Bachelorarbeit, 2010
66 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Hochschule als Dienstleistungsunternehmen
2.1 Hochschulentwicklung in den letzten Jahren
2.2 Bologna – Prozess
2.3 Zielvereinbarungen
3. Die Balanced Scorecard
3.1 Einführung in das Führungssystem Balanced Scorecard
3.2 Die Balanced Scorecard als Managementinstrument
3.3 Die vier Perspektiven der Balanced Scorecard
3.4 Ursache- und Wirkungsbeziehungen
4. Erfahrungen mit der Balanced Scorecard an deutschen Hochschulen
4.1 Methodische Vorgehensweise
4.2 Aufbau des Umfragebogens
4.3 Auswertung der Umfrage
5. Potentiale und Restriktionen der Balanced Scorecard
5.1 Potentiale der Balanced Scorecard an Hochschulen
5.2 Restriktionen der Balanced Scorecard
5.3 Verbesserungsvorschläge und Hilfestellungen bei der Einführung der Balanced Scorecard
6. Die Balanced Scorecard an deutschen Hochschulen
6.1 Die Balanced Scorecard als Controllinginstrument für Hochschulen
6.2 Die vier Perspektiven der Balanced Scorecard bei der Anwendung an Hochschulen
6.3 Ursache - Wirkungsbeziehungen
7. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen bei der Einführung der Balanced Scorecard (BSC) als strategisches Steuerungsinstrument an deutschen Hochschulen. Ziel ist es, auf Basis einer Umfrage unter deutschen Hochschulen aufzuzeigen, inwieweit das Instrument bereits eingesetzt wird, welche Herausforderungen bestehen und wie das Konzept erfolgreich an die hochschulspezifischen Bedürfnisse angepasst werden kann.
3.1 Einführung in das Führungssystem Balanced Scorecard
Um der Entwicklung und der Vielschichtigkeit in den Wirtschaftsunternehmen stand zu halten, brauchen die Führungskräfte Hilfsmittel, die sie mit den wesentlichen Informationen versorgen und in der Entscheidungsfindung unterstützen. Dafür sind in den vergangenen 30 Jahren etliche Modelle entstanden, die bei der Entwicklung von Strategien oder bei einer Erhöhung der Leistungsfähigkeit behilflich sein sollten. Nicht immer war dabei das Resultat das Gewünschte, denn den Methoden fehlte die Verbindung zur Unternehmensstrategie bzw. deren Umsetzung.
In Wirtschaftsbereichen mit starkem Wettbewerb veralten entwickelte Strategien sehr schnell. Daher müssen diese regelmäßig angeglichen oder neu formuliert werden. Genau darin liegen auch die Schwierigkeiten. Langfristige Zielsetzungen und eine schnelle Anpassungsfähigkeit der Unternehmen sind Faktoren, um auf die Herausforderungen zu reagieren und damit die Existenz und das Bestehen der Unternehmen im globalen Wettbewerb zu sichern. Zur Unterstützung werden Kennzahlensysteme herangezogen, denn sie geben wichtige Informationen zur Ableitung von Strategien.
Klassische Controllinginstrumente wie z.B. die Kosten- und Leistungsrechnung (KLR), Benchmarking oder Zielvereinbarungen sind nicht ganzheitlich. Es fehlt die Verknüpfung der einzelnen Kennzahlen in Form von Ursache - Wirkungsketten. Aus diesen Erkenntnissen heraus wurde die BSC entwickelt. Dieses Instrument prüft nicht nur die finanzielle Sicht des Unternehmens, sondern enthält auch nicht-monetäre Kennzahlen. Zudem berücksichtigt die BSC die internen Prozesse, die Kundensicht sowie Innovation und Wachstum. Diese sogenannten „weichen Faktoren“ sind entscheidend für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens. Zusammen mit der finanzwirtschaftlichen Perspektive schaffen sie das Grundmodell der BSC, wie in Abbildung 1 zu sehen ist.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die aktuelle finanzielle Notlage und den zunehmenden Wettbewerbsdruck, dem sich deutsche Hochschulen gegenübersehen, und führt die Balanced Scorecard als Lösungsansatz ein.
