Bachelorarbeit, 2009
83 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Feminismus im 21. Jahrhundert
3 Feministische Ansätze zum Frauenbild
3.1 Definition
3.2 Das Frauenbild in verschiedenen Bereichen
3.2.1 Mutterschaft
3.2.2 Beruf und Karriere
3.2.3 Körper und Sexualität
3.2.4 Schönheit
3.2.5 Pornografie
3.2.6 Frau und Mann
3.2.7 Vernunft und Liebe
3.2.8 Religion
3.2.9 Das Alter
3.3 Das Frauenbild in den Massenmedien
3.3.1 Frauenbilder in der Werbung
3.3.2 Frauenbilder in Printmedien
3.3.3 Frauenbilder in Frauenzeitschriften
4 Zwischenfazit
5 Emma und Brigitte – Einordnung in die Presse
6 Inhaltsanalyse
6.1 Vorgehensweise
6.1.1 Fragestellung und Hypothesen
6.1.2 Dimensionen
6.1.3 Kategoriensystem
6.1.4 Codierbuch
6.1.5 Pretest und Instrumentenprüfung
6.1.6 Stichprobenziehung und Repräsentativität
6.2 Datenauswertung und -analyse
6.2.1 Auswertung der Texte
6.2.2 Auswertung des optischen Leitbildes
7 Interpretation
7.1 Überprüfung der Hypothesen
7.2 Kritik
8 Fazit
Die Arbeit untersucht das Frauenbild in den Frauenzeitschriften „Brigitte“ und „Emma“ mittels einer inhaltsanalytischen Vergleichsmethode, um festzustellen, wie das Konzept der „selbstbewussten Frau“ in den Medien dargestellt wird und inwiefern sich dies zwischen einer auflagenstarken Mainstream-Zeitschrift und einer explizit feministischen Publikation unterscheidet.
3.2.3 Körper und Sexualität
Die unten abgebildete Gestalt der Firma Traumportal Webdesign Wien wird auf deren Homepage folgendermaßen beschrieben: „Hier sehen Sie eine bezaubernde Frau im roten Kleid mit glänzenden Highheels“.35 Die Frau scheint völlig auf ihr Äußeres fixiert, sie ist „bezaubernd“, weil sie den Idealmaßen entspricht: Sie hat Modelmaße, kein Gramm Fett, keinerlei Körperbehaarung außer auf den Haaren auf dem Kopf. Selbst diese in ihren Maßen den gesellschaftlichen Idealvorstellungen entsprechende Werbefigur trägt trotzdem Make-up, Lidschatten, Lippenstift, Highheels sowie ein funkelndes Kleid. Selbst die perfekte Traumfrau verändert sich, um noch mehr zu gefallen, könnte man interpretieren. Nach Germaine Greer würde die Frau, wäre sie eine reale Person, sich dennoch nicht ihres Körpers und ihrer Sexualität sicher fühlen, sondern im Gegenteil in etwa folgende Gedanken haben:
Selbst wenn alles am Körper der Frau makellos ist, wissen sie, dass „ihre Gedärme voll sind von Nahrung im Verdauungsprozess; sie hat eine Vagina, die riecht und blutet. Sie ist ein Mensch, keine Göttin oder ein Engel.“36 Was die Ambivalenz zwischen der eigenen erlebten Körperlichkeit und dem Idealbild einer perfekten Frau für das Selbstwertgefühl einer Frau bedeuten kann, drückt dieses anonyme Gedicht gut aus:
Ich bin eine Dame mit Infektionen
Blase Niere Scheidenpilze
Ich bin ekelhaft
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die aktuelle Krisenwahrnehmung des Mannes und das scheinbare Selbstbewusstsein der modernen Frau, wobei das Ziel des inhaltanalytischen Vergleichs von „Brigitte“ und „Emma“ dargelegt wird.
