Magisterarbeit, 2010
100 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Quellenlage und Abriss über Forschungsverlauf
1.4 Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen dieser Arbeit
2.1 Die demographische Lage in Deutschland
2.2 Die Gruppe „ältere Arbeitnehmer“
2.3 Zielsetzungen bezüglich älterer Beschäftigter in der EU und in Deutschland
3. Beschäftigungssituation älterer Arbeitnehmer
3.1 Beschäftigungslage älterer Arbeitnehmer in Deutschland
3.2 Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand in Deutschland
3.3 Erwerbsbeteiligung älterer Arbeitnehmer in Europa
3.3.1 Schweden
3.3.2 Dänemark
3.3.3 Finnland
3.3.4 Niederlande
3.3.5 Zwischenfazit
4. Einsatz von älteren Arbeitnehmern in Zeiten des demographischen Wandels
4.1 Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen
4.1.1 Initiative „Erfahrung ist Zukunft“
4.1.2 Initiative 50plus
4.1.3 Perspektive 50plus
4.1.4 Rente mit 67
4.1.5 Schlussfolgerung
4.2 Personalpolitische Maßnahmen
4.2.1 Herausforderungen für eine zukunftsfähige Personalarbeit
4.2.2 Wandel in Haltung und Einstellung gegenüber älteren Arbeitnehmern
4.2.3 Exkurs: Arbeitsfähigkeitskonzept nach Juhani E. Ilmarinen
4.2.4 Betriebliche Gesundheitsförderung
4.2.5 Weiterbildung und Qualifizierung
4.2.6 Arbeitsgestaltung und -organisation
4.2.7 Führung und Personalmanagement
5. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen und die Arbeitsmarktpolitik auf den demographischen Wandel reagieren können, um die Erwerbsbeteiligung älterer Arbeitnehmer zu sichern. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert auf die Konzepte und Maßnahmen, die den Verbleib älterer Erwerbspersonen im Arbeitsprozess nachhaltig fördern können.
4.2.3 Exkurs: Arbeitsfähigkeitskonzept nach Juhani E. Ilmarinen
Bereits in Abschnitt 3.4.3 ist Finnland als „Vorzeigeland“ bezüglich der hohen Beschäftigung älterer Arbeitnehmer angeführt worden. Diesen Status hat das Land unter anderem mit Hilfe von arbeitswissenschaftlichen Forschungen im Bereich „Förderung der Arbeitsfähigkeit“ erlangt. Bereits vor 20 Jahren hat Finnland mit seinen Untersuchungen in diesem Themenbereich begonnen. Die Zielsetzung dabei war, Erkenntnisse über die Erhaltung und Entwicklung des Arbeitnehmerpotenzials zu erlangen. Zehn Jahre lang widmete man sich am Finnischen Institut für Arbeitsmedizin unter der Leitung von Juhani Ilmarinen theoretischen Forschungen, welche die Grundlage für das Arbeitsfähigkeitskonzept bilden sollten. Weitere elf Jahre lang wurden die Ergebnisse der theoretischen Forschung dann in der Praxis erprobt. Längsschnittstudien, an denen mehr als 6.000 Arbeiter und Angestellte beteiligt waren, bildeten die Ergebnisgrundlage für das Konzept der Arbeitsfähigkeit. Die Personen wurden während ihres Arbeitslebens beobachtet, untersucht, befragt und gegebenenfalls gefördert. Mit Hilfe ihrer Studien wollten die finnischen Forscher das Konzept der Arbeitsfähigkeit auf einen neuen Stand bringen. Denn der Begriff „Arbeitsfähigkeit“ wird von vielen Kassenärzten, Personalverantwortlichen, aber auch von den Arbeitnehmern selbst oft zu eng gefasst. So wird in der Regel ganz banal davon ausgegangen, dass eine Person, wenn sie ihre Arbeit schafft, arbeitsfähig ist, und wenn nicht, dann eben nicht (vgl. Ilmarinen & Tempel 2003: 87ff). Als Ergebnis ihrer Forschung verstehen Ilmarinen und seine Mitarbeiter Arbeitsfähigkeit als
„Potenzial eines Menschen, einer Frau oder eines Mannes, eine gegebene Aufgabe zu einem gegebenen Zeitpunkt zu bewältigen. Dabei muss die Entwicklung der individuellen funktionellen Kapazität ins Verhältnis gesetzt werden zur Arbeitsanforderung. Beide Größen können sich verändern und müssen ggf. altersadäquat gestaltet werden“(Ilmarinen & Tempel 2003: 88).
