Examensarbeit, 2010
118 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Sprachliche Fertigkeiten
2.2 Sprechen und Sprachfunktionen
2.2.1 Psycholinguistische Grundlagen des Sprechens
2.2.2 Formen mündlicher Sprachverwendung
2.3 Förderung des Sprechens
2.3.1 Allgemeine Empfehlungen zur Förderung des Sprechens
2.3.2 Übungsformen zur Förderung des Sprechens im Unterricht
2.3.3 Darstellung ausgewählter Präsentationsformen zur Förderung der Sprachkompetenz
3 Konsequenzen für die zu planende Unterrichtsreihe
4 Konzeption der Unterrichtsreihe
4.1 Analyse des Bedingungsfeldes
4.2 Didaktisch-methodische Konzeption
4.2.1 Analyse der curricularen Vorgaben
4.2.2 Analyse der Thematik
4.2.3 Auswahl- und Reduktionsentscheidung
4.2.4 Anzustrebende Lernziele/Kompetenzen
4.2.4.1 Lernziel der Unterrichtsreihe
4.2.4.2 Prozessorientierte Lernziele/Kompetenzen
4.3 Makrostruktur
4.4 Anfangserhebung vor Beginn der Unterrichtsreihe
5 Die Unterrichtsreihe – Applying for a Job
5.1 Researching yourself (2. und 3. Stunde)
5.1.1 Stundenlernziel
5.1.2 Ergebnisorientierte Lernziele/Kompetenzen
5.1.3 Gestaltung der Verlaufsstruktur des Lernprozesses
5.1.4 Reflexion der Unterrichtsstunde
5.2 Researching the market (4. und 5. Stunde)
5.2.1 Stundenlernziel
5.2.2 Ergebnisorientierte Lernziele/Kompetenzen
5.2.3 Gestaltung der Verlaufsstruktur des Lernprozesses
5.2.4 Reflexion der Unterrichtsstunde
5.3 Writing a Curriculum Vitae (7. und 8. Stunde)
5.3.1 Stundenlernziel
5.3.2 Ergebnisorientierte Lernziele/Kompetenzen
5.3.3 Gestaltung der Verlaufsstruktur des Lernprozesses
5.3.4 Reflexion der Unterrichtsstunde
5.4 Job Interview (11. und 12. Stunde)
5.4.1 Stundenlernziel
5.4.2 Ergebnisorientierte Lernziele/Kompetenzen
5.4.3 Gestaltung der Verlaufsstruktur des Lernprozesses
5.4.4 Reflexion der Unterrichtsstunde
6 Abschlussreflexion aus Sicht der Schüler
7 Schlussbetrachtung
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es zu untersuchen, inwieweit Präsentationen dazu geeignet sind, die individuellen Sprechanteile von Schülern in einer Berufsfachschule zu erhöhen und dadurch ihre allgemeine kommunikative Kompetenz sowie die zielsprachliche Ausdrucksfähigkeit im Kontext einer Bewerbungssituation zu verbessern.
2.2 Sprechen und Sprachfunktionen
„The ability to speak in a foreign language is at the very heart of what it means to use a foreign language.” (Luoma 2004, S. 9). Angesichts dieses Zitats wird deutlich, warum auch Broady (2005, S. 55) die sprachliche Fertigkeit des Sprechens als „core skill in language learning“ bezeichnet – „[…] it is what learners generally want to be able to do”.
Allgemein bezeichnet Sprechen vorerst alle Möglichkeiten der mündlichen Kommunikation in verschiedenen Situationen mit Hilfe von bestimmten sprachlichen, außersprachlichen und parasprachlichen Mitteln (vgl. Borgwardt et al. 1993, S. 118). Wie komplex das gesamte Spektrum des Sprechens ist, verdeutlicht das folgende Zitat von Hu & Leupold (2008, S. 64 f.), in dem das Sprechen als ein funktionierendes Zusammenspiel von „[…] artikulatorischen, phonologischen, grammatischen, semantischen, textuellen, sozio- und pragmalinguistischen Kompetenzen, ebenso wie Weltwissen in Form von Schemata und Skripts […]“, die miteinander interagieren müssen, beschrieben wird. Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass Sprechen immer auch in direktem Zusammenhang mit dem aktiven und aufmerksamen Zuhören steht und beide Fertigkeiten folglich eng miteinander verbunden sowie grundlegend für Gesprächssituationen sind (vgl. Günther & Günther 2007, S. 32).
