Fachbuch, 2011
46 Seiten
1. Vorwort. Leoparden und Urmenschen
2. Eiszeitliche Leoparden in Deutschland
3. Der Autor
Diese wissenschaftliche Publikation dokumentiert die Verbreitung und den paläontologischen Nachweis eiszeitlicher Leoparden im heutigen Gebiet von Deutschland und Österreich. Ziel der Arbeit ist es, die fossilen Belege dieser Raubkatzen innerhalb des Pleistozäns zu analysieren und sie in den zeitlichen Kontext der Menschheitsgeschichte sowie in die ökologische Nische mit anderen Raubtieren der Epoche einzuordnen.
Eiszeitliche Leoparden in Deutschland
Frühe Leoparden sind in Deutschland durch zwei Funde aus den etwa 600.000 Jahre alten Mauerer Sanden von Mauer bei Heidelberg in Baden-Württemberg belegt. Im Urgeschichtlichen Museum im Rathaus von Mauer liegt der Oberkieferzahn eines Leoparden (Panthera pardus). Im Staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe befindet sich der Unterkiefer eines Leoparden.
Die in den Mauerer Sanden entdeckten Leopardenreste werden der Unterart Panthera pardus sickenbergi zugerechnet. Jene Unterart wurde 1969 von der Paläontologin Gerda Schütt (1931–2007) beschrieben, die sich um die Erforschung von Raubtieren aus dem Eiszeitalter verdient gemacht hat. Der Name dieser Unterart erinnert an den Hannoveraner Geologen Otto Sickenberg (1901–1974).
Ein Zeitgenosse des Leoparden (Panthera leo sickenbergi) aus Mauer war der Mosbacher Löwe (Panthera leo fossilis), der seinen populären Namen dem ehemaligen Dorf Mosbach zwischen Wiesbaden und Biebrich in Hessen verdankt. Der riesige Mosbacher Löwe gilt mit einer Gesamtlänge bis zu 3,60 Metern, von denen etwa 1,20 Meter auf den Schwanz entfielen, als der größte Löwe in Europa. Nur der Amerikanische Höhlenlöwe (Panthera leo atrox) aus geologisch jüngerer Zeit übertraf ihn mit einer Gesamtlänge bis zu 3,70 Metern noch um rund zehn Zentimeter.
Vorwort. Leoparden und Urmenschen: Eine Einführung in die historische Koexistenz von Leoparden und frühen Menschenformen wie dem Heidelberg-Menschen während des Eiszeitalters.
Eiszeitliche Leoparden in Deutschland: Eine detaillierte Aufarbeitung der fossilen Nachweise, Fundorte und Unterarten der Leoparden im pleistozänen Deutschland und Österreich sowie deren Abgrenzung zu anderen Großkatzen.
Der Autor: Ein kurzer biografischer Abriss über den wissenschaftlichen Werdegang und die publizistischen Tätigkeiten von Ernst Probst.
Eiszeit, Pleistozän, Panthera pardus, Mosbacher Löwe, Mauerer Sande, Paläontologie, Fossilien, Raubkatzen, Heidelberg-Mensch, Panthera pardus sickenbergi, Urgeschichte, Fundorte, Europa, Quartär, Raubtierökologie
Die Arbeit befasst sich mit der Präsenz und dem fossilen Nachweis von Leoparden während des Eiszeitalters in Deutschland und Österreich.
Zentral sind die paläontologischen Funde, die wissenschaftliche Bestimmung der Unterarten sowie der Vergleich mit anderen pleistozänen Raubkatzen.
Das Ziel ist die Dokumentation der Verbreitungsgeschichte des Leoparden und die Einordnung der Funde in die Chronologie der Eiszeit.
Es handelt sich um eine paläontologische Literatur- und Fundstellenanalyse, die auf der Auswertung fossiler Überreste und wissenschaftlicher Beschreibungen basiert.
Der Hauptteil beleuchtet spezifische Fundorte wie die Mauerer Sande bei Heidelberg und die Ochsenhalthöhle, sowie die biologischen Merkmale der Raubkatzen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Pleistozän, Panthera pardus, Fossilien und Urgeschichte geprägt.
Die Arbeit weist darauf hin, dass Leopardenfunde merklich seltener geborgen wurden, da Leoparden vermutlich ökologische Nischen besetzten, die ihre Fossilisation oder Entdeckung seltener machten als beim Europäischen Höhlenlöwen.
Der Fund in den Mauerer Sanden ist von zentraler Bedeutung, da er einen der ältesten Belege für die Anwesenheit von Leoparden in Mitteleuropa vor etwa 600.000 Jahren darstellt.
Der Mosbacher Löwe war eine deutlich größere Raubkatze, die als einer der größten Löwen Europas gilt, während der Leopard eine an das Leben im Gebüsch oder auf Bäumen angepasste Jagdstrategie verfolgte.
Der Fund durch Gernot Rabeder im Jahr 2002 lieferte den ersten Nachweis eines eiszeitlichen Leoparden im Hochgebirge der Ostalpen.
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