Diplomarbeit, 2003
75 Seiten, Note: 2,2
Einleitung
1 Unternehmensbewertung als Entscheidungsgrundlage
1.1 Unternehmensbewertung im Wandel der Zeit
1.2 Anlässe für eine Unternehmensbewertung
1.3 Abgrenzung auf den Fall der Akquisition
Teil I – Beschaffung der benötigten Informationen
2 Due Diligence als Mittel der Informationsbeschaffung
2.1 Sinn und Zweck der Due Diligence
2.2 Standardisierter Ablauf
2.2.1 Vorbereitende Maßnahmen
2.2.2 Durchführung der Analyse
2.2.3 Dokumentation und Abschlussbericht
Teil II – Quantifizierung der beschafften Informationen
3 Klassische Bewertungsverfahren
3.1 Die in der Praxis gebräuchlichsten Verfahren
3.2 Ertragswertverfahren
3.3 Discounted Cashflow-Verfahren
3.3.1 Die Equity-Methode
3.3.2 Die Entity-Methode / WACC-Methode
3.3.3 Die APV-Methode
3.4 Ertragswert- versus DCF-Verfahren
4 Additive Bewertung weiterer Unternehmensfaktoren
4.1 Die Notwendigkeit einer additiven Bewertung
4.2 Wertzuschläge auf Basis von Realoptionen
4.2.1 Die Bedeutung von Realoptionen beim Unternehmenskauf
4.2.2 Quantifizierung durch Systematisierung der Werttreiber
4.3 Die Ressource Humankapital
4.3.1 Die Bedeutung der Ressource und deren Bewertungsproblematik
4.3.2 Quantifizierungsansätze
4.4 Die Marke als Erfolgsfaktor des Unternehmens
4.4.1 Die Bedeutung der Marke als Werttreiber bei Akquisitionen
4.4.2 Möglichkeiten der Bewertung von Marken
Teil III – Konzeption für die praktische Durchführung einer umfassenden Bewertung
5 Entwicklung einer Konzeption zur praktischen Umsetzung
5.1 Ziel der Ausarbeitung
5.2 Der Prozess der umfassenden Unternehmensbewertung
5.2.1 Notwendige Überlegungen im Vorfeld
5.2.2 Zweigleisigkeit des weiteren Prozessablaufes
5.2.3 Konkreter Einstieg in die Kaufverhandlungen
Fazit
6 Unternehmensbewertung in der Zukunft
6.1 Gegenwärtige Tendenz der Akquisitionsaktivitäten
6.2 Bedeutung einer umfassenden Bewertung
Die Diplomarbeit hat zum Ziel, einen umfassenden Bewertungsprozess zu konzipieren, der einem Kaufinteressenten im Vorfeld einer Unternehmensakquisition als fundierte Entscheidungsgrundlage dient und gleichzeitig die Basis für eine erfolgreiche post-akquisitorische Integration schafft.
2.1 Sinn und Zweck der Due Diligence
Mittlerweile ist es ein weitverbreitetes Verfahren, dass der Käufer das zum Erwerb anstehende Unternehmen durchleuchtet. Dies bedeutet, dass er vor der Unterbreitung seines Angebots die Verhältnisse des Zielunternehmens sorgfältig prüft, um sicherzustellen, dass alle wesentlichen Risiken im Kaufvertrag berücksichtigt werden. Diese eingehende – auch als Due Diligence bekannt gewordene – Analyse des Unternehmens und seiner Umwelt ist eine unumgängliche Voraussetzung für eine qualifizierte Unternehmensbewertung.
Betrachtet man den Unternehmenskauf als Entscheidungsproblem, so stellt die Due Diligence die Gewinnung der zur Entscheidungsfindung nötigen Informationen dar. Die Qualität der gesamten Unternehmensbewertung lässt sich zu einem Großteil an der Breite, Tiefe und Zweckmäßigkeit der Prüfung beurteilen. Mit Hilfe der gesammelten Daten lassen sich zukünftige Chancen und Risiken sowie kritische Erfolgsfaktoren des zu bewertenden Unternehmens ableiten, des Weiteren dienen die Informationen dazu, mögliche Synergiepotentiale zu erkennen.
