich individueller Faktoren auf der anderen Seite.
Einen Ansatzpunkt zur Erklärung des Phänomens bildet das sog. Push-Pull-Modell, das die Druckfaktoren („push“) des Herkunftsstaates der Migranten, also die Faktoren, die diese zur Emigration bewegen, den Anreizfaktoren („pull“) des Zielstaates, also jenen Faktoren, die die Migranten zur Immigration anreizen und motivieren, gegenüberstellt. Als zentrale „Push-Faktoren“ können Konflikte, die Auflösung und/oder der Zerfall von Staaten, Naturkatastrophen oder andere Umweltprobleme, Diskriminierung, politische Instabilität und eine schlechte wirtschaftliche Situation betrachtet werden. Demgegenüber wirken die „Pull-Faktoren". Hierzu gehören eine Nachfrage nach Arbeitskräften, eine positive wirtschaftliche Situation, eine demokratische Staatsführung mit politischer und sozialer Stabilität sowie eine Reihe weiterer Gründe, insbesondere historischer Art (z.B. die enge Beziehung zu einem europäischen Staat aufgrund der Kolonialgeschichte) und persönliche Beziehungen im jeweiligen Zielstaat.
1. Einführung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage im Kontext der europäischen Integrationsprozesse.
2. Migration in Europa: Theoretische Klärung der Begriffe Migration und Asyl sowie historische Analyse der Migrationsströme im 20. Jahrhundert.
3. Asyl- und Einwanderungspolitik in ausgewählten Mitgliedstaaten der EU: Detaillierte Darstellung der nationalen Strategien und historischen Entwicklungen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien.
4. Asyl- und Einwanderungspolitik der Europäischen Union: Analyse der europarechtlichen Entwicklung durch die Verträge von Maastricht, Amsterdam, Nizza und Lissabon sowie die Erläuterung der verschiedenen EU-Programme.
5. Etablierung eines europäischen Gesamtkonzepts: Diskussion über die Notwendigkeit und Bestandteile eines abgestimmten Konzepts unter Berücksichtigung von Solidarität und demografischer Entwicklung.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der europäischen Migrationspolitik und Ausblick auf künftige Herausforderungen.
Asylpolitik, Einwanderungspolitik, Europäische Union, Migration, Integrationspolitik, Drittstaatsangehörige, Migrationsströme, Grenzschutz, Dublin-Verordnung, Visapolitik, Schengener Abkommen, demografischer Wandel, Menschenrechte, Solidarität, Gemeinschaftspolitik.
Die Arbeit untersucht, ob und warum die Entwicklung eines übergreifenden Gesamtkonzepts für die nationalen Steuerungsversuche im Bereich der Asyl- und Einwanderungspolitik der EU notwendig ist.
Die zentralen Felder umfassen Migrationstheorien, die historische Entwicklung der Einwanderung in Europa, nationale Ansätze ausgewählter Mitgliedstaaten sowie die schrittweise Europäisierung dieser Politikbereiche.
Ziel ist es zu analysieren, wie die Asyl- und Einwanderungspolitik innerhalb der EU angesichts unterschiedlicher nationaler Traditionen und demografischer Herausforderungen wirksam gesteuert werden kann.
Die Arbeit nutzt eine rechtswissenschaftliche und politikwissenschaftliche Analyse, gestützt auf Dokumentenanalysen (Verträge, EU-Verordnungen) und statistische Daten von Eurostat und UNHCR.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Einwanderungs- und Asylhistorien von Deutschland, Frankreich und Großbritannien sowie die Entwicklung der EU-Kompetenzen durch verschiedene Verträge und Programme wie Tampere oder das Stockholmer Programm.
Asylpolitik, Einwanderungspolitik, EU-Recht, Migration, Grenzschutz und demografischer Wandel.
Da die EU einen Binnenraum ohne Binnengrenzen darstellt, hat die Migrationspolitik eines Staates direkte Auswirkungen auf andere, was ein koordiniertes europäisches Vorgehen zwingend erforderlich macht.
Die Arbeit betont, dass aufgrund der alternden Gesellschaft und sinkender Geburtenraten in Europa die gesteuerte Einwanderung zukünftig ein entscheidender Faktor für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Mitgliedstaaten sein wird.
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