Masterarbeit, 2011
55 Seiten, Note: 1,3
1 Kann die europäische Bildungspolitik Auswirkungen auf Personalentwicklung in Deutschland haben?
2 Das Konstrukt der Kompetenz in der PE
2.1 Kompetenz als Konstrukt
2.1.1 Kompetenz vs. Qualifikation
2.1.2 Kompetenz vs. Bildung
2.1.3 Kompetenz vs. Wissen
2.1.4 Kompetenz vs. Leistung
2.1.5 Kompetenzen lassen sich messen, fördern und organisieren
2.1.5.1 Psychologische Betrachtungsweise
2.1.5.2 Pädagogische Betrachtungsweise
2.1.5.3 Betriebs- und personalwirtschaftliche Betrachtungsweise
2.2 Kompetenz in der Personalentwicklung – empirische Studien zur Thematik PE und Kompetenz
3 Auswirkungen von politischen Entscheidungen der Europäischen Union in beruflicher und allgemeiner Bildung für Deutschland
3.1 Gesetzgebende Organe der EU
3.2 Rolle der EU in der allgemeinen und beruflichen Bildung – vertragliche Grundlagen
3.3 Rechtsakte der EU
3.4 Mögliche rechtliche Umsetzungsformen von Empfehlungen
4 Standardisierungsbestrebungen in der europäischen Berufsbildungspolitik und Stand der Umsetzung in Deutschland
4.1 Kopenhagen – Prozess
4.2 Lissabon – Strategie
4.3 Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprache – GERS
4.3.1 Ziele und zeitlicher Rahmen GERS
4.3.2 Inhalt GERS
4.3.3 Stand der Umsetzung GERS in Deutschland
4.4 EUROPASS
4.4.1 Ziele und zeitlicher Rahmen EUROPASS
4.4.2 Inhalt EUROPASS
4.4.3 Umsetzung der EUROPASS – Entscheidung in Deutschland
4.5 „Schlüsselkompetenzen für lebensbegleitendes Lernen“ – ein europäischer Referenzrahmen
4.5.1 Ziele und zeitlicher Rahmen „Schlüsselkompetenzen für lebensbegleitendes Lernen“
4.5.2 Umsetzung „Schlüsselkompetenzen für lebensbegleitendes Lernen“ in Deutschland
4.6 Europäischer Qualifikationsrahmen – EQR
4.6.1 Ziele des EQR
4.6.2 Zeitlicher Rahmen EQR
4.6.3 Inhalte EQR
4.6.4 Vom EQR zum DQR
4.6.4.1 Inhalt DQR
4.6.4.2 Die acht Niveaustufen im DQR
4.7 European Credit System for Vocational Education and Training – ECVET
4.7.1 EQVET – Ziele, Inhalte und zeitlicher Rahmen
4.7.2 Methodik und Instrumente ECVET
4.7.3 Umsetzung ECVET in Deutschland
4.8 European Quality Assurance Reference Framework – EQARF
4.8.1 Ziele, Zweck und zeitlicher Rahmen EQARF
4.8.2 Inhalte EQARF
4.8.3 EQARF – Umsetzung in Deutschland
4.9 Auswirkungen europäischer Standardisierungsbestrebungen in Deutschland - Zwischenfazit
5 Auswirkungen europäischer Standardisierungsbestrebung in der Berufsbildungspolitik für die deutsche Personalentwicklung
5.1 Welche Chancen bieten europäischen Instrumente für PE?
5.1.1 Sprachkompetenz kann europaweit übersetzt und eingeordnet werden
5.1.2 EQARF kann als Gütesiegel für betriebliche oder außerbetriebliche Weiterbildung dienen
5.1.3 Dokumentation nicht-formalen und informellen Lernens gewinnt an Bedeutung
5.1.4 Wichtig ist, was man kann, nicht wo man es gelernt hat
5.1.5 Schlüsselkompetenzen können europaweit einheitlich gefördert und entwickelt werden
5.1.6 Zugang zu Hochschulabschlüssen durch Berufsausbildung
5.1.7 Abstützung auf EU-Vorgaben ist nachhaltig und kostengünstig
5.1.8 Einheitliche Bewerbungsverfahren bzw. Erfassung von Kompetenzen im Unternehmen
5.2 Risiken und Herausforderungen für PE
5.2.1 Die Kunst der Auslegung – Verständnis von Kompetenz
5.2.2 Erosion der ganzheitlicher Berufsbildung
5.2.3 Problem der Anerkennung
5.3 Integratives Kompetenzmanagement als Handlungsoption für PE
5.4 Thesen
Diese Masterarbeit untersucht den Einfluss der europäischen Berufsbildungspolitik auf die deutsche Personalentwicklung (PE). Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich die Bestrebungen der Europäischen Union zur Standardisierung von Kompetenzen auf das Verständnis und die Praxis von Kompetenz innerhalb deutscher Unternehmen auswirken.