2. Die Hochschule als Dienstleistungsunternehmen: Dieses Kapitel beschreibt den Wandel der Hochschulen hin zu Dienstleistungsunternehmen infolge des Bologna-Prozesses und die Notwendigkeit moderner Steuerungsinstrumente wie Zielvereinbarungen.
3. Die Balanced Scorecard: Hier wird das theoretische Konzept der BSC, ihre vier Perspektiven und die Bedeutung von Ursache-Wirkungsketten als strategisches Managementsystem erläutert.
4. Erfahrungen mit der Balanced Scorecard an deutschen Hochschulen: Dieses Kapitel stellt die methodische Vorgehensweise und die Ergebnisse einer Umfrage unter 174 deutschen Hochschulen zum aktuellen Stand der BSC-Implementierung dar.
5. Potentiale und Restriktionen der Balanced Scorecard: Hier werden die Chancen und Hindernisse bei der Einführung der BSC an Hochschulen analysiert sowie konkrete Verbesserungsvorschläge für die praktische Handhabung gegeben.
6. Die Balanced Scorecard an deutschen Hochschulen: Dieses Kapitel konzipiert auf Basis der vorangegangenen Analysen ein Modell, wie die BSC spezifisch als Controlling- und Steuerungsinstrument für Hochschulen eingesetzt werden kann.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Kernaussagen zusammen und bietet einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf bezüglich regionaler Unterschiede und der hochschulspezifischen Ausrichtung.
Balanced Scorecard, BSC, Hochschulsteuerung, Controlling, Bologna-Prozess, Strategisches Management, Dienstleistungsunternehmen, Kennzahlensystem, Ursache-Wirkungskette, Ressourcenmanagement, Zielvereinbarungen, Hochschulreform, Effizienzsteigerung, Qualitätsmanagement, Umfrageanalyse
Die Arbeit analysiert, wie deutsche Hochschulen die Balanced Scorecard als Managementinstrument nutzen können, um ihre strategische Steuerung im Kontext von Wettbewerb und Finanzdruck zu verbessern.
Die zentralen Themen sind die Transformation von Hochschulen in Dienstleistungsunternehmen, die methodischen Grundlagen der Balanced Scorecard und die empirische Bestandsaufnahme ihrer Anwendung in Deutschland.
Das Ziel ist es, durch eine Umfrage zu ermitteln, welche Potentiale und Restriktionen bei der Implementierung der BSC existieren und wie man das Instrument erfolgreich für Hochschulzwecke adaptieren kann.
Neben der theoretischen Herleitung auf Basis von Fachliteratur führt die Autorin eine schriftliche Befragung bei 174 deutschen Hochschulen durch, um den Stand der Anwendung und die Erfahrungen der Praxis zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung der BSC, eine Bestandsaufnahme durch die Umfrage sowie die Ableitung von Optimierungsvorschlägen und ein spezifisches Anwendungskonzept für Hochschulen.
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Balanced Scorecard (BSC), Hochschulsteuerung, Controlling, Strategisches Management und Effizienzsteigerung charakterisiert.
Weil die BSC nicht nur Vergangenheitsdaten (finanzielle Kennzahlen) betrachtet, sondern durch die Einbindung von Prozess- und Lernperspektiven strategische Fehlentwicklungen frühzeitig aufzeigen kann.
Weiche Faktoren, wie z.B. die Mitarbeiterzufriedenheit oder die Qualität der Infrastruktur, sind entscheidend, da sie die Basis für langfristigen Erfolg und die Innovationskraft in Forschung und Lehre bilden.
Häufig genannte Hürden sind ein Mangel an personellen Ressourcen, die Priorisierung anderer Projekte (wie die doppelte Buchführung) und eine fehlende IT-Unterstützung (Data Warehouse), die zu hohem manuellem Aufwand führt.
Sie sollte flexibel an die spezifischen Leitbilder der Hochschule angepasst werden, wobei die vier klassischen Perspektiven durch hochschulspezifische Dimensionen wie "Öffentlicher Auftrag" ergänzt oder modifiziert werden sollten.
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