1. Einleitung: Darstellung der Problemstellung durch den demographischen Wandel sowie Erläuterung der Zielsetzung und des Aufbaus der Arbeit.
2. Grundlagen dieser Arbeit: Analyse der demographischen Entwicklung in Deutschland und Definition der Zielgruppe sowie der beschäftigungspolitischen Vorgaben.
3. Beschäftigungssituation älterer Arbeitnehmer: Untersuchung der aktuellen Arbeitsmarktlage für Ältere in Deutschland sowie ein Vergleich mit verschiedenen europäischen Ländern.
4. Einsatz von älteren Arbeitnehmern in Zeiten des demographischen Wandels: Detaillierte Darstellung arbeitsmarktpolitischer Programme und personalwirtschaftlicher Best-Practice-Konzepte zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Synthese der gewonnenen Erkenntnisse und abschließende Einschätzung der künftigen Bedeutung älterer Erwerbspersonen.
Demographischer Wandel, Ältere Arbeitnehmer, Arbeitsfähigkeit, Arbeitsmarktpolitik, Personalmanagement, Rente mit 67, Initiative 50plus, Lebenslanges Lernen, Gesundheitsförderung, Erwerbsbeteiligung, Best Practice, Beschäftigungssituation, Altern, Arbeitsgestaltung, Personalplanung.
Die Arbeit thematisiert die gesellschaftlichen und betrieblichen Herausforderungen, die sich durch den demographischen Wandel und die alternde Erwerbsbevölkerung in Deutschland ergeben.
Die Schwerpunkte liegen auf der demographischen Lage, den gesetzlichen Rahmenbedingungen, betrieblichen Strategien zur Personalentwicklung und der Förderung der Arbeitsfähigkeit bis ins höhere Alter.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ältere Arbeitnehmer durch geeignete Konzepte und Maßnahmen länger und produktiver im Arbeitsmarkt gehalten werden können.
Es handelt sich um eine Literatur- und Sekundärdatenanalyse, die den Forschungsverlauf und bestehende Praxisbeispiele (Best Practice) systematisch zusammenfasst.
Im Hauptteil werden arbeitsmarktpolitische Initiativen sowie personalpolitische Handlungsfelder wie Gesundheitsförderung, Weiterbildung und Arbeitsgestaltung intensiv beleuchtet.
Wesentliche Begriffe sind demographischer Wandel, Arbeitsfähigkeit, betriebliches Personalmanagement, lebenslanges Lernen und die Integration Älterer in den Arbeitsmarkt.
Die Definition variiert je nach Quelle (OECD, ILO, WHO), wobei in der Arbeit primär die Alterskohorte der 55- bis 64-Jährigen im Kontext der Erwerbsbeteiligung betrachtet wird.
Es dient als theoretisches Fundament, das Arbeitsfähigkeit als dynamisches Verhältnis zwischen individueller Kapazität und Arbeitsanforderungen begreift und somit präventive betriebliche Interventionen ermöglicht.
Die Arbeit führt konkrete Beispiele wie die Lufthansa, Sartorius AG oder Rowenta an, um zu zeigen, wie Unternehmen dem demographischen Wandel operativ begegnen.
Während das alte Defizit-Modell Alter vorrangig als Leistungsverlust betrachtete, setzt das heutige Kompetenzmodell auf die Stärken und die lebenslange Lernfähigkeit Älterer.
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