Examensarbeit, 1997
115 Seiten
1 EINLEITUNG 1
2 INTERNE BEWEGUNGSREPRÄSENTATION UND KOGNITIVE REPRÄSENTATION 3
2.1 Das Wissen-Können-Problem 4
2.1.1 Können ohne Wissen 5
2.1.2 Können mit Wissen 7
2.1.3 Wissen - Können, ein fließender Übergang? 7
2.1.4 Zusammenfassung 8
2.2 Die Unterteilung der internen Repräsentation nach WIEMEYER 9
3 THEORIEN DER BEWEGUNGSSTEUERUNG 12
3.1 Motorische Programme 13
3.2 Generalisierte Motorische Programme (GMP) 13
3.2.1 Theoretischer Hintergrund 13
3.2.2 Kritik am GMP-Konzept 17
3.2.3 GMP und kognitive Repräsentation 17
3.3 Die Hierarchische Schematheorie 18
3.3.1 Die kognitive Repräsentation im Modell der Hierarchischen Schematheorie 21
3.3.2 Kritik an der Hierarchischen Schematheorie 22
3.4 Handlungstheorie 22
3.4.1 Grundannahmen der Handlungstheorie 22
3.4.2 Handlungsdeterminanten und Handlungsraum 23
3.4.3 Das Regulationssystem 25
3.4.4 Handlungsplanung und Handlungsdurchführung 26
3.4.5 Die kognitive Repräsentation in der Handlungstheorie 29
3.4.6 Kritik an der Handlungstheorie 30
3.5 Der Ökologische Realismus und die Synergetik 31
3.5.1 Transfer der Synergetik auf die Bewegungsorganisation 32
3.5.2 Kritik am Ökologischen Realismus und an der Synergetik 33
3.6 Der Konnektionismus 34
3.6.1 Begriff und Entwicklung 34
3.6.2 Wie lernen neuronale Netze? 35
3.6.3 Die interne Repräsentation im Konnektionismus 36
3.6.4 Kritik am Konnektionismus 37
3.7 Zusammenfassung 38
4 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG ZUR KOGNITIVEN REPRÄSENTATION IM DELPHINSCHWIMMEN 40
4.1 Die Auswahl der zu untersuchenden Bewegung 40
4.2 Das Delphinschwimmen 41
4.2.1 Entwicklung 41
4.2.2 Der Armzug 42
4.2.2.1 Eintauchen 42
4.2.2.2 Zugphase 42
4.2.2.3 Druck- und Rückführphase 42
4.2.3 Der Beinschlag 43
4.2.4 Koordination 43
4.3 Vorüberlegungen 44
4.3.1 Der Zusammenhang von Wissen und Problemlöseverhalten 44
4.3.2 Die Problematik von Innen- und Außensicht 44
4.3.2.1 Konstruktion und Rekonstruktion 44
4.3.2.2 Die Innensicht der Außensicht 47
4.3.2.3 Emotionale und motivationale Einflüsse 48
4.3.3 Der Einfluß der aktuellen Bewegung auf die Repräsentation 48
4.4 Methode 49
4.4.1 Die Itemkarten 49
4.4.1.1 Die Auswahl der Items 50
4.4.1.2 Die Karten 52
4.4.2 Plausibilitätsfragen und Kartenreihenfolge 53
4.4.3 Die Videoaufzeichung 55
4.4.4 Die Probanden 56
4.4.4.1 Auswahlkriterien 56
4.4.4.2 Demographische Daten 57
4.4.4.3 Lerngeschichte 57
4.4.5 Der Versuchsablauf 58
4.4.6 Die Auswertung 60
4.4.7 Kritische Methodenbetrachtung 61
4.5 Darstellung und Diskussion der Ergebnisse 63
4.5.1 Die Bewegungskategorien 63
4.5.2 Einzelergebnisse 63
4.5.2.1 Proband Nr. 1 64
4.5.2.2 Proband Nr. 2 65
4.5.2.3 Proband Nr. 3 67
4.5.2.4 Proband Nr. 4 68
4.5.2.5 Proband Nr. 5 69
4.5.2.6 Proband Nr. 6 70
