Bachelorarbeit, 2024
41 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Autismus-Spektrum-Störung
2.1 Definition und Einführung
2.2 Allgemeine Symptomatik
2.2.1 Frühkindlicher Autismus
2.2.2 Atypischer Autismus
2.2.3 Asperger-Syndrom
2.3 Epidemiologie
2.4 Ursachen
2.5 Diagnoseverfahren
2.6 Individuelle Entwicklungswege – Verlauf und Prognose
2.7 Therapie
2.8 Prävalenz und Komorbidität
3 Ein Leben mit Autismus
3.1 Vorschulalter
3.1.1 Kindertagesbetreuung
3.1.2 Auffälliges Verhalten im Kindergarten
3.2 Schulzeit
3.3 Jugend und Pubertät
3.4 Erwachsenenalter
4 Belastungserfahrungen der Eltern
4.1 Anforderungen an die Eltern
4.2 Belastungen der Eltern
4.2.1 Entstehung der Belastungen
4.2.2 Belastungserfahrungen im Überblick
4.2.3 Uneindeutiger Verlust
5 Bewältigungsressourcen und Unterstützungsmöglichkeiten
5.1 Ressourcen der Eltern
5.2 Hilfe und Unterstützung durch die Soziale Arbeit
6 Diskussion
Die Bachelorarbeit erforscht die Belastungserfahrungen von Eltern, deren Kinder mit einer Autismus-Spektrum-Störung leben, und analysiert, wie die Soziale Arbeit diese Familien effektiv unterstützen kann.
4.2.3 Uneindeutiger Verlust
Nach dem Blick auf die verbreitetsten und prägendsten Belastungserfahrungen der Eltern von Kindern mit ASS ist das Thema jedoch noch nicht abgeschlossen. Die Eltern verfügen häufig über eine weitere Belastung, welche sich von innen heraus manifestiert. Dabei handelt es sich um den so genannten uneindeutigen Verlust, bzw. im Englischen erstmals als ambiguous loss bezeichnet (Chase, 2022).
Pauline Boss, die Schöpferin dieses Begriffs, bezeichnet den uneindeutigen Verlust als eine spezielle Form des Verlusterlebens, welches sowohl auf physischer, als auch auf psychischer Ebene stattfinden kann. Physischer uneindeutiger Verlust beschreibt das Gefühl, dass der Körper eines geliebten Menschen nicht mehr da ist. Am besten lässt es sich am Beispiel eines vermissten Soldaten erklären. Die Uneindeutigkeit des Verlustes kommt in diesem Fall dadurch zustande, dass man immer in der Ungewissheit lebt, ob er möglicherweise noch am Leben ist und ob somit noch die Chance besteht, dass er zurückkommt, auch wenn es in den meisten Fällen sehr unwahrscheinlich ist. So wird einem die Möglichkeit genommen mit diesem Verlust abzuschließen, da es uneindeutig ist, ob und in welcher Form der Verlust überhaupt stattgefunden hat (Boss, 2010).
Psychischer uneindeutiger Verlust hingegen beschreibt das Gefühl, dass eine Person noch physisch da ist, aber psychisch abwesend ist. Dies geschieht in Fällen, in denen das Gehirn betroffen ist und daher das Verhalten oder Wohlbefinden des Einzelnen beeinträchtigt wird. Ein Beispiel dafür wäre der uneindeutige Verlust eines Familienmitgliedes durch Alzheimer, da dieses schließlich noch physisch anwesend ist, aber psychisch vielleicht so stark davon betroffen ist, dass man diese Person kaum noch als die Person wiederkennen kann, die sie einst gewesen ist (Boss, 2010).
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Autismus-Spektrum-Störung und Vorstellung der zentralen Forschungsfrage zur Belastungssituation von Eltern.
2 Autismus-Spektrum-Störung: Detaillierte Darstellung der Symptomatik, Diagnoseverfahren, Ursachen, Epidemiologie sowie der verschiedenen Ausprägungen der ASS.
3 Ein Leben mit Autismus: Analyse der Herausforderungen und Lebenssituationen von Betroffenen von der Vorschulzeit bis ins Erwachsenenalter.
4 Belastungserfahrungen der Eltern: Untersuchung der vielfältigen Anforderungen und Belastungen, denen Eltern im Alltag ausgesetzt sind, inklusive des Konzepts des uneindeutigen Verlustes.
5 Bewältigungsressourcen und Unterstützungsmöglichkeiten: Darlegung der notwendigen elterlichen Ressourcen sowie der spezifischen Unterstützungsangebote der Sozialen Arbeit.
6 Diskussion: Zusammenfassung der Ergebnisse und Beantwortung der Forschungsfrage sowie Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Autismus-Spektrum-Störung, ASS, Elternbelastung, Erziehung, Soziale Arbeit, Familienunterstützung, Entwicklungsstörung, Ambiguous Loss, Bewältigungsressourcen, Frühförderung, Lebensphasen, Beratung, Elterncoaching, Soziale Teilhabe, psychische Gesundheit.
Die Arbeit untersucht die spezifischen Belastungserfahrungen von Eltern, deren Kinder mit einer Autismus-Spektrum-Störung diagnostiziert wurden, und analysiert Hilfsangebote.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Verständnis der ASS-Symptomatik, den Herausforderungen im familiären Alltag und den Interventionsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit.
Die Arbeit fragt nach Form und Intensität der elterlichen Belastungserfahrungen und nach geeigneten Unterstützungsmöglichkeiten durch die Soziale Arbeit.
Die Autorin nutzt eine umfassende Literaturrecherche und -analyse bedeutender wissenschaftlicher Quellen zu Autismus und elterlichen Belastungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die medizinischen Grundlagen, den Lebenslauf von Autisten, die Analyse der elterlichen Anforderungen und die Ressourcen zur Bewältigung.
Die Arbeit fokussiert auf Themen wie ASS, Elternbelastung, Familienunterstützung, psychische Gesundheit und spezifische Ansätze der Sozialen Arbeit.
Es handelt sich um einen psychischen Zustand, bei dem die betroffene Person physisch präsent, aber aufgrund der Behinderung psychisch "abwesend" oder unerreichbar wirkt.
Die Soziale Arbeit bietet durch Beratung, Elterntrainings und Selbsthilfegruppen essenzielle Entlastung, um die Alltagsherausforderungen und den emotionalen Druck zu bewältigen.
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