Bachelorarbeit, 2010
137 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Einführung in die Thematik
1.2. Ziel der Arbeit
1.3. Aufbau der Arbeit
1.4. Abgrenzung
2. Rahmenbedingungen
2.1. Der deutsche Markt für Geschäftsbanken
2.2. Vorstellung der beteiligten Unternehmen
2.2.1. Commerzbank AG
2.2.2. Dresdner Bank AG
2.2.3. Allianz Gruppe
3. Pre-Merger-Phase und Transaktion
3.1. Einordnung der Transaktion
3.1.1. Art der M&A-Transaktion
3.1.2. Form der M&A-Transaktion
3.2. Problematik der Bewertung eines Kreditinstitutes
3.2.1. Besonderheiten aus der Geschäftstätigkeit eines Kreditinstitutes
3.2.1.1. Problem der Ergebnisprognose
3.2.1.2. Der Einfluss spezieller rechtlicher Vorschriften
3.2.2. Diskussion von Bewertungsmethoden
3.2.2.1. Übersicht potenzieller Bewertungsverfahren
3.2.2.2. Entity-Ansatz versus Equity-Ansatz
3.2.3. Problematik der Bestimmung von bewertungsrelevanten Größen
3.3. Motive für den Zusammenschluss und deren Auswirkung auf den Unternehmenswert
3.3.1. Marktwertsteigernde Motive
3.3.1.1. Hebung von Synergien
3.3.1.2. Hebung von Skaleneffekten
3.3.1.3. Aufbau und Nutzung von Kernfähigkeiten
3.3.1.4. Ausbau und Schaffung von Marktmacht
3.3.2. Nicht marktwertsteigernde Motive
3.3.2.1. Hybris-Theorie
3.3.2.2. Agency-Problematik
3.3.2.3. Implikation der Politik
3.4. Wahl des Erwerbsweges
3.4.1. Asset Deal
3.4.2. Share Deal
3.4.3. Charakterisierung des Erwerbsweges und Herausarbeitung von Folgen
3.5. Kaufpreis
3.5.1. Bestimmung des Kaufpreises
3.5.1.1. Indikative Ermittlung des Kaufpreises
3.5.1.2. Fehlerindikation bei der Kaufpreisermittlung
3.5.2. Zusammensetzung und Zahlung des Kaufpreises
3.5.3. Finanzierung des Kaufpreises
4. Integration
4.1. Kultur
4.1.1. Bedeutung der Unternehmenskultur im Integrationsprozess
4.1.2. Erklärungsansätze für den kulturellen Integrationserfolg
4.1.2.1. Cultural Fit-Ansatz
4.1.2.1.1. Akkulturationsmodell von Nahavandi/Malekzadeh
4.1.2.1.2. Modell der Merger-Instabilität von Olie
4.1.2.1.3. Modell der Kulturkompatibilität von Cartwright/Cooper
4.1.2.1.4. Kritische Würdigung der Erklärungsansätze
4.1.2.2. Cultural Diversity-Ansatz
4.1.3. Maßnahmen der Kulturgestaltung
4.1.4. Diskussion der Kulturgestaltung am Beispiel
4.2. Vision, Mission und Strategie
4.2.1. Vision
4.2.2. Mission
4.2.3. Strategie
4.3. Personal
4.3.1. Auswirkungen von Unternehmenszusammenschlüssen auf das Personal
4.3.1.1. Psychologische Folgen – Das Merger-Syndrom
4.3.1.2. Personalwirtschaftliche Folgen
4.3.2. Personalpolitische Instrumente
4.3.2.1. Personalselektion
4.3.2.1.1. Benennung der Führung
4.3.2.1.2. Selektion der Mitarbeiter
4.3.2.2. Personalabbau
4.3.2.3. Personalbindung
4.3.2.3.1. Anreiz- und Arbeitsgestaltung
4.3.2.3.2. Personalunterstützung und -entwicklung
4.4. Kommunikation
4.4.1. Herausforderung der Kommunikationspolitik bei Unternehmenszusammenschlüssen
4.4.2. Interne Kommunikation
4.4.2.1. Bedeutung der internen Kommunikation
4.4.2.2. Kommunikationsregeln
4.4.2.3. Kommunikationsmedien
4.4.3. Diskussion der Kommunikation am Beispiel
5. Schlussbetrachtung
Das primäre Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Analyse der Herausforderungen, die mit einer M&A-Transaktion einhergehen, unter besonderer Berücksichtigung branchenspezifischer Faktoren bei privatrechtlich organisierten Kreditinstituten in Deutschland. Die Arbeit verfolgt die Forschungsfrage, inwiefern die spezifischen Rahmenbedingungen und regulatorischen Anforderungen den Integrationsprozess prägen und wie dies am Beispiel des Zusammenschlusses von Commerzbank AG und Dresdner Bank AG verdeutlicht werden kann.
3.2.1. Besonderheiten aus der Geschäftstätigkeit eines Kreditinstitutes
Während die Finanzierungsfunktion bei Industrieunternehmen nur eine untergeordnete Rolle spielt, steht sie bei Kreditinstituten im Mittelpunkt des Handelns. Dies ist damit zu begründen, dass die Finanzierung bei Industrieunternehmen nicht zum Kerngeschäft gehört und i.d.R. getrennt vom operativen Geschäft betrachtet wird. Bei Banken hingegen stellt der Bereich der Finanzierung einen Wertschöpfungsbereich dar und gehört folglich zum Kerngeschäft. Dies kann u.a. damit belegt werden, dass für die Gewinnung von Kundeneinlagen Marketingmaßnahmen genutzt werden. Dies ist sinnvoll, da die Refinanzierung über Kundeneinlagen zumeist günstiger als eine Geldaufnahme am Geld- oder Kapitalmarkt ist. Aufgrund dieser Besonderheit wird eine Bank, unabhängig von ihrer eigentlichen Geschäftsstruktur, zumeist in drei Bereiche eingeteilt.
