Bachelorarbeit, 2010
254 Seiten, Note: 1,2
1. Einleitung und Problemstellung
2. Doping – Definition, Entstehung und Einordnung
2.1 Eine historische Betrachtung
2.2 Doping aus heutiger Sicht – was heißt das?
2.3 Doping im Sport
2.3.1 Doping im Spitzensport
2.3.1.1 Doping im Profi-Radsport
3. Doping und der rechtliche Hintergrund
4. Medienkommunikation in Deutschland und Italien
4.1 Mediensysteme in Westeuropa
4.1.1 Das Mediensystem in Deutschland
4.1.1.1 Der deutsche Printmarkt
4.1.1.1.1 Tageszeitungen
4.1.1.1.1.1 Die Süddeutsche Zeitung
4.1.2 Das Mediensystem in Italien
4.1.2.1 Der italienische Printmarkt
4.1.2.1.1 Tageszeitungen
4.1.2.1.2 Sportzeitungen
4.1.2.1.2.1 Die Gazzetta dello Sport
4.2 Kulturspezifische Kommunikation
4.2.1 Verschiedene Journalismus-Kulturen
4.2.2 Klassifikation der Mediensysteme in Deutschland und Italien
5. Doping im Spitzensport und der mediale Umgang damit
5.1 Einfluss und Anspruch des Sportjournalismus
5.2 Die Kritik an Sportjournalisten
5.3 Welche Rolle spielen die Medien beim Thema Doping?
5.3.1 Ein Rollenverständnis
5.3.2 Abkehr von der ursprünglichen Berichterstattung
6. Zwischenfazit und Forschungsfrage
7. Exkurs: Leitfaden-Interviews
7.1 Aufbau, Methode und Relevanz
7.2 Auswertung und Vergleich
7.3 Zusammenfassung
8. Der Vergleich von Radsportartikeln der Süddeutschen Zeitung und der Gazzetta dello Sport zum Thema Doping
8.1 Bildung von Hypothesen
8.2 Definition von Variablen und Bildung von Indikatoren
8.3 Wahl des Untersuchungsdesigns
8.3.1 Untersuchungsobjekte, Vergleichsartikel, Untersuchungszeitraum
8.3.2 Wissenschaftliche Methode
8.3.2.1 Die Inhaltsanalyse
8.3.2.1.1 Die qualitative Inhaltsanalyse
8.3.3 Entwicklung des Untersuchungsinstruments
8.3.3.1 Codebuch
8.4 Überprüfung der Hypothesen
8.4.1 Verifikation
8.4.2 Falsifikation
9. Zusammenfassung und Fazit
10. Aufbauende Forschungsansätze
Die vorliegende Arbeit untersucht kulturelle Unterschiede in der Dopingberichterstattung deutscher und italienischer Medien. Ausgehend von der Forschungsfrage, ob die mediale Darstellung des Dopingsystems im Radsport nationalen Prägungen unterliegt, analysiert der Autor kritische Beiträge ausgewählter Tageszeitungen und beleuchtet die Rolle des Sportjournalismus als Kontrollinstanz.
1. Einleitung und Problemstellung
Die Faszination des Sports erzielt ihre Wirkung durch die „populärste dramatische Darstellung menschlicher Leistung“, hat Hobermann in seinem Buch zur „Unmenschlichkeit des Hochleistungssports“ geschrieben. Doch Top-Resultate im sportlichen Extrembereich rühren längst nicht mehr ausschließlich von menschlichen Leistungen her. Dem Spitzensport haftet ein hässlicher Begleiter an, den er nicht mehr abschütteln kann: Doping. Doping tritt den Fair-Play-Gedanken mit Füßen und gibt das Bild eines sauberen Sports – sofern dieses im Höchstleistungsbereich überhaupt jemals bestanden haben sollte – der Lächerlichkeit preis. Im Zeitalter von hochentwickelter Wissenschaft und Medizin ist Doping zum perfiden Katz-und-Maus-Spiel zwischen Athleten und Kontrolleuren geworden, das das Fortbestehen des Sportsystems nachhaltig gefährdet.
Für die Sportberichterstattung der Medien war und ist dieser Satz ein prägendes Leitbild. Umjubelte Siegeszüge von Gewinnern und wundersame Aufstiege von Emporkömmlingen – das ist seit Jahrzehnten das Mantra von Programmdirektoren und Blattmachern bei der Jagd nach Quoten- und Auflagenzahlen.
Mit dem Moment, in dem Doping auf die Themen-Agenda getreten ist, hat sich für die Medien eine neue Verantwortung, aber auch Herausforderung hinsichtlich der Berichterstattung ergeben. In Bezug auf Doping nehmen Medien eine wichtige Kontrollfunktion ein. Nur wenn sie sich zum Vorreiter eines strikten Antidoping-Kurses aufschwingen, kann auch in der Gesellschaft eine distanzierte Haltung zum Doping aufgebaut werden. Verharmlosen und vernachlässigen Medien dieses Thema jedoch, besteht die Gefahr, dass selbst bei Breitensportlern die Hemmschwelle sinkt und sie Dopingmittel benutzen.
1. Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Dopings im Spitzensport ein und stellt die Relevanz der medialen Kontrollfunktion dar, wobei die Forschungsfrage nach kulturellen Unterschieden zwischen deutschen und italienischen Medien formuliert wird.
2. Doping – Definition, Entstehung und Einordnung: Hier werden die historische Entwicklung, verschiedene Definitionen von Doping sowie die Einordnung des Phänomens in den modernen Profi-Radsport theoretisch fundiert.
3. Doping und der rechtliche Hintergrund: Dieses Kapitel behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen der Dopingbekämpfung und die Diskrepanz zwischen sportlicher Sanktionierung und staatlicher Strafverfolgung in Deutschland und Italien.
4. Medienkommunikation in Deutschland und Italien: Hier werden die nationalen Mediensysteme analysiert, die printmediale Landschaft beider Länder gegenübergestellt und die Bedeutung kulturspezifischer Journalismus-Kulturen für die Berichterstattung erörtert.
5. Doping im Spitzensport und der mediale Umgang damit: Das Kapitel untersucht den Anspruch an den Sportjournalismus und diskutiert das Spannungsfeld zwischen Unterhaltungsauftrag und investigativer Aufklärung.
6. Zwischenfazit und Forschungsfrage: Diese Zusammenführung theoretischer Erkenntnisse leitet die konkrete Forschungsfrage für den empirischen Analyseteil ab.
7. Exkurs: Leitfaden-Interviews: In diesem Teil werden die durchgeführten Experteninterviews mit Dopingjournalisten methodisch erläutert und ihre Ergebnisse ausgewertet.
8. Der Vergleich von Radsportartikeln der Süddeutschen Zeitung und der Gazzetta dello Sport zum Thema Doping: Dies ist der Kern der empirischen Untersuchung, in der die Berichterstattung beider Zeitungen anhand spezifischer Variablen und Hypothesen inhaltsanalytisch geprüft wird.
9. Zusammenfassung und Fazit: Das Kapitel bietet eine abschließende Synthese der Ergebnisse und beantwortet die leitende Forschungsfrage zur kulturellen Differenzierung der Dopingberichterstattung.
10. Aufbauende Forschungsansätze: Hier formuliert der Autor mögliche Ausblicke für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema Medien und Doping.
Doping, Sportjournalismus, Radsport, Inhaltsanalyse, Medienvergleich, Deutschland, Italien, Tour de France, Investigative Recherche, Medienethik, Sportbetrug, Antidoping-Kampf, Printmedien, Mediensysteme, Nachrichtenberichterstattung
Die Abschlussarbeit vergleicht, wie deutsche und italienische Printmedien über das Thema Doping im Profi-Radsport berichten und welche Rolle kulturelle Prägungen dabei spielen.
Die Themen umfassen die Definition und Geschichte von Doping, die rechtlichen Aspekte, die Struktur der Mediensysteme in Deutschland und Italien sowie eine detaillierte Inhaltsanalyse von Radsportberichterstattungen.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob und inwiefern sich die Dopingberichterstattung in den beiden Ländern kulturell unterscheidet und welche Rolle dabei die jeweilige Journalismus-Kultur spielt.
Der Autor nutzt die qualitative Inhaltsanalyse sowie leitfadenbasierte Experteninterviews, um die Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung und der Gazzetta dello Sport zu untersuchen.
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Einordnung des Mediensystems, dem Anforderungsprofil des Sportjournalismus sowie der empirischen Überprüfung der aufgestellten Hypothesen mittels ausgewählter Artikel.
Doping, Sportjournalismus, Radsport, Medienvergleich, Inhaltsanalyse, Deutschland, Italien, Tour de France und Medienethik sind zentrale Begriffe der Untersuchung.
Der Radsport ist laut Autor eine hochbelastete Sportart, die in den untersuchten Jahren von einer Vielzahl an Dopingfällen geprägt war und sich somit ideal für eine vergleichende Inhaltsanalyse eignet.
Der Autor stellt fest, dass italienische Medien in ihrer Berichterstattung oft emotionaler und weniger investigativ agieren, wobei eine Tendenz zum Verzeihen bei einheimischen Stars erkennbar ist.
Deutsche Medien werden als kritischer wahrgenommen, wobei sie sich verstärkt in einer investigativen Wächterrolle sehen und eine deutlich distanziertere Haltung zum Doping einnehmen.
Ja, laut der Studie und den Experteninterviews hat der Fall 2006 zu einem Paradigmenwechsel geführt, der den Druck auf Medien erhöhte, kritischer und hintergründiger über Doping zu berichten.
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