Bachelorarbeit, 2010
71 Seiten, Note: 1,15
1. EINLEITUNG
2. GRUNDLEGENDE ÜBERLEGUNGEN ZU PARTNERSCHAFT, SEXUALITÄT UND EHE
2.1 Ehe und Familie – eine Begriffsbestimmung
2.2 Ehe, Partnerschaft und Sexualität in der Bibel
2.2.1 Zum biblischen Verständnis der Begriffe Liebe, Ehe und Sexualität
2.2.2 Ehe und Eheschließung im Alten Testament
2.2.3 Ehe und Eheschließung im Neuen Testament
2.3 Entwicklungen des Verständnisses von Ehe und Familie im 20. und 21. Jahrhundert
2.4 Die Position der christlichen und muslimischen Religionsgemeinschaften in der Gegenwart
2.4.1 Die Position der Evangelischen Kirche in Deutschland
2.4.2 Die Position der römisch-katholischen Kirche
2.4.3 Die Position des Islams
3. BIBLISCHE BETRACHTUNGEN ZU PARTNERSCHAFT UND BEZIEHUNG
3.1 Adam und Eva (Gen 1–3) – Gott stellt Mann und Frau zusammen
3.2 Jakob, Lea und Rahel (Gen 29–31) – Ein Mann lässt sich nicht abschrecken – oder: 14 Jahre Arbeit für zwei Frauen
3.3 Simson und Delila (Ri 13–16) – Die Liebe zu einer Frau bringt einen unbezwingbaren Mann zu Fall
3.4 Rut und Boas (Rut) – Liebe auf den ersten Blick
3.5 David und Batseba (2Sam 11) – ein Ehebruch mit Folgen
3.6 Maria und Josef (Mt 1,18–25) – eine schockierende Nachricht mit großer Wirkung – oder: oder Maria und Josef halten zusammen
4. SEXUALERZIEHUNG IN DER SCHULE VON HEUTE
4.1 Richtlinien für die Sexualerziehung
4.2 Grundlagen der Sexualerziehung
4.3 Neue Anforderungen an die Sexualerziehung
4.4 Sexualerziehung im Religionsunterricht
4.5 Fächerübergreifende Sexualerziehung
5. UNTERRICHTSENTWURF FÜR DEN EVANGELISCHEN RELIGIONSUNTERRICHT IN DER REALSCHULE
5.1 Die Religionsdidaktik der Elementarisierung
5.2 Elementarisierung und Kompetenz
5.3 Unterrichtsentwurf zur Unterrichtseinheit: »Wie liebe ich richtig?«
5.3.1 Sachanalyse
5.3.2 Unterrichtsziele
5.3.3 Bezug zum Bildungsplan
5.3.4 Inhalts- und prozessbezogene Kompetenzen
5.3.5 Überlegungen zur Situation der Lerngruppe
5.3.6 Kurzübersicht
5.3.7 Didaktische Analyse
6. ZUSAMMENFASSENDE SCHLUSSBETRACHTUNG
Ziel der Arbeit ist es, die Thematisierung von Liebe, Partnerschaft und Sexualität im evangelischen Religionsunterricht der Realschule theoretisch zu fundieren und praktisch an einem Unterrichtsentwurf zu veranschaulichen, um Jugendlichen in einer mediengeprägten Welt Orientierung und Hilfestellung zu bieten.
3.3 Simson und Delila (Ri 13–16) – Die Liebe zu einer Frau bringt einen unbezwingbaren Mann zu Fall
Die Simson-Erzählungen stechen durch ihre Sperrigkeit und Fremdartigkeit aus dem Richterbuch heraus und haben im Zentrum den übermächtigen Protagonisten Simson, aber auch seine Frau Delila. Sie werden oftmals auch als Heldenerzählungen gehandelt, da sie nach einem bestimmten Erzählmuster kategorisiert werden können. Diese Klassifizierung verläuft wie folgt: »Ankündigung der Geburt und Geburt, Hochzeit, Ruhmestaten des Helden, Tod und Begräbnis«34. Dieses vierteilige Schema findet sich hier in der in sich abgeschlossenen Erzählung von Ri 13–16 wieder, die sich aus dem Richterbuch abzuheben scheinen. Kap 13 und Kap 16 fungieren dabei als abgrenzender Rahmen der Geschichte,35 der auch die kunstvoll gestaltete Erzählstruktur und die planvolle Anlage der Erzählung sichtbar werden lässt.
