Bachelorarbeit, 2011
81 Seiten, Note: 2,15
Vorwort
1. Einleitung
2. Definitionen von selbst- und fremdbestimmtem Tot
2.1 Tod
2.2 Abortion
2.3 Suizid / Freitod
2.4 Sterbehilfe
3. Geschichtliche Situation
3.1 Zum Thema Abortion
3.2 Zum Thema Suizid / Freitod
3.3 Zum Thema Sterbehilfe
3.3 Zusammenhänge
4. Rechtliche Situation
4.1 Zum Thema Abortion
4.2 Zum Thema Suizid / Freitod
4.3 Zum Thema Sterbehilfe
4.4 Zusammenhänge
5. Psychologische Situation
5.1 Zum Thema Abortion
5.2 Zum Thema Suizid / Freitod
5.3 Zum Thema Sterbehilfe
5.4 Zusammenhänge
6. Ethische Situation
6.1 Zum Thema Abortion
6.2 Zum Thema Suizid / Freitod und zum Thema Sterbehilfe
6.3 Zusammenhänge
7. Konsequenzen aller Zusammenhänge für Fachkräfte der Sozialen Arbeit
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Spannungsfelder zwischen selbstbestimmtem und fremdbestimmtem Tod anhand der Themen Abortion, Suizid und Sterbehilfe. Ziel ist es, aus einer vernetzten wissenschaftlichen Perspektive zu ergründen, warum gesellschaftlich und rechtlich stark unterschiedliche Maßstäbe für diese Phänomene gelten und welche Konsequenzen sich daraus für das professionelle Handeln in der Sozialen Arbeit ergeben.
5.1 Zum Thema Abortion
Motive für eine Abtreibung sind oftmals situativer, aber auch psychologischer Natur. So stellen Schwangere, die sich mit der Möglichkeit der Abtreibung beschäftigen, sich oftmals Auseinandersetzungen mit dem eigenen Leben, der eigenen Umwelt und der eigenen Situation (vgl. Langsdorff 2000, 28f.).
Mögliche Fragestellungen der Schwangeren sind hier: Will ich überhaupt ein Baby? Kann ich ein Kind finanziell durchbringen? Wie geht mein Leben mit Kind weiter? Kann ich mit Kind noch die sein, die ich jetzt bin? Werde ich weiter arbeiten können? Weiterhin so gut aussehen? Was werden meine Freunde, meine Familie, die Leute dazu sagen? Passt ein Kind überhaupt in die Umgebung, in der ich lebe? Will der Vater des Kindes ein Baby? Kann ich eine gute Mutter sein? Ist das jetzt überhaupt der richtige Zeitpunkt? Bin ich noch zu jung oder schon zu alt? Oder: Möchte ich das Kind meines Vergewaltigers austragen? Werde ich diesem Kind immer wieder vorwerfen, wie es entstanden ist? Werde ich aushalten können, mit dem Resultat des Aktes meines Peinigers den Rest meines Lebens zu verbringen? Oder: Wenn ich das Kind nun bekomme, werde ich stark genug sein, es zur Adoption freizugeben?
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Lebensanfänge und -enden ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der ethischen und logischen Inkonsistenz im Umgang mit Lebensbeendigung.
2. Definitionen von selbst- und fremdbestimmtem Tot: Dieses Kapitel liefert eine terminologische Grundlage für die Begriffe Tod, Abortion, Suizid/Freitod und Sterbehilfe zur einheitlichen Verwendung in der Arbeit.
3. Geschichtliche Situation: Es wird die historische Entwicklung der drei Themengebiete beleuchtet, wobei deutlich wird, wie sich gesellschaftliche Bewertungsmuster über die Jahrhunderte gewandelt haben.
4. Rechtliche Situation: Dieses Kapitel analysiert die aktuelle Gesetzgebung in Deutschland und vergleicht diese exemplarisch mit europäischen Nachbarländern.
5. Psychologische Situation: Die psychologische Betrachtung konzentriert sich auf die Motive der Betroffenen und die Bedeutung des Trauerprozesses für Hinterbliebene.
6. Ethische Situation: Es findet eine philosophische Auseinandersetzung statt, in der verschiedene ethische Standpunkte und der Kategorische Imperativ auf die Themen angewandt werden.
7. Konsequenzen aller Zusammenhänge für Fachkräfte der Sozialen Arbeit: Dieses Kapitel leitet konkrete Handlungsempfehlungen ab, wie Sozialarbeiter mit Klienten umgehen können, die von den untersuchten Themen betroffen sind.
8. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass es keinen universellen Generalschlüssel für diese komplexen Fragen gibt, betont jedoch die Bedeutung der Unterstützung bei der Lebensbewältigung durch Wissen und Begleitung.
Abtreibung, Sterbehilfe, Suizid, Freitod, Euthanasie, Patientenverfügung, Lebensrecht, Soziale Arbeit, Trauerarbeit, Ethik, Psychologie, §218 StGB, Post-Abortion-Syndrom, Fremdbestimmung, Lebensende.
Die Thesis befasst sich mit den ethischen, rechtlichen und psychologischen Aspekten rund um Schwangerschaftsabbrüche, Suizid und Sterbehilfe.
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem Lebensanfang und dem Lebensende sowie die Frage, unter welchen Umständen eine Tötung legitimiert ist oder als verwerflich gilt.
Die Arbeit fragt, warum Menschen, die man nicht fragen kann (Feten), getötet werden dürfen, während denen, die aktiv darum bitten (sterbenskranke oder lebensmüde Menschen), diese Hilfe verwehrt bleibt.
Die Autorin nutzt eine vernetzende Literaturanalyse, um die verschiedenen Perspektiven der Rechts-, Psychologie-, Sozial- und Ethikwissenschaften zu vergleichen und für die Soziale Arbeit nutzbar zu machen.
Der Hauptteil gliedert sich in historische, rechtliche, psychologische und ethische Analysen der drei Themenbereiche, gefolgt von einer Reflexion über die Konsequenzen für Fachkräfte der Sozialen Arbeit.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Lebensrecht, Patientenautonomie, Trauerphasen, ethische Intuition und die Notwendigkeit professioneller Begleitung charakterisiert.
Das Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen für psychisch Kranke wird angeführt, um die rechtlichen Rahmenbedingungen für Unterbringungen und Schutzmaßnahmen bei akuter Selbstgefährdung zu verdeutlichen.
Sie dienen dazu, typische Verhaltensweisen von Klienten in Krisensituationen zu verstehen und einzuordnen, um eine angemessene Beratungsstrategie zu wählen.
Die Autorin schließt, dass es keine einfache moralische Antwort gibt, plädiert aber dafür, betroffenen Menschen durch professionelle Beratung zu Lebensfreude und einem sichereren Wissensstand zu verhelfen.
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