Nur durch eine sorgfältige Analyse im Vorfeld kann sichergestellt werden, dass die Akquisition nicht zum sprichwörtlichen Kauf der Katze im Sack gerät. Der Kenntnisstand des Interessenten nimmt mit dem Verlauf der Analyse immer weiter zu, dadurch verbessert sich die Möglichkeit „der Beurteilung, ob die Zielgesellschaft den Anforderungen entspricht und keine Risiken bestehen, welche die Realisierung der mit dem Kauf verfolgten Ziele gefährden.“
1 Unternehmensbewertung als Entscheidungsgrundlage: Dieses Kapitel thematisiert den historischen Wandel der Bewertungslehre und definiert den Anlass sowie die Notwendigkeit einer umfassenden Unternehmensbewertung speziell im Kontext einer Akquisition.
2 Due Diligence als Mittel der Informationsbeschaffung: Hier wird der Prozess der Due Diligence als wesentliches Instrument zur Risikominimierung und Informationsgewinnung für den Käufer detailliert dargelegt.
3 Klassische Bewertungsverfahren: Das Kapitel bietet einen fundierten Überblick über gängige Methoden wie Ertragswert- und DCF-Verfahren sowie deren jeweilige Vor- und Nachteile in der Anwendung.
4 Additive Bewertung weiterer Unternehmensfaktoren: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit, über klassische Kennzahlen hinauszugehen und immaterielle Werte wie Realoptionen, Humankapital und Marken quantitativ zu erfassen.
5 Entwicklung einer Konzeption zur praktischen Umsetzung: Auf Basis der vorangegangenen Theorie wird ein strukturierter Prozess-Leitfaden für die praktische Durchführung einer umfassenden Unternehmensbewertung entwickelt.
6 Unternehmensbewertung in der Zukunft: Das abschließende Kapitel analysiert aktuelle Trends der Akquisitionsaktivitäten und unterstreicht nochmals die Bedeutung einer ganzheitlichen Bewertung für den nachhaltigen Erfolg von Unternehmenstransaktionen.
Unternehmensbewertung, Due Diligence, Akquisition, Unternehmenskauf, Ertragswertverfahren, Discounted Cashflow, WACC, Realoptionen, Humankapital, Markenbewertung, Shareholder Value, Integrationsphase, Synergieeffekte, Unternehmensanalyse, Finanzkommunikation.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Konzeption eines umfassenden Bewertungsprozesses für Unternehmen, der über rein finanzwirtschaftliche Kennzahlen hinausgeht, um Kaufentscheidungen bei Akquisitionen auf eine solidere Basis zu stellen.
Zentral sind die Durchführung einer Due Diligence, der kritische Vergleich klassischer Bewertungsmodelle sowie die methodische Einbindung weicher Wertfaktoren wie Personal- und Markenwerte.
Das primäre Ziel ist es, einen praktischen Leitfaden für Käufer zu erstellen, der ein exaktes Ergebnis liefert, das sowohl als Entscheidungsgrundlage dient als auch für spätere Kaufverhandlungen und die Integrationsphase genutzt werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender betriebswirtschaftlicher Verfahren, die in ein schlüssiges, praxisorientiertes Gesamtkonzept überführt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Informationsbeschaffung durch Due Diligence, die Quantifizierung durch klassische Verfahren und additive Ansätze sowie die Entwicklung eines umsetzbaren Konzepts für den Bewertungsprozess.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Unternehmensbewertung, Due Diligence, Akquisition, Realoptionen, Humankapital und Shareholder Value charakterisiert.
Der Autor argumentiert, dass klassische Verfahren oft nur finanzwirtschaftliche Aspekte abdecken und somit strategische Werte (wie Marken oder Humankapital) vernachlässigen, was bei hohen Kaufpreisen zu einer Unterbewertung führen kann.
Der Autor schlägt vor, Humankapital durch Kennzahlensysteme oder Modelle wie den Skandia Navigator zu erfassen, um den Beitrag der Mitarbeiter zur Wertschöpfung in die Bewertung einzubeziehen, anstatt sie rein als Kostenfaktor zu betrachten.
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