Diplomarbeit, 2007
109 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Die Frau im Sozialismus
2.1 Programmatik der SED zur Stellung der Frau in der DDR
2.2 Frauen- und Familienpolitik
3. Das Frauenleitbild der SED im Drei-Phasen-Modell „Weiblichkeitsbilder in der DDR“ von Susanne Diemer
4. Darstellung von Frauenbildern im DEFA-Film
4.1 Das Filmwesen in der DDR
4.1.1 Deutsche Film AG (DEFA)
4.1.2 Geschichte der DEFA: Von der Gründung (1946) bis zu ihrem Ende (1992)
4.2 Filmerbe
4.3 Zum Quellenwert von DEFA-Filmen
4.4 Forschungsstand
4.5 Filmanalysen
4.5.1 „Bürgermeister Anna“
4.5.1.1 Sozialistische Rezeption
4.5.1.2 Filmanalyse
4.5.2 „Karla“
4.5.2.1 Postsozialistische Rezeption
4.5.2.2 Filmanalyse
4.5.3 „Bis daß der Tod euch scheidet“
4.5.3.1 Sozialistische Rezeption
4.5.3.2 Postsozialistische Rezeption
4.5.3.3 Diskussion
4.5.3.4 Filmanalyse
4.5.4 „Bürgschaft für ein Jahr“
4.5.4.1 Sozialistische Rezeption
4.5.4.2 Postsozialistische Rezeption
4.5.4.3 Diskussion
4.5.4.4 Filmanalyse
5. Vergleich der Frauenleitbilder im Modell von Susanne Diemer und der Darstellung im DEFA-Film
6. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht das Frauenbild im DEFA-Film im Kontext der offiziellen Programmatik der SED und vergleicht dieses mit dem Drei-Phasen-Modell von Susanne Diemer, um festzustellen, ob sich das theoretische Leitbild in der filmischen Darstellung widerspiegelt oder signifikante Differenzen bestehen.
Die Rolle der Frau als Arbeitskraft
In der Nachkriegszeit wurden in den ländlichen Gegenden viele Höfe wieder aufgebaut. Der Film macht deutlich, dass die Frauen nach dem Krieg sehr viel Aufbauarbeit geleistet haben. Dies kommt in einer Dialogstelle des Films zum Ausdruck, wo gesagt wird, dass „Männer den Krieg und einen Haufen Unglück angerichtet und die Frauen wieder alles in Ordnung gebracht hätten“. Frauen wurden als Arbeitskraft dringend benötigt.
Viele Männer sind im Krieg gefallen oder seitdem arbeitsunfähig. Hinzu kam, dass wenige Jahre nach Kriegsende viele von ihnen noch nicht aus der Gefangenschaft zurückgekehrt waren. Frauen und Kinder waren vielerorts in der Überzahl. Aus diesem Grund übernahmen Frauen so genannte „Männerarbeit“, also die Arbeit, die früher die Männer gemacht hatten, so zum Beispiel auch im Bürgermeisteramt.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik ein und erläutert das Erkenntnisinteresse sowie die methodische Herangehensweise anhand des Diemer-Modells.
2. Die Frau im Sozialismus: Dieses Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen der SED-Frauenpolitik unter Bezugnahme auf August Bebel und die Entwicklung der Frauen- und Familienpolitik.
3. Das Frauenleitbild der SED im Drei-Phasen-Modell „Weiblichkeitsbilder in der DDR“ von Susanne Diemer: Die Autorin präsentiert den Forschungsansatz von Susanne Diemer und dessen Drei-Phasen-Modell, welches als analytisches Gerüst für die Arbeit dient.
4. Darstellung von Frauenbildern im DEFA-Film: Hier wird das DDR-Filmwesen, die Geschichte der DEFA und der Forschungsstand dargelegt, gefolgt von einer detaillierten Analyse ausgewählter DEFA-Filme.
5. Vergleich der Frauenleitbilder im Modell von Susanne Diemer und der Darstellung im DEFA-Film: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse aus der Filmanalyse mit den theoretischen Phasen von Susanne Diemer verknüpft und kritisch ausgewertet.
6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Diskussion der wesentlichen Erkenntnisse über die Diskrepanz zwischen ideologischem Anspruch und filmischer Wirklichkeit.
DDR, DEFA, Frauenbild, Sozialismus, SED, Gleichberechtigung, Susanne Diemer, Filmanalyse, Familienpolitik, Berufstätigkeit, Frauenleitbild, patriarchale Strukturen, DDR-Geschichte, Emanzipation, Rollenbilder.
Die Diplomarbeit untersucht die Darstellung von Frauen in Spielfilmen der DEFA und deren Übereinstimmung mit dem offiziellen Frauenleitbild der SED.
Die zentralen Themen sind die Frauen- und Familienpolitik in der DDR, die theoretische Konzeption des Frauenbildes durch die SED sowie dessen mediale Reflexion im DEFA-Film.
Das Ziel ist die Überprüfung, ob das Drei-Phasen-Modell von Susanne Diemer zur Charakterisierung weiblicher Leitbilder in der DDR in den untersuchten DEFA-Filmen bestätigt wird oder ob Abweichungen erkennbar sind.
Die Autorin nutzt einen vergleichenden Ansatz, indem sie das theoretische Modell von Susanne Diemer als heuristischen Leitfaden für eine filmwissenschaftliche und sozialwissenschaftliche Analyse exemplarischer Filme anwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung der DDR-Frauenpolitik und der Diemer-Studie sowie eine detaillierte Analyse von vier ausgewählten DEFA-Filmen, darunter „Bürgermeister Anna“ und „Karla“.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie DEFA, Frauenbild, DDR-Sozialpolitik, Gleichberechtigung, SED-Leitbilder und patriarchale Strukturen beschreiben.
Es bietet eine wissenschaftlich fundierte Periodisierung der Frauenleitbilder in der DDR, die den notwendigen Rahmen für einen strukturierten Vergleich mit den Film-Inhalten liefert.
Der Vergleich zeigt, dass die DEFA-Filme das offizielle Leitbild nicht deckungsgleich umsetzten; vielmehr bauten die Filmschaffenden bewusst oder unbewusst Abweichungen ein, die die gesellschaftliche Realität und individuelle Konflikte widerspiegeln.
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