2.1.1 Kompetenz vs. Qualifikation
Sprachliche und konzeptionelle Unklarheiten rund um das theoretische Konstrukt Kompetenz können auch in unterschiedlichen Bildungssystemen oder möglicherweise in Übersetzungsfehlern aus der englischen Sprache begründet sein (weiterführend diskutiert in Dehnbostel, Neß, Overwien 2009, S. 54 und Dehnbostel, Seidel, Stamm-Riemer 2010, S. 12). Der englische Begriff „qualification“ bedeutet ins Deutsche übersetzt unter anderem Befähigung, Eignung, Qualifikation, Qualifizierung, Berechtigung oder Voraussetzung. Als Qualifikation verstehen Dehnbostel, Seidel und Stamm-Riemer die personenunabhängigen Anforderungen, die für die Ausübung eines Berufs, aber auch einer Tätigkeit oder einer beruflichen Handlung notwendig sind. Der Erwerb einer Qualifikation wird in Prüfungen nachgewiesen und dokumentiert und führt häufig, aber nicht zwingend, zu einem Bildungs- bzw. Berufsbildungsabschluss. Wesentliches Merkmal von Qualifikation ist für Dehnbostel, Seidel und Stamm-Riemer die Orientierung an Anforderungen (vgl. Dehnbostel, Seidel, Stamm-Riemer 2010, S. 12).
Biesalski sieht die Unterscheidung zwischen Kompetenz und Qualifikationen darin, dass Qualifikationen nachprüfbar und belegbar sind. Er sieht Nachweise oder Zeugnisse als Belege für Qualifikationen. Qualifikationen lassen sich für ihn unmittelbar direkt nachweisen, während Kompetenzen nur indirekt erschließbar sind. Er geht davon aus, dass im Allgemeinen eine Qualifikation eine oder mehrere Kompetenzen einer gewissen Stufe vermittelt (vgl. Biesalski 2006, S. 64 f.). Dehnbostel, Neß und Overwien sehen jedoch im Kompetenzbegriff Qualifikationen eingeschlossen, der so in seinem Subjektbezug elementare bildungstheoretische Ziele und Inhalte aufnimmt. Ausgehend von diesem Verständnis betrachten sie als Leitziel der Berufsbildung in Deutschland die berufliche Handlungskompetenz (vgl. Dehnbostel, Neß, Overwien 2009, S. 56).
1 Kann die europäische Bildungspolitik Auswirkungen auf Personalentwicklung in Deutschland haben?: Einleitung in die Thematik der europäischen Einflüsse auf die nationale Gesetzgebung und die resultierenden Anforderungen an die strategische Planung in Unternehmen.
2 Das Konstrukt der Kompetenz in der PE: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff Kompetenz, dessen Abgrenzung zu verwandten Begriffen wie Qualifikation und Wissen sowie die empirische Relevanz in der Praxis.
3 Auswirkungen von politischen Entscheidungen der Europäischen Union in beruflicher und allgemeiner Bildung für Deutschland: Erörterung der rechtlichen Grundlagen, Organe und Mechanismen der EU-Politik sowie deren Verbindlichkeit für Deutschland.
4 Standardisierungsbestrebungen in der europäischen Berufsbildungspolitik und Stand der Umsetzung in Deutschland: Detaillierte Analyse der zentralen EU-Instrumente wie Kopenhagen-Prozess, EQR, ECVET und EQARF sowie deren Implementierung in den deutschen Kontext.
5 Auswirkungen europäischer Standardisierungsbestrebung in der Berufsbildungspolitik für die deutsche Personalentwicklung: Diskussion der Chancen und Risiken der europäischen Instrumente für die betriebliche Personalentwicklung sowie Empfehlungen für ein integratives Kompetenzmanagement.
Personalentwicklung, Kompetenz, Berufsbildungspolitik, Europäische Union, Standardisierung, EQR, ECVET, Qualifikation, Handlungskompetenz, lebensbegleitendes Lernen, Kompetenzmanagement, informelles Lernen, Bildung, Arbeitsmarkt, Zertifizierung.
Die Arbeit untersucht, inwiefern die zunehmende Standardisierung der Berufsbildung durch die Europäische Union die Praxis der Personalentwicklung in deutschen Unternehmen beeinflusst.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Kompetenzbegriffs, die Analyse europäischer bildungspolitischer Instrumente sowie deren konkrete Umsetzung und Auswirkungen auf die deutsche Unternehmenspraxis.
Ziel ist es, den Stand der Umsetzung europäischer Standardisierungsbestrebungen in Deutschland zu dokumentieren und zu diskutieren, wie sich diese auf das Konstrukt der Kompetenz in der Personalentwicklung auswirken.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse sowie der Auswertung von EU-Dokumenten und empirischen Studien zur Personalentwicklung.
Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen EU-Referenzinstrumente (EQR, ECVET, EUROPASS etc.) und prüft deren Relevanz für betriebliche Prozesse sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken.
Zu den Kernbegriffen zählen Personalentwicklung, Kompetenz, Berufsbildungspolitik, EQR, ECVET sowie das lebensbegleitende Lernen.
Der Autor stellt fest, dass in Deutschland bisher kein zentrales, rechtlich verankertes System zur Anerkennung informell erworbener Kompetenzen existiert, was die Dokumentation und Bewertung für Personalverantwortliche erschwert.
EU-Instrumente bieten eine gemeinsame Sprache und Transparenz, erfordern jedoch von PE-Verantwortlichen eine Anpassung der bestehenden Kompetenzmodelle, um informelle Lernleistungen besser erfassen und bewerten zu können.
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