Bachelorarbeit, 2010
69 Seiten, Note: 1,3
A) Einleitung
1. Motivation, einleitende Worte und Argumentationsgang
B) Hauptteil
2. Eine historische Betrachtung der Ursprünge des Nomos der Erde
2.1 Die Betrachtung der Räume Land und Meer
2.1.1 Das Land
2.1.1.1 Die Landnahme
2.1.2 Das Meer
2.1.2.1 Die Freiheit der Meere (und die Seenahmen)
2.2 Die Frage nach dem Element der Menschheit
2.3 Der Streit der biblischen Monster: Einige Gedanken zu Leviathan und Behemoth
2.4 Die Weltgeschichte als eine Geschichte des Kampfes von Mächten des Landes und der See
3. Die Entdeckung Amerikas und der neue Nomos der Erde
3.1 Das neue Bewusstsein
3.2 Der Aufstieg zur ozeanischen Kultur
3.3 Das Meer und die Technologie: Eine Reziprozität
4. Der Konflikt von Land und Meer in der neuen Raumordnung
4.1 Das Monopol der Religion gegen den Grundsatz der Freiheit der Meere
4.2 Piraterie als Kind der uneingehegten See und des Meereselements
4.3 Kaperfahrten als Form des staatlichen Seekrieges
4.4 Der hostis humani generis als Begründer des Völkerrechts und sein Tatbestand als Sachverhalt der Weltrechtspflege
5. Wie die Raumnahme des Meeres Englands Entwicklung und die Bekämpfung der Piraterie das autochthone Europa wandelte
6. Die Einhegung des Landkrieges als Folge der Raumnahme des Meeres
7. Die Industrielle Revolution – England als erneuter Motor der weltgeschichtlichen Entwicklung
C) Schluss
8. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht Carl Schmitts Werk „Land und Meer“ aus einer politiktheoretischen Perspektive, um den fundamentalen Widerstreit zwischen den räumlichen Elementen Land und Meer sowie deren Einfluss auf die Genese des modernen Völkerrechts, die Freiheit der Meere und das Phänomen der Piraterie zu analysieren.
2.1.1.1 Die Landnahme
Der Akt der Landnahme spielt im Denken von Carl Schmitt eine elementare Rolle, da sich in ihr der Charakter des Landes im Verhalten des Menschen zur Erfüllung bringt. Die Natur des Landes, wie sie im vorigen Abschnitt der Arbeit bereits beschrieben wurde, bildet durch diesen Vorgang die Basis und den Motor für die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft und des dazugehörigen Rechts.
Aufgrund dieser immensen Bedeutung der Landnahme soll diese mit Schmitts eigenen Worten referiert werden:
„[…] der Nomos in unserem Sinne [enthält] stets eine bodenbezogene Ortung und Ordnung. Tritt der Bereich des Meeres hinzu, so bestimmt das Verhältnis von Land und Meer die völkerrechtliche Raumordnung. Tritt die Herrschaft im Luftraum als dritte Dimension hinzu, so entstehen wiederum neue Raumordnungen. Doch bleibt eine auf dem Erdboden sich vollziehende Landnahme auch dann noch von grundlegender Bedeutung. Deshalb bleibt unser völkerrechtswissenschaftlicher Ansatz beim Begriff der Landnahme auch heute noch sinnvoll.“
A) Einleitung: Erläutert die Motivation der Arbeit und führt in die politiktheoretische Herangehensweise an Schmitts „Land und Meer“ ein.
B) Hauptteil: Untersucht die historische Genese des Nomos der Erde, die Bedeutung der Entdeckung Amerikas und das Spannungsfeld zwischen Land- und Seemächten.
C) Schluss: Fasst die Erkenntnisse über die wechselseitige Abhängigkeit von Raumcharakter, Technik und staatlicher Ordnung zusammen.
Carl Schmitt, Land und Meer, Raumrevolution, Nomos der Erde, Freiheit der Meere, Piraterie, Seemacht, Völkerrecht, politische Theorie, Raumordnung, Leviathan, Behemoth, Raumlehre, Staatlichkeit, Weltgeschichte
Die Arbeit untersucht Carl Schmitts „Land und Meer“ als politiktheoretisches Werk, das den Kampf zwischen Land- und Seemächten als treibende Kraft der modernen Völkerrechtsgeschichte interpretiert.
Im Zentrum stehen der Gegensatz von Land und Meer, die Rolle der Piraterie in der Geschichte des Völkerrechts, die Entdeckung Amerikas und die politische Transformation Englands zur Seemacht.
Ziel ist es, aus einer politiktheoretischen Perspektive zu verstehen, wie das philosophische Verständnis dieser unterschiedlichen Räume die heutige globale sicherheitspolitische Ordnung und das Völkerrecht geformt hat.
Die Arbeit nutzt eine politiktheoretische Analyse und eine rechtsgeschichtliche Betrachtung, die auf der Auswertung von Primärtexten Carl Schmitts und relevanter Sekundärliteratur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Begriffs der Landnahme, die Auswirkungen der Entdeckung Amerikas auf das Völkerrecht, die Analyse der technologischen Entwicklung zur See sowie die historische Wandlung der Piraterie.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Nomos der Erde, Raumrevolution, Landnahme, Freiheit der Meere und völkerrechtliche Raumordnung beschreiben.
England wird als der zentrale Akteur dargestellt, der durch den Wandel zur Seemacht den alten terrestrischen Nomos aufbrach und maßgeblich zur Entwicklung einer neuen globalen Raumordnung beitrug.
Die Arbeit zeigt, wie sich die rechtliche Wahrnehmung des Piraten historisch vom geduldeten Freibeuter zum "Feind der Menschheit" wandelte, um eine internationale Ordnung auf hoher See zu ermöglichen.
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