Diplomarbeit, 2011
95 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aktueller Forschungsstand
1.3 Methodische Vorgehensweise
1.4 Inhaltliche Gliederung der Arbeit
2 Entwicklung neuer Dienstleistungen und Ermittlung potentieller Deckungsbeiträge
2.1 Begriffsdefinitionen
2.2 Anpassung der Quality-Function-Deployment-Methode
2.3 Herleitung der Parameter für die Quality-Function-Deployment-Methode
2.3.1 Kundennutzen von elektrischen Stromzählern
2.3.2 Bestimmung von Dienstleistungsattributen
2.3.3 Identifizierung und Vorstellung der betrachteten Segmentgruppen
2.4 Segmentspezifische Ermittlung neuer Dienstleistungen
2.5 Identifizierung des Ertragspotentials für die Smart Meter
3 Fazit
4 Zusammenfassung und kritische Würdigung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung kundenorientierter und segmentspezifischer Dienstleistungen für elektrische Stromzähler (Smart Meter), um zu prüfen, ob sich mit diesen Angeboten in der Einführungsphase positive Deckungsbeiträge erzielen lassen. Die Forschungsfragen untersuchen dabei, welche Dienstleistungsmodelle für verschiedene Zielgruppen attraktiv sind und wie die wirtschaftliche Rentabilität bewertet werden kann.
2.3.1 Kundennutzen von elektrischen Stromzählern
Um den Kundennutzen für Verbraucher von elektrischen Stromzählern zu bestimmen, wird erst der Begriff Kundennutzen definiert. Nach der Theorie entscheidet sich der Kunde subjektiv für ein Produkt oder eine Dienstleistung nur dann, wenn er durch diese einen zusätzlichen Nutzen generieren kann. Dabei vergleicht der Kunde den voraussichtlichen Nutzen mit den aufzuwendenden Mitteln. Der subjektive Abgleich zwischen monetären und nichtmonetären Aufwendungen und allen relevanten und bewertbaren Werten generiert den Nutzenzuwachs für den Kunden.
In der B2E (Bits to Energy Lab) - Studie wurden zwei Vorteile für den Verbraucher durch die neue Technologie identifiziert: Einsparungen und Komfortsteigerung. Des Weiteren steigert das neue System den bewussten Umgang mit der elektrischen Energie. Für umweltbewusste Verbraucher stellt diese Tatsache einen Mehrwert da. Somit werden im Weiteren diese Kundenvorteile monetarisiert. Der Kundennutzen aus den Einsparungen wird aus Studien und Pilotprojekten errechnet. Um den Kundennutzen für die umweltbewussten Verbraucher im Strommarkt zu bestimmen, wird der Nutzen des Ökostroms monetarisiert.
Aufgrund dessen, dass die elektrischen Stromzähler nur in Pilotprojekten eingesetzt wurden und dabei die Ermittlung der Einsparpotenziale im Vordergrund stand, sind keine quantifizierbaren Erkenntnisse zu Erträgen aus Komfortsteigerungen vorhanden. Die zusätzlichen Serviceleistungen zu Komfortsteigerungen sind nur in einer späteren Entwicklungsphase von elektrischen Zählern denkbar. Somit wird der Kundenvorteil Komfortsteigerung im Weiteren nicht monetarisiert.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Forschungsfragen zur Entwicklung neuer Dienstleistungen mit Smart Metern und stellt die angewandte Methodik vor.
2 Entwicklung neuer Dienstleistungen und Ermittlung potentieller Deckungsbeiträge: Hier werden Kernbegriffe definiert, die QFD-Methode an die Forschungsfragen angepasst und Parameter sowie Dienstleistungsattribute hergeleitet, um daraus segmentspezifische Angebote und deren Ertragspotenzial zu bestimmen.
3 Fazit: Das Fazit resümiert, dass die QFD-Methode zur kundenorientierten Dienstleistungsentwicklung geeignet ist, betont jedoch, dass in der Einführungsphase lediglich geringe bis keine positiven Deckungsbeiträge erzielbar sind und empfiehlt daher spezifische Maßnahmen.
4 Zusammenfassung und kritische Würdigung: Dieses Kapitel fasst die gesamte Arbeit zusammen und reflektiert kritisch die getroffenen Methodenentscheidungen sowie die Validität der verwendeten Studien.
Smart Meter, elektrische Stromzähler, Quality-Function-Deployment, QFD-Methode, Kundennutzen, Deckungsbeitrag, Energieeinsparung, Haushaltskunden, Dienstleistungsentwicklung, Lastverlagerung, Preiselastizität, Ökostrom, Smart Home, Energieeffizienz, Segmentierung.
Die Arbeit untersucht, wie Energieversorgungsunternehmen durch eine kundenorientierte und zielgruppenspezifische Gestaltung von Dienstleistungen rund um intelligente Stromzähler (Smart Meter) ökonomisch profitieren können.
Die zentralen Felder sind die Energiepolitik, die Markt- und Verbrauchersegmentierung, die Anwendung der Quality-Function-Deployment-Methode und die ökonomische Bewertung von Smart-Meter-Dienstleistungen.
Das Ziel ist die Identifizierung von Dienstleistungsattributen, die einen messbaren Kundennutzen stiften, sowie die Prüfung, ob daraus in der Einführungsphase positive Deckungsbeiträge generiert werden können.
Zur methodischen Unterstützung wird die Quality-Function-Deployment-Methode (QFD) mit dem House-of-Quality-Konzept verwendet, um Kundenwünsche systematisch in technische Dienstleistungsmerkmale zu übersetzen.
Der Hauptteil umfasst die Herleitung relevanter Parameter, die Identifizierung spezifischer Kundensegmente anhand von Sinus-Milieus, die Korrelationsmatrix zur Dienstleistungsentwicklung und eine anschließende Deckungsbeitragsanalyse.
Zu den Kernbegriffen gehören Smart Meter, Kundennutzen, Deckungsbeitrag, QFD-Methode, Energieeffizienz, Preiselastizität und segmentspezifische Dienstleistungen.
Da Smart Meter in Deutschland primär in einer Einführungsphase betrachtet werden, liegen keine belastbaren quantitativen Erkenntnisse oder Studien zu den monetären Erträgen aus Komfortsteigerungen vor.
Die Kosten für Investition, Installation und Betrieb der neuen Zählertechnik übersteigen nach den Berechnungen der Arbeit meist den monetären Nutzen, den die Kunden derzeit bereit sind zu zahlen.
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