Diplomarbeit, 2005
119 Seiten, Note: 1.7
1 Einleitung
2 Die pharmazeutische Industrie
2.1 Begriffliche Grundlagen
2.2 Entstehung und Entwicklung der pharmazeutischen Industrie
2.3 Forschung und Entwicklung in der pharmazeutischen Industrie
2.3.1 Definition des Begriffs der Forschung und Entwicklung
2.3.2 Der F&E-Prozess in der pharmazeutischen Industrie
2.3.2.1 Forschung und Wirkstoffsuche
2.3.2.2 Präklinische Entwicklung
2.3.2.3 Klinische Entwicklung
2.4 Zahlen und Fakten der deutschen Pharmaindustrie
2.5 Regulatorische Vorschriften im deutschen Pharmamarkt
3 Das strategische F&E-Controlling in der pharmazeutischen Industrie
3.1 Der Begriff des Controllings
3.2 Der Begriff des F&E-Controllings
3.3 Zielgrößen des strategischen F&E-Controllings
3.4 Der strategische F&E-Controlling-Prozess
3.5 Notwendigkeit eines strategischen F&E-Controllings für Pharmaunternehmen
4 Herausforderungen an das strategische F&E-Controlling in der pharmazeutischen Industrie
4.1 Risiken bei der Arzneimittelentwicklung
4.1.1 Neben- und Wechselwirkungen
4.1.2 Hohe F&E-Kosten und lange Entwicklungszeiten
4.1.3 Wettbewerbsdruck durch nachahmende Arzneimittel
4.2 Strategische Frühaufklärung
4.2.1 Begriff und Prozessablauf der strategischen Frühaufklärung
4.2.2 Die Bedeutung einer strategischen Frühaufklärung für Pharmaunternehmen
4.3 Technologiefolgenabschätzung
4.3.1 Der Begriff der Technologiefolgenabschätzung
4.3.2 Notwendigkeit einer Technologiefolgenabschätzung für Pharmaunternehmen
4.3.3 Gentechnologie als Gegenstand von Technologiefolgenabschätzung
4.3.4 Problematiken der Technologiefolgenabschätzung
5 Ausgewählte Instrumente des strategischen F&E-Controllings im Kontext der pharmazeutischen Industrie
5.1 Das Technologie-Portfolio
5.1.1 Die Notwendigkeit von Technologie-Portfolios
5.1.2 Allgemeiner Aufbau, Eigenschaften und Ziele von Technologie-Portfolios
5.1.3 Der Ansatz von Pfeiffer et al.
5.1.3.1 Aufbau des Technologie-Portfolios
5.1.3.2 Ablauf der Technologie-Porfolio-Analyse am Beispiel einer High Throughput Screening Anlage
5.1.3.3 Auswertung des Technologie-Portfolios
5.2 Instrumente zur Verkürzung der Entwicklungszeit
5.2.1 Simultaneous Engineering – Parallelisierung der Phasen in der Arzneimittelentwicklung
5.2.2 Multinationale und interdisziplinäre Projektteams
5.2.3 Detaillierte Zielorientierung bei F&E-Projekten
5.3 Bewertung pharmazeutischer F&E-Projekte mit Hilfe von Realoptionen
5.3.1 Der Begriff der Realoption
5.3.2 Analogie zwischen F&E-Projekten und Finanzoptionen
5.3.3 Grenzen der Analogie zwischen Finanz- und Realoptionen
5.3.4 Handlungsspielräume des Managements in Pharma-F&E-Projekten
5.3.5 Kritische Würdigung des Realoptionsansatzes
6 Zusammenfassung und Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, die Rolle und Notwendigkeit eines strategischen F&E-Controllings für forschende Pharmaunternehmen zu erörtern. Angesichts hoher Risiken, steigender Kosten und regulatorischer Herausforderungen wird untersucht, wie durch gezielte Planung, Steuerung und Kontrolle die Innovationskraft gestärkt und Wettbewerbsvorteile langfristig gesichert werden können.
4.1.1 Neben- und Wechselwirkungen
Neben- und Wechselwirkungen stellen ein Risiko bei der Arzneimittelentwicklung dar und müssen deshalb bei der strategischen Planung berücksichtigt werden. Bevor der Frage nachgegangen wird, welche Aufgaben daraus für das strategische F&E-Controlling resultieren, und welche Konsequenzen Neben- und Wechselwirkungen für eine Unternehmung haben können, wird zunächst dargestellt, was unter Neben- und Wechselwirkungen im Einzelnen zu verstehen ist.