Delila ist Simsons Liebhaberin, die ungewöhnlicherweise ihr eigenes Haus besitzt. Sie ist wie die anderen Frauen hinter Simsons Geheimnis her und sie erkennt seine Schwachstelle: die Liebe. Simson liebt Delila (Ri 16,4) und er beweist ihr seine Liebe, indem er ihr die Antwort des Rätsels verrät. Er verleiht ihr somit Macht über ihn selbst und vertraut ihr. Das hat gravierende Folgen für Simson: Er verliert durch Delilas Verrat seine Macht, seine Stärke und natürlich auch seine Ehre und Anerkennung.
Das Bild der Frau wird in dieser Geschichte als ein gefährliches, ja sogar bedrohliches dargestellt. Simson besiegt tausende Philister, erliegt jedoch den Waffen einer Frau. Eine einzige Frau ist für den Niedergang Simsons verantwortlich.38
1. EINLEITUNG: Die Autorin begründet die Relevanz der Thematisierung von Liebe, Sexualität und Partnerschaft im Religionsunterricht angesichts medialer Einflüsse und sucht nach christlichen Modellen für gelingendes Leben.
2. GRUNDLEGENDE ÜBERLEGUNGEN ZU PARTNERSCHAFT, SEXUALITÄT UND EHE: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, beleuchtet biblische Grundlagen und kirchliche Positionen sowie den gesellschaftlichen Wandel der Ehe im 20. und 21. Jahrhundert.
3. BIBLISCHE BETRACHTUNGEN ZU PARTNERSCHAFT UND BEZIEHUNG: Anhand exegetischer Analysen werden biblische Paare und deren Beziehungsproblematiken untersucht, um einen lebensnahen Bezug für heutige Schüler herzustellen.
4. SEXUALERZIEHUNG IN DER SCHULE VON HEUTE: Hier werden Richtlinien, Grundlagen und neue Anforderungen an die Sexualerziehung sowie deren Integration in den Religionsunterricht und fächerübergreifende Ansätze diskutiert.
5. UNTERRICHTSENTWURF FÜR DEN EVANGELISCHEN RELIGIONSUNTERRICHT IN DER REALSCHULE: Dieses Kapitel präsentiert ein konkretes didaktisches Konzept nach dem Modell der Elementarisierung für eine Unterrichtseinheit zum Thema Liebe und Sexualität.
6. ZUSAMMENFASSENDE SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Arbeit reflektiert die Ergebnisse, betont die Notwendigkeit einer fundierten religionspädagogischen Auseinandersetzung und verweist auf die Erprobung in der Schulpraxis.
Religionsunterricht, Sexualerziehung, Partnerschaft, Ehe, Bibel, Elementarisierung, Unterrichtsentwurf, Jugendtheologie, Liebe, christliche Ethik, Identitätsentwicklung, christliche Tradition, Sexualität, Verantwortung, Wertevorstellungen.
Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Aufarbeitung der Themen Liebe, Partnerschaft und Sexualität im evangelischen Religionsunterricht der Realschule.
Zu den zentralen Themen gehören biblische Paarbeziehungen, die geschichtliche Entwicklung des Ehebegriffs, Positionen verschiedener Glaubensgemeinschaften sowie moderne Anforderungen an die schulische Sexualerziehung.
Das Ziel ist es, ein religionspädagogisch fundiertes Konzept zu entwickeln, das Jugendlichen hilft, einen verantwortungsvollen und gesunden Umgang mit Sexualität zu finden.
Die Arbeit stützt sich auf religionspädagogische Literatur, exegetische Analysen biblischer Texte und didaktische Modelle, insbesondere die „Elementarisierung“ nach dem Tübinger Modell.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlegungen zu Ehe und Sexualität, exegetische Betrachtungen biblischer Paarerzählungen sowie die praktische Ausarbeitung eines Unterrichtsentwurfs für eine neunte Realschulklasse.
Wichtige Begriffe sind Sexualerziehung, Elementarisierung, biblische Exegese, christliche Ethik und Unterrichtsgestaltung in der Realschule.
Das Modell ermöglicht es, komplexe biblische und ethische Sachverhalte auf das Wesentliche zu reduzieren und direkt an die Lebenswelt und die Erfahrungen der Jugendlichen anzubinden.
Die Exegese dient dazu, biblische Vorbilder und Perspektiven für Schüler erfahrbar zu machen und zu zeigen, dass sich Menschen auch damals bereits mit den gleichen Beziehungsfragen auseinandersetzen mussten wie heute.
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