4.5.2.7 Proband Nr. 8 71
4.5.2.8 Proband Nr. 9 72
4.5.2.9 Proband Nr. 10 73
4.5.2.10 Proband Nr. 11 74
4.5.2.11 Proband Nr. 12 75
4.5.2.12 Proband Nr. 13 76
4.5.2.13 Proband Nr. 14 77
4.5.2.14 Proband Nr. 15 78
4.5.3 Überblick 79
4.5.4 Die Verteilung der richtigen Antworten auf die einzelnen Bewegungskategorien 81
4.5.5 Die Konstanz der Antworten vor und nach der Bewegungsausführung 84
4.5.6 Weitere Ergebnisse 87
4.5.7 Zusammenfassung und methodischer Ausblick 88
4.5.8 Vergleich der Ergebnisse mit ähnlichen Untersuchungen 90
4.6 Übertragung der Ergebnisse auf Theorien der Bewegungssteuerung 93
5 SCHLUSS 96
6 LITERATUR 98
Die vorliegende Arbeit untersucht die kognitive Repräsentation beim Delphinschwimmen, um zu klären, inwieweit bewusste Wissensinhalte an der Steuerung sportmotorischer Handlungen beteiligt sind und ob eine Diskrepanz zwischen subjektiver Vorstellung und objektiver Bewegungsausführung besteht.
2 Interne Bewegungsrepräsentation und kognitive Repräsentation
Interne Bewegungsrepräsentationen als Bezeichnung für alle Gedächtnisinhalte, die bei der Planung, Steuerung und Kontrolle von Bewegungshandlungen beteiligt sind, sind ein hypothetisches Konstrukt, da sie nicht direkt beobachtbar sind, sondern indirekt aus motorischem und/oder sprachlichem Verhalten erschlossen werden müssen (vgl. WIEMEYER 1994, 5; NARCISS 1993, 1).
Der Begriff der Repräsentation wird im Hinblick auf kognitive Phänomene immer als Abbildung zwischen zwei Bereichen benutzt, „wobei die Elemente des einen Bereichs (z. B. Konzepte, Begriffe, zentralnervöse Aktivierungsmuster) Platzhalterfunktion für die Elemente des anderen Bereichs (z.B. reale Objekte) haben oder systematische Beziehungen zwischen den Elementen der beiden Bereiche bestehen“ (WIEMEYER 1994, 3).
ZIMMER (1991) hält „eine interne Repräsentation sowohl der Umwelt wie auch des eigenen Verhaltens“ (192) für unumgänglich, da der Ausführende für „ein zielgerichtetes und kontrolliertes Verhalten wie bei der technisch einwandfreien Durchführung einer komplexen Aufgabe im Sport“ (191f.) vorher einen Plan haben muß. Er versteht unter der Repräsentation eines Bewegungsablaufes „alle Gedächtnisinhalte , ... die es dem Lernenden ermöglichen, die Bewegung entsprechend seinem Trainingsstand auszuführen“ (191). Das Gedächtnis wird dabei als eine Funktionseinheit betrachtet, „die dafür sorgt, daß in der Vergangenheit gemachte Erfahrungen für die Steuerung aktuellen Verhaltens genutzt werden“ (HOFFMANN 1992, 3; zitiert nach WIEMEYER 1994, 5).
1 EINLEITUNG: Der Autor erläutert die Motivation für die Arbeit, die auf der Beobachtung beruht, dass Weltklasseschwimmer oft nicht bewusst wissen, wie sie ihre Technik exakt ausführen, was zu Fragen über die Rolle kognitiver Repräsentationen führt.