Das erste Segment ist das Kreditgeschäft. Das Einlagengeschäft bildet den zweiten Bereich und der dritte Teilbereich umfasst das Treasury, welches als Intermediär zwischen den anderen beiden Bereichen agiert und daneben noch eigenständig Geschäfte betreibt. Dies ist wichtig, um die Rentabilität einzelner Geschäftsbereiche, wie bspw. dem Firmenkundenbereich, berechnen zu können. Dafür genügt es nicht eine simple Subtraktion durchzuführen und den gewichteten Durchschnittszinssatz des Einlagengeschäftes vom gewichteten Durchschnittszinssatz des Kreditgeschäftes zu subtrahieren. Der Grund dafür ist, dass ein Kreditinstitut hier Fristentransformationen vornimmt, mit denen ebenfalls Erträge erwirtschaftet werden können. Für einen externen Betrachter ist es daher nahezu unmöglich zu ermitteln, welcher Geschäftsbereich einer Bank im Zinsgeschäft besonders rentabel ist, was eine Bewertung anhand externer Daten kompliziert. Somit ist es auch schwierig Prognosen zur Geschäftsentwicklung abzugeben.
1. Einleitung: Einführung in die M&A-Thematik, Darlegung des Ziels der Arbeit und Definition des methodischen Aufbaus.
2. Rahmenbedingungen: Analyse des deutschen Marktes für Geschäftsbanken und Vorstellung der Commerzbank AG, Dresdner Bank AG sowie der Allianz Gruppe.
3. Pre-Merger-Phase und Transaktion: Untersuchung der Transaktionsart, Bewertungsproblematiken bei Banken, Motive für Zusammenschlüsse, Wahl des Erwerbsweges und Kaufpreisbestimmung.
4. Integration: Analyse der Post-Merger-Integrationsphase mit Fokus auf kulturelle Faktoren, Vision/Mission/Strategie, Personalmanagement und Kommunikation.
5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der untersuchten Herausforderungen und Ergebnisse des Zusammenschlusses unter Berücksichtigung der branchenspezifischen Besonderheiten.
Mergers & Acquisitions, Bankenmarkt, Commerzbank AG, Dresdner Bank AG, Unternehmensbewertung, Equity-Methode, Synergieeffekte, Integrationsmanagement, Unternehmenskultur, Personalmanagement, Kapitalfreisetzung, Restrukturierung, Bankenregulierung, Finanzkrise, Post-Merger-Integration.
Die Bachelorarbeit analysiert die Herausforderungen, die bei einer M&A-Transaktion zwischen zwei deutschen Großbanken auftreten, und nutzt dafür den konkreten Fall des Zusammenschlusses von Commerzbank AG und Dresdner Bank AG als Fallbeispiel.
Die zentralen Felder umfassen die Branchenrahmenbedingungen, die spezifische Problematik der Bewertung von Kreditinstituten, die Analyse der Fusionsmotive und deren Auswirkungen auf den Unternehmenswert sowie das Integrationsmanagement (kulturelle und personelle Aspekte).
Das Ziel ist es, die Herausforderungen einer M&A-Transaktion im Finanzsektor zu identifizieren und theoretische Ansätze zur Unternehmensbewertung und Integration in der Praxis auf das gewählte Bankenbeispiel anzuwenden.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche und deren Anwendung auf empirische Unternehmensdaten, Geschäftsberichte sowie Dokumente zur Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank.
Der Hauptteil gliedert sich in die Pre-Merger-Phase und Transaktion (einschließlich Bewertung und Kaufpreisermittlung) sowie eine detaillierte Analyse der Integrationsphase, wobei der Schwerpunkt auf Unternehmenskultur, Strategie, Personal und Kommunikation liegt.
Wichtige Begriffe sind Mergers & Acquisitions, Kreditinstitute, Unternehmensbewertung, Post-Merger-Integration, Synergiepotenziale und Unternehmenskultur.
Die Bewertung ist komplexer, da Banken eine besondere Funktion als Finanzintermediäre innehaben, speziellen regulatorischen Vorschriften (z.B. Eigenmittelanforderungen) unterliegen und ihr Finanzergebnis stark vom makroökonomischen Umfeld sowie Fristentransformationen abhängt.
Die Unternehmenskultur ist ein entscheidender weicher Erfolgsfaktor. Die Arbeit zeigt, dass die Integration zweier Bankkulturen Konflikte bergen kann und ein proaktives Kulturmanagement notwendig ist, um die avisierten Synergien nicht durch Motivationsverlust oder inneren Widerstand der Mitarbeiter zu gefährden.
Der deutsche Staat unterstützte die Commerzbank infolge der Finanzkrise durch stille Einlagen und Kapitalerhöhungen über den Finanzmarktstabilisierungsfonds (FMStF), womit er eine Sperrminorität erwarb und der Bank gleichzeitig spezifische Auflagen erteilte.
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