Bachelorarbeit, 2022
62 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
1.1 RELEVANZ DER THEMATIK
1.2 PERSÖNLICHER BEZUG ZUM THEMA UND FRAGESTELLUNG
2. THEORETISCHER HINTERGRUND
2.1 KULTUR
2.2 MIGRATION
2.2.1 Allgemein
2.2.2 Bildungspolitisch
2.3 WIE GELINGT INTEGRATION?
2.4. INTERKULTURELLE KOMPETENZ
2.6 INTERKULTURELLE KOMMUNIKATION
2.7. VISIBLE LEARNING
3. METHODIK
3.1 GRUNDLEGENDE ASPEKTE ZUR METHODIK
3.2 FORSCHUNGSFRAGE UND SUCHBEGRIFFE
3.3 LITERATURRECHERCHE MIT EIN- UND AUSSCHLUSSKRITERIEN UND VERWENDETE DATENBANKEN
3.5 DURCHFÜHRUNG EXPERTENINTERVIEW
3.5.1 Interviewleitfaden
3.5.2 Transkriptionsregeln
3.5.3 Daten der interviewten Personen
4. ERGEBNIS
4.1 LEHRKOMPETENZ ALS SCHLÜSSELAUFGABE
4.1.1 Haltung und Rolle der Lehrperson
4.1.2 Feedback und positive Bestätigung
4.1.3 kulturelles Wissen und relevante Fähigkeiten
4.2 UMGANG MIT SPRACHLICHER DIVERSITÄT
4.2.1 Förderung der Sprachkompetenz
4.2.2 sprachsensibler Unterricht
4.3 FORT- UND WEITERBILDUNGSBEDARF
4.3.1 Allgemeine Empfindung
4.3.2 Kulturbegleiter in der Pflege
4.4 GESTALTUNG DES UNTERRICHTS
4.4.1 Differenzierung im Unterricht
4.4.2 die Qual der (Methoden-)Wahl
5. DISKUSSION
5.1 INTERPRETATION DER LEHRPERSON ALS SCHLÜSSELROLLE
5.2 INTERPRETATION DES FORT- UND WEITERBILDUNGSBEDARFS
5.3 INTERPRETATION DES UMGANGS MIT SPRACHDIVERSITÄT
5.4 INTERPRETATION DER UNTERRICHTSGESTALTUNG
5.5 METHODISCHE IMPLIKATIONEN
6. FAZIT
Diese Bachelorarbeit untersucht, welche interkulturellen Kompetenzen Lehrkräfte an Pflegeschulen benötigen, um Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund erfolgreich zu unterrichten, und wie der Unterricht zur Förderung dieser Zielgruppe optimal gestaltet werden kann. Dabei wird insbesondere die Rolle der Lehrperson im Umgang mit sprachlich-kultureller Heterogenität beleuchtet.
4.4.2 die Qual der (Methoden-)Wahl
Bei der Auswahl der passenden Unterrichtsmethode stellt sich im Interview 1 heraus, dass es nicht ausschlaggebend ist eine bestimmte Methode zu verwenden, wie z. B. nur in Gruppenarbeiten lernen, sondern es kommt auf die Mischung an. Hier ist der Migrationshintergrund weniger relevant.
