Masterarbeit, 2006
97 Seiten, Note: 1,3
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1. Einleitung
1.1 Aufgabenstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Rahmenbedingungen gewerblicher interkommunaler Kooperationen
2.1 Wirtschaftlicher Wandel
2.1.1 Sektoraler Strukturwandel
2.1.2 Betriebliche Standortanforderungen
2.2 Räumliche Veränderungen
2.2.1 Gewerbesuburbanisierung
2.2.2 Flächenverbrauch
2.3 Kommunale Ausgangssituation
2.3.1 Kommunales Finanzverbundsystem
2.3.2 Angebots- und Nachfragesituation
2.4 Zwischenbilanz der Rahmenbedingungen
3. Strategien zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit
3.1 Standortprofilierung und -positionierung
3.2 Gestaltung von Gewerbegebieten
3.3 Neue Managementkonzepte
3.4 Kommunale Kooperationen
3.5 Zwischenbilanz der Wettbewerbsstrategien
4. Planerische Steuerungsinstrumente
4.1 Informelle Steuerungs- und Planungsinstrumente
4.1.1 Leitbilder und Ziele der Raumordnung
4.1.2 Wirtschaftsförderung und Stadtplanung
4.2 Formelle Steuerungsinstrumente
4.2.1 Landes- und Regionalplanung
4.2.2 Bauleitplanung
4.3 Fördermittel
4.4 Zwischenbilanz der planerischen Steuerungsinstrumente
5. Gewerbeflächenkooperationen
5.1 Kooperationsformen
5.1.1 Interkommunale Gewerbegebiete
5.1.2 Regionales Gewerbeflächenmanagement
5.2 Rechts- und Organisationsformen
5.2.1 Öffentlich-rechtliche Kooperationsformen
5.2.2 Privatrechtliche Kooperationsformen
5.3 Regelungen zur Finanzierung von Kooperationen
5.3.1 Einnahmen und Ausgaben
5.3.2 Nutzen- und Lastenausgleich
5.4 Kooperationsanlässe und –hemmnisse
5.5 Vor- und Nachteile interkommunaler gewerblicher Kooperationen
6. Empirische Untersuchungen IKG in Baden-Württemberg
6.1 Methodik und Vorgehensweise
6.2 Quantitative Analyse IKG in Baden-Württemberg
6.2.1 Organisatorische Merkmale IKG in Baden-Württemberg
6.2.2 Raumstrukturelle Merkmale der untersuchten Standorte
6.2.3 Tendenzen der Flächeninanspruchnahme
6.2.4 Zwischenbilanz zur quantitativen Analyse
6.3 Qualitative Analyse ausgewählter Fallbeispiele
6.3.1 Fallbeispiel IKG »Perfekter Standort«/Vaihingen an der Enz
6.3.2 Fallbeispiel Industrie- und Gewerbepark »Lerchenäcker«/Backnang
6.3.3 Zwischenbilanz zur qualitativen Untersuchung
6.4 Schlussfolgerungen
7. Handlungsempfehlungen und Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die organisatorischen, ökonomischen und flächenpolitischen Aspekte interkommunaler Gewerbegebiete (IKG) in Baden-Württemberg wissenschaftlich zu untersuchen und zu evaluieren. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Rolle von IKG im Kontext regionaler Wettbewerbsfähigkeit und deren tatsächlichen Beitrag zur Flächenreduzierung.
6.3.1.2 Kooperationen und Netzwerke im Vorfeld der Gründung
Bereits im Vorfeld der Gründung des IKG bestand zwischen zwei Kooperationspartnern eine vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft (vVG), an der die Stadt Vaihingen und Oberriexingen beteiligt sind. Der Umfang der zwischengemeindlichen Zusammenarbeit ist trotz der vVG – damals wie heute – eher geringfügig einzuschätzen. Außer einem gemeinsamen Flächennutzungsplan bestehen keine Felder der Kooperationen, wie sie beispielsweise in den Bereichen der ÖPNV Versorgung oder etwa in der Wasserver- und -entsorgung denkbar wären. Mit der Gemeinde Illingen bestehen bis heute – mit Ausnahme des Gewerbestandortes – keinerlei zwischengemeindliche Felder der Zusammenarbeit, obwohl die Kommunen unmittelbar aneinandergrenzen. Das Verhältnis zwischen Illingen und Vaihingen/Oberriexingen wurde im Vorfeld der Kooperation sogar mehrfach kritisch bewertet und galt lange Zeit als (Zitat) »verfrostet«.
Die Ursache der belasteten Nachbarschaftsverhältnisse ist vermutlich auf die historisch-territoriale Situation zurückzuführen. Während Vaihingen und Oberriexingen zum Landkreis Ludwigsburg in Württemberg zählen, liegt die Gemeinde Illingen im Landkreis Karlsruhe im badischen Teil des Landes. Die ehemalige territoriale Grenze und das historisch konfliktträchtige Zusammenspiel von »Baden« und »Schwaben« ist somit wahrscheinlich der wesentliche Grund für die beschriebenen kommunalen Beziehungsprobleme.