Im Fremdsprachenunterricht besitzt die gesprochene Sprache zwei elementare Funktionen. Zum einen benutzen Lehrer und Schüler die Fremdsprache im Unterricht zu Lern- und Übungszwecken. Diese Funktion nennt Butzkamm (2000, 84 f.) „medium-oriented communication“, da über die Fremdsprache gesprochen wird, sprachliche und inhaltliche Zusammenhänge sowie Regeln erläutert werden. Zum anderen findet bei der „message-oriented communication“ (ebd.) die Fremdsprache im Austausch über Fakten, Vermutungen, Ansichten und Ideen Anwendung. Beide Funktionen zielen auf die korrekte, angemessene, flüssige und differenzierte Beherrschung der Fremdsprache ab.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit, im Fremdsprachenunterricht den Fokus verstärkt auf die Mündlichkeit zu legen, um Schüler auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die sprachlichen Fertigkeiten, beleuchtet psycholinguistische Prozesse des Sprechens und diskutiert verschiedene Methoden der Sprechförderung.
3 Konsequenzen für die zu planende Unterrichtsreihe: Hier werden aus den theoretischen Erkenntnissen methodische Ableitungen für die konkrete Unterrichtsplanung getroffen.
4 Konzeption der Unterrichtsreihe: Dieses Kapitel analysiert das Bedingungsfeld der Lerngruppe und beschreibt die didaktisch-methodische Ausgestaltung der Unterrichtsreihe "Applying for a Job".
5 Die Unterrichtsreihe – Applying for a Job: Der Hauptteil beschreibt detailliert die Planung, Durchführung und Reflexion der einzelnen Unterrichtsstunden, in denen Präsentationen eine zentrale Rolle einnehmen.
6 Abschlussreflexion aus Sicht der Schüler: Die Ergebnisse der Abschlusserhebung werden ausgewertet und zeigen die subjektive Wahrnehmung der Kompetenzzuwächse bei den Schülern.
7 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und evaluiert, inwiefern das gewählte Konzept der sukzessiven Steigerung von Präsentationsanforderungen zur Sprachförderung beigetragen hat.
Fremdsprachenunterricht, Mündlichkeit, Sprechkompetenz, Präsentation, Arbeitsmarkt, Applying for a Job, Sprachproduktion, Lernziele, Berufsfachschule, Sprachförderung, Kommunikation, Unterrichtskonzeption, Sprechhemmungen, Language Support, Methodik.
Die Arbeit befasst sich mit der Förderung der mündlichen Sprachkompetenz von Schülern in einer einjährigen Berufsfachschule Wirtschaft im Fach Englisch.
Die zentralen Themenfelder sind die Theorie des Sprechens im Fremdsprachenunterricht, die methodische Konzeption einer Unterrichtsreihe zum Bewerbungsprozess und die Evaluation von Präsentationen als Mittel zur Sprechförderung.
Ziel ist es zu untersuchen, ob und wie Präsentationen genutzt werden können, um individuelle Sprechanteile zu erhöhen und die kommunikative Kompetenz der Schüler im Hinblick auf berufliche Situationen zu stärken.
Es handelt sich um eine praxisorientierte Arbeit, die auf einer theoretischen Fundierung aufbaut und die Konzeption, Durchführung sowie Evaluation einer Unterrichtsreihe anhand von Erhebungen (Anfangs- und Abschlusserhebung) beschreibt.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Konzeption der Reihe und die detaillierte Beschreibung der einzelnen Doppelstunden (Researching yourself, Researching the market, Writing a CV, Job Interview) inklusive Reflexion der Lehrkraft.
Kernbegriffe sind Sprechkompetenz, Präsentation, beruflicher Kontext, Bewerbungsprozess, Sprachproduktion und Förderung der Mündlichkeit.
Das Thema ist für die Schüler der einjährigen Berufsfachschule hochrelevant, da der Übergang in den Arbeitsmarkt unmittelbar bevorsteht und englischsprachige Bewerbungskompetenzen eine notwendige Qualifikation darstellen.
Der „Language Support“ dient als Gerüst (Scaffolding), das den Schülern durch Redewendungen und Formulierungshilfen die Angst vor dem Sprechen nimmt, den Redefluss unterstützt und die Strukturierung ihrer Präsentationen erleichtert.
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