B1: „...ich glaub es kommt auf die Mischung darauf an, egal ob jetzt deutschsprachig oder nicht deutschsprachig auf die Mischung zwischen ja, Frontalunterricht, Gruppenarbeit, Videosequenzen, Hausarbeiten, ja, das ist ähm wichtig eine Abwechslung, also ich glaub, das braucht jeder.“ (B1, 2022, Z.: 194-197)
Auch das verwendete Unterrichtsmaterial mit Quellenhinweisen oder Erklärvideos zu versehen, um sich nochmals mit der Thematik zu beschäftigen und zum besseren Verständnis, wird von B1 als sinnvolles und notwendiges didaktisches Mittel erachtet (B1, 2022, Z.: 200-204)
Hattie und Zierer vertreten ebenfalls die Meinung, dass die Unterrichtsmethode nicht den größten Einfluss auf den Lernprozess hat: „Denn es ist nicht die Methode, die erfolgreich ist, sondern die Einbettung der Methode in den Unterricht durch die Lehrperson.“ (Hattie & Zierer, 2021, S. 99). Am Beispiel des aufgabenbezogenen Lernens in Kleingruppen zeigt sich eine wirksame Effektstärke von d=0,49. Damit ist jedoch nicht jegliche Gruppenarbeit gemeint, sondern folgende Faktoren spielen eine Rolle um als lernwirksam zu gelten: eine Aufteilung in Kleingruppen, Lernziele auf dem passenden Niveau, herausfordernde, aber nicht überfordernde Aufgabenstellungen, richtig gewählte Methoden und Medien passend zu den heterogenen Schülerinnen und Schülern (Hattie & Zierer, 2021, S. 97 ff.). Dazu passt auch die direkte Instruktion mit einer starken Effektstärke von d=0,59. Die Klarheit der Lehrperson, hinsichtlich Ziele, Inhalte, Methoden, Medien, Raum und Zeit wird hier vorausgesetzt. Von dieser klaren Orientierungshilfe profitieren vor allem lernschwache Schülerinnen und Schüler. Indem die Lernenden genau wissen, was sie tun müssen, kann und soll ihre Eigenaktivität ebenfalls gefördert werden, was ihrerseits zu einer Klarheit führt (Hattie & Zierer, 2021, S. 99 f.).
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet den Fachkräftemangel in der Pflege sowie den steigenden Anteil an Auszubildenden mit Migrationshintergrund und leitet daraus die Forschungsfrage ab.
2. THEORETISCHER HINTERGRUND: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Kultur, Migration und Interkulturelle Kompetenz und erläutert die Bedeutung von Visible Learning für den Lernerfolg.
3. METHODIK: Es wird das methodische Vorgehen beschrieben, welches eine systematische Literaturanalyse mit der Durchführung von zwei Experteninterviews kombiniert.
4. ERGEBNIS: Das Ergebniskapitel identifiziert die zentrale Rolle der Lehrkraft, zeigt Strategien zum Umgang mit sprachlicher Diversität auf und evaluiert Fortbildungsmöglichkeiten sowie Unterrichtsgestaltung.
5. DISKUSSION: Hier werden die Ergebnisse kritisch reflektiert, miteinander verglichen und in Bezug auf die Forschungsfrage interpretiert.
6. FAZIT: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer professionellen Haltung der Lehrkräfte sowie den Ausbau von Fortbildungsangeboten.
Pflegeausbildung, interkulturelle Kompetenz, sprachsensibler Unterricht, Migration, Lehrperson, Unterrichtsgestaltung, Diversität, Fachkräftemangel, Lernerfolg, Experteninterview, pädagogische Herausforderungen, Integration, Fortbildung.
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten für den Unterricht an Pflegeschulen, wenn eine kulturell und sprachlich heterogene Schülerschaft vorliegt.
Die Schwerpunkte liegen auf der Rolle der Lehrkraft, der Förderung der Sprachkompetenz, der Identifikation von Fortbildungsbedarf und dem Einsatz effektiver Unterrichtsmethoden.
Das Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für Lehrkräfte zu erarbeiten, damit sie Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund in der generalistischen Pflegeausbildung bestmöglich auf den Beruf vorbereiten können.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, bestehend aus einer systematischen Literaturanalyse sowie zwei Experteninterviews, um die Forschungsfrage fundiert zu beantworten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung der Begriffe (Migration, Kompetenz) und den Ergebnisteil, der auf Basis der Literatur und Interviews Faktoren für gelingenden Unterricht identifiziert.
Kernbegriffe sind Pflegeschule, Migration, interkulturelle Kompetenz, Sprachförderung und Lehrperson.
Die Lehrperson nimmt eine Schlüsselrolle ein; ihre Haltung, Empathie und positive Bestätigung werden als wesentliche Faktoren für den Erfolg der Auszubildenden hervorgehoben.
Laut den Interviews ist weniger eine spezifische Methode entscheidend, sondern vielmehr die Abwechslung und die gezielte Einbettung der Methoden durch die Lehrkraft sowie die Orientierung am Lernstand der Schüler.
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