Masterarbeit, 2024
107 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung, Forschungsfrage und Methodik
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Employer Branding als Forschungsgegenstand
2.1 Definition und Abgrenzung
2.2 Funktionen und Wirkungsbereiche
2.3 Employer Branding entlang der Candidate Journey
3 Arbeitgeberbewertungsportale
3.1 Word-of-Mouth-Kommunikation als Ausgangspunkt
3.2 Arbeitgeberbewertungsportale
3.2.1 Arbeitgeberbewertungen als kritischer Erfolgsfaktor
3.2.2 Dynamik und Einfluss von Arbeitgeberbewertungen
4 kununu als Kommunikationsinstrument
4.1 kununu
4.1.1 Charakterisierung
4.1.2 Grundlegende Strukturen
4.2 DAX-40-Unternehmen auf kununu
4.2.1 Nutzung von kununu
4.2.2 kununu entlang der Candidate Journey
4.3 kununu im Kommunikationsmix
4.4 Vor- und Nachteile von kununu für das Employer Branding
4.5 Zwischenfazit und Herausstellung der Forschungsdefizite
5 Empirische Untersuchung mittels Experteninterviews
5.1 Methodische Konzeption der Untersuchung
5.1.1 Methodik und Verfahren
5.1.2 Arena-Analyse
5.1.3 Hypothesenentwicklung
5.1.4 Leitfadenkonzeption
5.1.5 Expertenselektion
5.2 Auswertung mittels Inhaltsanalyse
5.2.1 Methodik der Auswertung
5.2.2 Auswertung der Interviews und Hypothesenprüfung
6 Schlussbetrachtung
6.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
6.2 Kritische Würdigung und Limitationen
6.3 Handlungsempfehlungen
6.4 Ausblick
Das Ziel dieser Arbeit ist es, die strategische Bedeutung von Arbeitgeberbewertungsportalen – mit Fokus auf das Portal kununu – innerhalb der Employer-Branding-Strategien von DAX-40-Unternehmen zu untersuchen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie diese Portale als Instrumente zur Stärkung der Arbeitgebermarke und zur Beeinflussung der Candidate Journey eingesetzt werden können.
Dynamik und Einfluss von Arbeitgeberbewertungen
Das Kommunikationsquadrat des Kommunikationspsychologen Friedemann Schulz von Thun basiert auf der Annahme, dass eine Nachricht grundsätzlich vier Botschaften enthält: Selbstkundgabe, Sachinformation, Beziehungshinweis sowie ein Appell (Schulz von Thun, 2024). Der Sender (hier insbesondere aktuelle und ehemalige Mitarbeiter oder Bewerber) übermittelt eine Nachricht (hier Arbeitgeberbewertungen) mit seinen vier Schnäbeln. Diese trifft auf die vier Ohren des Empfängers (hier v. a. potenzielle Bewerber, aber auch andere Stakeholder wie aktuelle Mitarbeiter oder das Unternehmen selbst). Darauf aufbauend lässt sich ein Modell ableiten, das die Dynamik und die Einflüsse von Arbeitgeberbewertungen analysiert.
Auf der Sachebene steht die Sachinformation des Inhalts im Vordergrund. Dabei werden konkrete Informationen über das Unternehmen in Form von Daten, Fakten und spezifischen Sachverhalten wiedergegeben. Diese Informationen sind entscheidend, da sie die Grundlage für die Einschätzung des Unternehmens durch potenzielle Bewerber bilden (Schulz von Thun, 2024). Beispiele für solche Informationen sind die Gehaltsspanne, Arbeitsbedingungen und Karrierechancen.
Die Ebene der Selbstkundgabe zeigt, was der Sender dem Empfänger über sich selbst offenbart. Dazu gehören persönliche Gefühle, Erfahrungen, Werte oder Bedürfnisse, die dem Empfänger einen Einblick in die Persönlichkeit und die persönliche Situation des Senders im Unternehmen geben. Diese Informationen sind subjektiv und spiegeln die persönliche Perspektive des Bewertenden wider (Schulz von Thun, 2024).
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in den Fachkräftemangel als gesellschaftliches Problem ein und verdeutlicht die Relevanz von Arbeitgeberbewertungsportalen für das Employer Branding.
2 Employer Branding als Forschungsgegenstand: Es werden die begrifflichen Grundlagen sowie die Funktionen des Employer Brandings innerhalb der Candidate Journey definiert.
3 Arbeitgeberbewertungsportale: Dieses Kapitel beleuchtet die Rolle von Word-of-Mouth-Kommunikation und erklärt, wie digitale Bewertungen die Wahrnehmung von Arbeitgebern beeinflussen.
4 kununu als Kommunikationsinstrument: Eine detaillierte Analyse von kununu als Marktführer im deutschsprachigen Raum und dessen Rolle in der DAX-40-Strategie.
5 Empirische Untersuchung mittels Experteninterviews: Die Methodik und Ergebnisse der qualitativen Forschung zur Rolle von kununu werden anhand der Hypothesenprüfung dargestellt.
6 Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse, eine kritische Einordnung der Arbeit sowie konkrete Empfehlungen für die strategische Unternehmensführung.
Employer Branding, Arbeitgeberbewertungsportale, kununu, Candidate Journey, Personmarketing, Recruiting, Arbeitgebermarke, Online-Bewertungen, Reputation, Experteninterviews, Strategische Planung, Feedbackmanagement, Unternehmenskommunikation, DAX-40, Fachkräftemangel.
Die Arbeit untersucht den Stellenwert von Arbeitgeberbewertungsportalen, speziell von kununu, als strategisches Werkzeug zur Profilierung als attraktiver Arbeitgeber.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Employer Branding, der digitalen Kommunikation über Arbeitgeber und der strategischen Analyse von Bewertungsdaten durch Unternehmen.
Das Ziel ist es zu analysieren, welche Bedeutung kununu in der Employer-Branding-Strategie von DAX-40-Unternehmen hat und wie es zur Gewinnung von Talenten beitragen kann.
Neben einer umfangreichen Literaturanalyse wurde ein qualitativer Ansatz gewählt, bestehend aus Experteninterviews, die nach der Methode der zusammenfassenden Inhaltsanalyse von Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Employer Branding und Bewertungsportalen sowie in eine empirische Studie, die Aussagen von Experten aus Wissenschaft, Marketing und Unternehmenspraxis analysiert.
Zentrale Begriffe sind Employer Branding, kununu, Candidate Journey, Recruiting, Reputation und strategische Unternehmenskommunikation.
Viele Unternehmen nutzen kununu bereits, um ihre Arbeitgebermarke darzustellen; die Integration in interne Verbesserungsprozesse steckt jedoch bei vielen Akteuren noch in einer frühen Phase.
Die Unternehmenskultur ist ein wesentlicher Inhalt der Bewertungen auf kununu; Unternehmen können durch aktives Feedback-Management zeigen, dass sie die Meinungen ihrer Mitarbeiter ernst nehmen.
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