Nebenwirkungen sind unerwünschte Effekte von Arzneimitteln. Sie können sowohl dosisabhängige als auch dosisunabhängige Ursachen haben. Werden Arzneimittel in zu hoher Dosis eingenommen (Überdosierung), so kommt es zu toxischen Nebenwirkungen. Bereits in den Tierexperimenten in der präklinischen Entwicklung lassen sich erste Anhaltspunkte für eine korrekte Dosierung bestimmen. Während der klinischen Phase wird schließlich in Studien am Menschen die optimale Dosierung für die therapeutische Behandlung festgelegt.
Bei den dosisunabhängigen Nebenwirkungen lassen sich zwei Grundtypen unterscheiden. Nebenwirkungen, die sich unmittelbar aus der erwünschten Hauptwirkung des Pharmakons ergeben sowie Nebenwirkungen als Folge einer von der erwünschten Hauptwirkung unabhängigen Eigenwirkung der Pharmaka.
1 Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die hohe wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung der forschenden Pharmaindustrie und begründet die Notwendigkeit eines strategischen F&E-Controllings zur Bewältigung zunehmender Herausforderungen.
2 Die pharmazeutische Industrie: Dieses Kapitel liefert ein grundlegendes Verständnis der Branche, beleuchtet den pharmazeutischen F&E-Prozess sowie die regulatorischen Rahmenbedingungen im deutschen Markt.
3 Das strategische F&E-Controlling in der pharmazeutischen Industrie: Der Fokus liegt auf der Definition und den Aufgaben des strategischen F&E-Controllings sowie der detaillierten Beschreibung des Controlling-Prozesses zur Unterstützung des F&E-Managements.
4 Herausforderungen an das strategische F&E-Controlling in der pharmazeutischen Industrie: Es werden die zentralen Risiken der Arzneimittelentwicklung, die Bedeutung strategischer Frühaufklärung und die Technologiefolgenabschätzung als kritische Aufgabenbereiche analysiert.
5 Ausgewählte Instrumente des strategischen F&E-Controllings im Kontext der pharmazeutischen Industrie: Vorstellung praxisrelevanter Instrumente wie Technologie-Portfolios, Methoden zur Verkürzung der Entwicklungszeit und der Realoptionsansatz zur strategischen Projektbewertung.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Dieses Kapitel resümiert die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit und gibt einen Ausblick auf die wachsende Bedeutung des strategischen F&E-Controllings zur Sicherung zukünftiger Wettbewerbsvorteile.
Strategisches F&E-Controlling, pharmazeutische Industrie, Arzneimittelentwicklung, Innovationsmanagement, Technologie-Portfolio, Realoptionen, Strategische Frühaufklärung, Technologiefolgenabschätzung, Forschungsaufwendungen, Wettbewerbsdruck, Wirkstoffsuche, Risikomanagement, Wirkungsnachweis, Produktlebenszyklen.
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Konzeption und praktischen Anwendung eines strategischen F&E-Controllings, das speziell auf die Bedürfnisse und Rahmenbedingungen forschender Pharmaunternehmen zugeschnitten ist.
Die Arbeit thematisiert den gesamten Innovationsprozess in der Pharmabranche, von der Grundlagenforschung bis zur Markteinführung, und verknüpft diesen mit Controlling-Methoden wie strategischer Frühaufklärung, Portfolioanalyse und Realoptionen.
Das primäre Ziel ist es, die Notwendigkeit eines zielgerichteten und effizienten strategischen F&E-Controllings aufzuzeigen, um trotz steigender Kosten und langer Entwicklungszeiten den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern.
Es wird eine deskriptive und analysierende Methode verwendet, die auf der Auswertung aktueller Fachliteratur sowie auf der Adaption strategischer Management- und Controlling-Instrumente auf den spezifischen Kontext der Pharmaindustrie basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des F&E-Prozesses, die Beschreibung des strategischen Controlling-Prozesses, die Diskussion aktueller Branchenherausforderungen sowie die Vorstellung spezifischer Instrumente wie Technologie-Portfolios und Realoptionen.
Die wichtigsten Begriffe sind strategisches F&E-Controlling, Pharmazeutische Industrie, Arzneimittelentwicklung, Technologie-Portfolio, Realoptionen, Strategische Frühaufklärung und Technologiefolgenabschätzung.
Die Gentechnologie dient als zentrales Beispiel, um die Bedeutung der Technologiefolgenabschätzung zu verdeutlichen, da sie einerseits hohes therapeutisches Potenzial bietet, andererseits aber komplexe ethische und regulatorische Risiken birgt.
Der Realoptionsansatz wird als überlegenes Instrument zur Bewertung von F&E-Projekten hervorgehoben, da er im Gegensatz zu statischen Methoden wie der Kapitalwertmethode die unternehmerische Flexibilität in einem unsicheren Marktumfeld adäquat abbilden kann.
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