2 Feminismus im 21. Jahrhundert: Dieses Kapitel erläutert die dritte Welle des Feminismus und die Rolle der Gender Studies, während es gleichzeitig die Debatte über Identität und gesellschaftliche Strukturen beleuchtet.
3 Feministische Ansätze zum Frauenbild: Hier werden theoretische Grundlagen des Frauenbildes in verschiedenen Lebensbereichen wie Mutterschaft, Beruf, Schönheit und Religion sowie in den Massenmedien detailliert untersucht.
4 Zwischenfazit: Das Kapitel fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und skizziert ein patriarchales, von Medien und Institutionen geprägtes Bild der Frau, das oft auf Äußerlichkeiten reduziert bleibt.
5 Emma und Brigitte – Einordnung in die Presse: Hier werden die beiden analysierten Zeitschriften hinsichtlich ihres Profils, ihrer Geschichte und ihrer Rolle in der deutschen Presselandschaft gegenübergestellt.
6 Inhaltsanalyse: Dieses Kapitel beschreibt methodisch präzise die Vorgehensweise der qualitativen und quantitativen Untersuchung, einschließlich der Kategoriensysteme und der Stichprobenauswahl.
7 Interpretation: Die gewonnenen Daten werden hier ausgewertet, wobei die Hypothesen für beide Zeitschriften überprüft und die Unterschiede im Frauenbild kritisch diskutiert werden.
8 Fazit: Das Fazit bilanziert die Ergebnisse der Arbeit und konstatiert eine beunruhigende Schizophrenie im Frauenbild der modernen Gesellschaft, das zwischen Emanzipationsanspruch und alten Rollenmustern schwankt.
Frauenbild, Inhaltsanalyse, Feminismus, Frauenzeitschriften, Brigitte, Emma, Schönheitsideal, Emanzipation, Geschlechterrollen, Pornografie, Körperlichkeit, Medienanalyse, patriarchale Strukturen, Gender Studies, Selbstbewusstsein.
Die Arbeit analysiert kritisch, wie das Bild der modernen Frau in den Frauenzeitschriften „Brigitte“ und „Emma“ dargestellt wird und inwiefern diese Medien zur Festigung oder Veränderung von Geschlechterrollen beitragen.
Neben dem allgemeinen Frauenbild fokussiert die Arbeit auf Bereiche wie Mutterschaft, Beruf und Karriere, Schönheit, Sexualität, Pornografie sowie Religion und soziale Orientierung.
Das Ziel ist es, Unterschiede und Parallelen im Frauenbild der auflagenstarken Mainstream-Zeitschrift „Brigitte“ gegenüber dem explizit feministischen Magazin „Emma“ herauszuarbeiten und die gesellschaftliche Relevanz dieser Darstellungen zu hinterfragen.
Die Autorin kombiniert eine quantitative und qualitative Inhaltsanalyse, um objektive Daten über Beitragsformen, Themenbereiche und optische Leitbilder zu erheben und diese interpretativ auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Auseinandersetzung mit feministischen Ansätzen und einen praktischen Analyseteil, in dem Hypothesen anhand der Stichprobe von 2008 überprüft werden.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Medienanalyse, Schönheitsideal, Emanzipation und patriarchale Strukturen geprägt.
Die Analyse zeigt eine signifikante Korrelation zwischen redaktionellen Themen – insbesondere in den Bereichen Mode und Schönheit – und den geschalteten Werbeanzeigen, was das Frauenbild in Richtung eines konsumorientierten Ideals beeinflusst.
Während „Brigitte“ stark den privaten, intraindividuellen Bereich priorisiert, ist „Emma“ deutlich politischer und extraindividueller orientiert, wobei kontroverse Themen wie Pornografie oder politische Reformen kritisch beleuchtet werden.
Die Untersuchung verdeutlicht, dass das Frauenbild in „Brigitte“ fast ausschließlich jungen, schlanken und faltenfreien Frauen entspricht, während „Emma“ eine größere visuelle Vielfalt zeigt und Falten oder ein höheres Alter nicht zwingend ausblendet.
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