Das trotz dieser konfliktträchtigen Ausgangssituation eine Kooperation zu Stande kam, die nicht nur kreis- sondern sogar regionsübergreifend ist, kann letzten Endes auf das Engagement einzelner politischer Verantwortungsträger zurückgeführt werden. Die jeweils neu gewählten Bürgermeister beider Kommunen können in diesem Zusammenhang als Initiatoren der Zusammenarbeit bezeichnet werden. Die persönlichen Netzwerke, die durch diese »ersten Schritte« aufgebaut wurden, waren demzufolge eine entscheidende Grundvoraussetzung für das Zustandekommen des Zweckverbandes in seiner heutigen Form.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des wirtschaftlichen Wandels und der damit verbundenen Notwendigkeit neuer kooperativer Strategien in der Baulandpolitik ein und erläutert den Aufbau der Master-Thesis.
2 Rahmenbedingungen gewerblicher interkommunaler Kooperationen: Dieses Kapitel analysiert die maßgeblichen wirtschaftlichen, räumlichen und kommunalen Faktoren, die den Druck zur Neuorientierung der kommunalen Gewerbeflächenpolitik verstärken.
3 Strategien zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit: Das Kapitel stellt verschiedene kommunale und regionale Strategien vor, um Gewerbegebiete attraktiver zu positionieren und Synergieeffekte zu erzielen.
4 Planerische Steuerungsinstrumente: Hier werden informelle und formelle Instrumente der Raumordnung und Bauleitplanung sowie Fördermittel als steuernde Maßnahmen für die Gewerbeflächenentwicklung kritisch diskutiert.
5 Gewerbeflächenkooperationen: Dieses Kapitel vertieft die theoretischen Grundlagen zu Kooperationsformen, Organisationsstrukturen und Finanzierungsmodellen für interkommunale Gewerbegebiete.
6 Empirische Untersuchungen IKG in Baden-Württemberg: Das Kernstück der Arbeit liefert eine quantitative Bestandsaufnahme sowie eine qualitative Vertiefung durch Fallbeispiele zur Situation interkommunaler Gewerbegebiete im Land.
7 Handlungsempfehlungen und Fazit: Das abschließende Kapitel synthetisiert die Ergebnisse und leitet politische Empfehlungen für eine stärkere regionsbezogene Prüfung und Lenkung der Flächennutzung ab.
Interkommunale Gewerbegebiete, IKG, Gewerbeflächenpolitik, Baden-Württemberg, Standortplanung, Kooperation, interkommunale Zusammenarbeit, Flächenverbrauch, Regionalplanung, Wirtschaftsförderung, Standortwettbewerb, Finanzhaushalt, Zweckverband, Bauleitplanung, Strukturwandel
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Praxis von interkommunalen Gewerbegebieten (IKG) als Instrument für eine effizientere und wettbewerbsfähigere Gewerbeflächenentwicklung in Baden-Württemberg.
Die zentralen Themen umfassen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, Instrumente der planerischen Steuerung, organisatorische Rechtsformen der Kooperation sowie die konkrete Auswirkung auf den Flächenverbrauch.
Ziel ist es, die ökonomischen, organisatorischen und flächenpolitischen Fragestellungen zu IKG zu evaluieren und herauszufinden, ob diese Kooperationen tatsächlich zur Reduzierung des Flächenverbrauchs und zur Stärkung der Region beitragen.
Die Arbeit nutzt einen zweistufigen Untersuchungsaufbau: eine quantitative Vollerhebung der IKG in Baden-Württemberg sowie eine qualitative Expertenbefragung in Form von Leitfadeninterviews für ausgewählte Fallbeispiele im Großraum Stuttgart.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Abschnitt zu den Rahmenbedingungen und Steuerungsinstrumenten sowie einen empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der schriftlichen Befragung und der Fallstudien dargelegt werden.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Interkommunale Gewerbegebiete, Flächenmanagement, Regionalplanung, Standortwettbewerb und Kommunale Kooperation aus.
Das Förderprogramm dient als monetäres Instrument zur gezielten räumlichen Lenkung, dessen tatsächliche Steuerungswirkung in der Arbeit jedoch kritisch hinterfragt wird, da teilweise Mitnahmeeffekte beobachtet wurden.
Die Fallbeispiele unterscheiden sich primär durch ihren Kooperationsanlass: Während das IKG »Perfekter Standort« eher wirtschaftlich motiviert ist, entstand das IKG »Lerchenäcker« aufgrund eines akuten Mangels an Flächenressourcen unter Zwangslage.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

