Bachelorarbeit, 2025
87 Seiten, Note: 2,0
Geowissenschaften / Geographie - Kartographie, Geodäsie, Geoinformationswissenschaften
1 Einleitung
2 Theoretischer Rahmen
2.1 Energiewende und Verkehrswende – politischer und technologischer Kontext
2.2 Elektromobilität als alternativer Antrieb
2.3 Unterscheidung öffentliche, halb-öffentliche und private Ladesäulen
2.4 Derzeitiger Stand der Elektromobilität in Deutschland
2.5 Einsatz von GIS in der Mobilitäts- und Infrastrukturplanung
3 Methodik
3.1 Datengrundlage und -quellen
3.2 Methodisches Vorgehen
4 Ergebnisse
4.1 Ladesäulendichte in Niedersachsen im Verhältnis zur Flächengröße
4.2 Ladesäulendichte in den Städten Osnabrück, Oldenburg und Hannover sowie dem Landkreis Osnabrück pro 10.000 Einwohner
4.3 Ladesäulendichte der Städte Osnabrück, Hannover und Oldenburg entlang der Autobahnen und deren Auf- und Abfahrten
5 Diskussion
5.1 Ladesäulendichte entlang der Autobahn und deren Auf- und Abfahrten
5.2 Ladesäulendichte pro 10.000 Einwohner in den Städten Osnabrück, Hannover und Oldenburg sowie im Landkreis Osnabrück
5.3 Ladesäulendichte in Niedersachen im Verhältnis zur Flächengröße
5.4 Vergleich mit den Zielen des Masterplans Ladeinfrastruktur II
5.5 Chancen und Herausforderungen für den Ausbau von Ladeinfrastruktur im Raum Osnabrück
5.6 Methodische Reflexion und Limitation
6 Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert die räumliche Verteilung der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Niedersachsen unter besonderer Berücksichtigung der Städte Osnabrück, Hannover und Oldenburg sowie des Landkreises Osnabrück. Ziel ist es, den aktuellen Ausbauzustand zu bewerten, regionale Disparitäten sichtbar zu machen und infrastrukturelle Lücken im Kontext der verkehrspolitischen Vorgaben des „Masterplans Ladeinfrastruktur II“ zu identifizieren.
2.3 Unterscheidung öffentliche, halb-öffentliche und private Ladesäulen
Die Ladeinfrastruktur lässt sich grundsätzlich in drei Hauptkategorien unterteilen: die öffentliche, die halbprivate (oder halb-öffentliche) und die private Ladeinfrastruktur (European Environment Agency 2016: 29; Funke et al. 2019: 225 & LaMonaca & Ryan 2022: 2). Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale dieser Kategorien sind die Zugänglichkeit und der Eigentümer der Fläche (Wirges 2016: 88 & Hildebrandt 2016: 31).
Ein Großteil der Ladevorgänge findet im nicht-öffentlichen Raum statt (Chakraborty et al. 2019: 256; Funke et al. 2019: 224-225; Hardman et al. 2018: 515; Schulze 2022: 139 & Fasthuber 2020: 157). Schulze (2022: 140) führt an, dass das Verhältnis zwischen Home- bzw. Workingplace-Charging und dem Unterwegs-Laden (On-the-Way-Charging) in der Zukunft zwischen 60/40 % oder 85/15 % liegen könnte. Für alle Nutzerprofile gilt das private Laden als die attraktivste Option (DLR 2016: 11-12). Elektrofahrzeugnutzerinnen und Elektrofahrzeugnutzer wünschen sich öffentliche Ladeinfrastruktur vor allem an Standorten, an denen sie ohnehin parken, wie etwa bei der Arbeit, beim Einkauf oder in der Freizeit (Anderson et al. 2018: 4; DLR 2016: 12 & Kampker et al. 2018: 39).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderungen der Verkehrswende ein und definiert die Relevanz der Ladeinfrastruktur für den Markthochlauf von Elektrofahrzeugen.
2 Theoretischer Rahmen: Es werden die politischen und technologischen Grundlagen der Elektromobilität sowie die Bedeutung von GIS für die Infrastrukturplanung erläutert.
3 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt den GIS-gestützten Mixed-Methods-Ansatz, der quantitative Datenanalysen mit qualitativen Experteninterviews kombiniert.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die kartographischen Analysen zur Ladesäulendichte in Niedersachsen auf verschiedenen räumlichen Ebenen.
5 Diskussion: Die Befunde werden kritisch diskutiert, indem sie mit planerischen Strategien der Stadt Osnabrück und den Zielen des Masterplans Ladeinfrastruktur II verknüpft werden.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die räumliche Ungleichverteilung zusammen und skizziert weiteren Forschungsbedarf.
Ladeinfrastruktur, Elektromobilität, GIS, Niedersachsen, Verkehrswende, räumliche Verteilung, Ladesäulendichte, Stadtplanung, Autobahnanbindung, Masterplan Ladeinfrastruktur II, Osnabrück, räumliche Disparitäten, Infrastrukturplanung, regionale Mobilität.
Die Bachelorarbeit untersucht die räumliche Verteilung öffentlich zugänglicher Ladesäulen für Elektroautos in Niedersachsen, um Ungleichheiten bei der Versorgung und infrastrukturelle Lücken aufzuzeigen.
Die Untersuchung umfasst die Kategorisierung von Ladeinfrastruktur, den Vergleich zwischen städtischen und ländlichen Räumen sowie die Anbindung an überregionale Verkehrskorridore wie Autobahnen.
Das Hauptziel besteht darin, den aktuellen Ausbauzustand der Ladeinfrastruktur in Niedersachsen zu bewerten und Ansatzpunkte für eine sozial und räumlich ausgewogene Planung zu identifizieren.
Die Arbeit nutzt einen Mixed-Methods-Ansatz, der quantitative GIS-basierte Analysen (wie Kerndichteschätzungen) mit qualitativen Experteninterviews aus der kommunalen Mobilitätsplanung verknüpft.
Der Hauptteil analysiert die Dichte der Ladeinfrastruktur im Verhältnis zur Fläche und Einwohnerzahl, untersucht die Anbindung von Autobahnen und diskutiert die Ergebnisse vor dem Hintergrund politischer Zielvorgaben.
Zentrale Begriffe sind Ladeinfrastruktur, Elektromobilität, GIS-Analyse, Verkehrswende, räumliche Disparitäten und Ladesäulendichte.
Der Masterplan dient als Maßstab für die Bewertung, ob der derzeitige Ausbauzustand die bundespolitischen Ziele für eine flächendeckende und nutzerfreundliche Ladeinfrastruktur erfüllt.
Osnabrück dient als lokaler Schwerpunkt, da es als Mittelzentrum eine dynamische Entwicklung aufweist und eine tiefere Einordnung durch den Vergleich mit Hannover, Oldenburg und dem Landkreis Osnabrück ermöglicht.
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