2 INTERNE BEWEGUNGSREPRÄSENTATION UND KOGNITIVE REPRÄSENTATION: Dieses Kapitel differenziert zwischen internen Gedächtnisinhalten und explizitem, bewusstseinsfähigem Wissen und beleuchtet das "Wissen-Können-Problem" sowie Kategorisierungen nach Wiemeyer.
3 THEORIEN DER BEWEGUNGSSTEUERUNG: Hier werden zentrale theoretische Modelle wie Motorische Programme, die Schematheorie, die Handlungstheorie, Synergetik und Konnektionismus hinsichtlich ihrer Aussagen zur Bewegungssteuerung und Repräsentation diskutiert.
4 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG ZUR KOGNITIVEN REPRÄSENTATION IM DELPHINSCHWIMMEN: Der empirische Teil beschreibt die methodische Vorgehensweise (Itemkarten-Befragung und Videoanalyse) bei Sportstudenten und analysiert, wie diese ihre eigene Bewegung sowie das idealtypische Idealbild repräsentieren.
5 SCHLUSS: Die Ergebnisse werden zusammengefasst: Die untersuchten Personen verfügen nur über geringes, nicht steuerungsrelevantes Wissen, was die Notwendigkeit weiterer Forschung in diesem komplexen Feld unterstreicht.
6 LITERATUR: Ein umfassendes Verzeichnis der in der Arbeit verwendeten Fachliteratur und Quellen.
Bewegungssteuerung, Kognitive Repräsentation, Sportmotorik, Delphinschwimmen, Wissen-Können-Problem, Handlungstheorie, Schematheorie, Synergetik, Konnektionismus, Motorisches Lernen, Subjektive Theorien, Bewegungsanalyse, Empirische Untersuchung.
Die Arbeit untersucht, welche bewusste Kenntnis Schwimmer von ihrer eigenen Bewegungsausführung beim Delphinschwimmen haben und ob dieses kognitive Wissen eine direkte Rolle bei der Steuerung der Bewegung spielt.
Der Schwerpunkt liegt auf dem theoretischen Verhältnis zwischen internen Gedächtnisstrukturen (Repräsentationen) und der tatsächlichen motorischen Ausführung. Dabei werden verschiedene psychologische und sportwissenschaftliche Modelle miteinander verglichen.
Das Ziel ist es, zu klären, ob kognitive Repräsentationen einer Bewegung tatsächlich an deren Steuerung beteiligt sind oder ob Bewegungen auch ohne bewusstes Wissen über deren korrekte Form effizient ausgeführt werden können.
Die Autorin/der Autor nutzt einen empirischen Ansatz, bei dem Sportstudenten mittels spezieller Itemkarten (grafisch und schriftlich) zu ihren Bewegungsvorstellungen befragt und gleichzeitig durch Videoaufnahmen in ihrer tatsächlichen Leistung analysiert werden.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Konzepte wie Motorische Programme, Handlungstheorie und Synergetik gegenübergestellt. Anschließend folgt die empirische Untersuchung zum Delphinschwimmen mit Probanden, inklusive der Auswertung der Datenkonstanz und der Vergleich von Selbst- und Fremdbild.
Kernbegriffe sind Bewegungssteuerung, kognitive Repräsentation, Delphinschwimmen, motorisches Lernen und die Problematik des Wissens-Können-Transfers.
Delphin wurde gewählt, weil es eine technisch anspruchsvolle, aber dennoch zyklische Individualsportart ist, bei der äußere Störfaktoren gering sind und die Probanden aufgrund ihres Status als Anfänger eine noch nicht vollständig automatisierte Bewegungskoordination aufweisen.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die vorliegenden Daten keine eindeutige Bestätigung für eine einzelne Theorie liefern. Vielmehr weist die Studie darauf hin, dass bewusstes Wissen über die Außensicht einer Bewegung keine hinreichende Voraussetzung für eine gute Bewegungssteuerung ist.
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