Magisterarbeit, 2010
105 Seiten, Note: 1,7
Diese Magisterarbeit untersucht die Anwendbarkeit des Konzepts des "wilden Denkens" auf die Kunstform des Films. Sie befasst sich mit der Frage, inwieweit die Denkstruktur des Films dem wilden Denken ähnelt, und versucht, Orte des wilden Denkens im Film zu identifizieren.
Die Einleitung führt in das Thema ein und beleuchtet Lévi-Strauss' Bezug zur Kunst und seine Ansichten zum Film. Sie stellt die Fragestellung der Arbeit dar und beschreibt die Zielsetzung und den Anspruch des Projekts.
Kapitel 2 erläutert das Konzept des "wilden Denkens" und grenzt es vom domestizierten Denken ab.
Kapitel 3 beschäftigt sich mit Analogien zwischen dem wilden Denken und der Ästhetik sowie der Übertragbarkeit des Konzepts auf Kunst und Film. Es untersucht, inwiefern Film als Kunstform betrachtet werden kann und welche Besonderheiten diese Form auszeichnen.
Kapitel 4 analysiert die Orte des wilden Denkens im Film. Es untersucht Totalising Function und Totemismus, den Einfluss des Schamanismus auf die Filmgestaltung und die Rolle der "Wissenschaft vom Konkreten" im Film.
Kapitel 5 widmet sich Terrence Malicks Film "The New World" und untersucht dessen Elemente des wilden Denkens im Kontext der Geschichte, der Charaktere und der ästhetischen Gestaltung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Konzepten des wilden Denkens und des domestizierten Denkens, der Ästhetik des Films, der Analyse von Filmen, Totalising Function, Totemismus, Schamanismus, "Wissenschaft vom Konkreten" und der Historizität im Film. Im Mittelpunkt steht die Analyse von Terrence Malicks Film "The New World" unter dem Aspekt des wilden Denkens.
Das „wilde Denken“, ein Begriff von Claude Lévi-Strauss, beschreibt eine Form der Logik, die auf sinnlicher Wahrnehmung basiert. Im Film wird untersucht, wie diese Denkstruktur analog zur Filmlogik funktioniert und inwiefern das Medium als Zwischenstellung zwischen domestiziertem Denken und Kunst fungiert.
In Anlehnung an Lévi-Strauss wird der Regisseur als Bricoleur (Bastler) betrachtet, der vorhandene filmische Ausdrucksmittel nutzt, um neue Mythen oder Strukturen zu schaffen, was eine zentrale Eigenschaft des wilden Denkens darstellt.
Der Film wird als Beispiel für die Spannung zwischen wildem und domestiziertem Denken untersucht. Dabei stehen die Arbeitsweise Malicks, der Einsatz von Voice-Over und die Darstellung geschichtlicher Mythen im Vordergrund.
Diese bezieht sich auf die Nutzung sinnlich wahrnehmbarer Elemente im Film, die als Äquivalente zur konkreten Realität dienen und so eine symbolische Effizienz erzeugen, die über rein wissenschaftliche Logik hinausgeht.
Ja, die Arbeit zieht Vergleiche zwischen dem schamanistischen Komplex (z. B. Nele-Gesang) und der Arbeit von Filmemachern, insbesondere im Hinblick auf die Erzeugung von Katharsis und symbolischer Effizienz.
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