Diplomarbeit, 2008
152 Seiten, Note: 1
Einleitung
I. Theoretischer Teil
1. Benachteiligte Jugendliche – Eine Definition
2. Das Jugendalter als schwierige Entwicklungsphase
2.1. Die Persönlichkeitsentwicklung nach Erikson
2.2. Ökologischer Entwicklungsansatz nach Bronfenbrenner
2.3. Sozialisation im Jugendalter nach Hurrelmann
3. Familie als wichtige Sozialisationsinstanz
3.1. Familie im gesellschaftlichen Wandel
3.2. Stellenwert der Familie
3.3. Familie, „Habitus“ und „kulturelles Kapital“
3.4. Familie und Krisensituationen
4. Die Lebensphase Jugend im gesellschaftlichen Kontext
4.1. Perspektiven der Jugend
4.2. Ausbildung und Partizipation
4.3. Demografischer Wandel
5. Jugendliche Berufsperspektiven im Kontext der Hauptschule
5.1. Schulform und soziale Herkunft
5.2. Die Hauptschule
6. Ausbildungsmarktsituation aus der Sicht von Hauptschüler/innen
6.1. Planungen, Aktivitäten und konkrete Übergänge
6.2. Die Untersuchung des Landkreises Marburg-Biedenkopf
6.3. Berufliche Orientierung und Praktikum
Exkurs: Veränderungen im Rahmen der Arbeitsmarktreformen
7. Unterstützungssysteme im Übergang Schule und Beruf
7.1. Berufliche Beratung
7.2. Schulische Angebote
7.2.1. Lernen und Arbeiten in Schule und Betrieb (SchuB)
7.2.2. Zehntes Hauptschuljahr (H 10)
7.2.3. Berufsvorbereitungsjahr (BVJ)
7.2.4. Berufsgrundbildungsjahr (BGJ)
7.2.5. Eingliederung in die Berufs- und Arbeitswelt (EIBE)
7.2.6. Vertiefte Berufsorientierung (VBO)
7.3. Außerschulische Angebote
7.3.1. Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB)
7.3.2. Qualifizierungsangebote im Rahmen SGB II
7.3.3. Einstiegsqualifizierung (EQ)
7.3.4. Fit für Ausbildung und Beruf (FAuB)
II. Forschungsmethodischer Teil
8. Die Untersuchung der Unterstützungssysteme
8.1. Auswahl der Untersuchungsgruppe und Vorgehensweise
8.2. Untersuchungsmethode
8.2.1. Vorgespräch und Kurzfragebogen
8.2.2. Leitfaden und Leitfragen
8.2.3. Tonbandaufzeichnung
8.2.4. Postskriptum
8.2.5. Transkription der Daten
8.3. Analyseverfahren
8.4. Ergebnisse
8.4.1. Zusammenfassung des Interviews mit „Tamara”
8.4.2. Zusammenfassung des Interviews mit „Florian”
8.4.3. Zusammenfassung des Interviews mit „Steffi”
8.4.4. Zusammenfassung des Interviews mit „Frank”
8.4.5. Zusammenfassung des Interviews mit „Baris”
8.4.6. Zusammenfassung des Interviews mit „Thomas”
8.4.7. Zusammenfassung des Interviews mit „Alex”
8.4.8. Zusammenfassung des Interviews mit „Samuel”
8.5. Analyse der Ergebnisse
8.5.1. Rolle des Betriebspraktikums in der Hauptschule
8.5.2. Konkrete Unterstützung bzw. Vermittlung
8.5.3. Anzahl der Bewerbungen
8.5.4. Unterstützung bei Bewerbungen
8.5.5. Vorpraktikum vor Ausbildungsstart
8.5.6. Unterstützung durch Berufsberatung
8.5.7. Unterstützung durch Eltern
8.6. Interpretation der Ergebnisse und Thesenbildung
8.6.1. Betriebspraktikum
8.6.2. Unterstützung Familie
8.6.3. Professionelle Beratung
8.6.4. Konkrete Vermittlung
III. Theoretischer Teil
9. Berufliche Beratung für benachteiligte Jugendliche
9.1. Der systemische Beratungsansatz
9.2. Kompetenzagentur - Ein ressourcenorientiertes Angebot
9.3. Beruflichen Beratungssituation im Rahmen „Hartz IV“
9.4. Optimierung der beruflichen Beratungsangebotes
Fazit
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit den Unterstützungssystemen, die Hauptschulabsolventen aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf beim Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung nutzen. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, welche Unterstützungssysteme von Jugendlichen in Anspruch genommen wurden, die erfolgreich in eine Ausbildungsstelle mündeten, sowie wie Beratung gestaltet sein sollte, um benachteiligte Jugendliche effektiver auf das Berufsleben vorzubereiten.
8.4.1. Zusammenfassung des Interviews mit „Tamara”
Tamara hat direkt nach der Hauptschule eine Berufsausbildung zur Friseurin bekommen. Demnach wurde sie am 15.06.08 telefonisch kontaktiert und für das Interview am 27.06.08 gewonnen. In diesem Kontext wurde ihr folgende Fragestellung für das Interview genannt: „Was hast Du unternommen, um eine Ausbildungsstelle zu finden?“
Tamara ist 17 Jahre alt und in Marburg geboren. Zurzeit wohnt sie in Gladenbach mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder zusammen. Eine ältere Schwester lebt mit ihrem Freund in Gießen.
Tamara hat in 2006 die Hauptschule erfolgreich absolviert. Sie berichtet von zwei Schulpraktika, die sie in einem Reisebüro und in einem Friseursalon gemacht hat.
1. Benachteiligte Jugendliche – Eine Definition: Erläutert den heterogenen Personenkreis benachteiligter Jugendlicher und stellt verschiedene rechtliche sowie sozialwissenschaftliche Definitionen dar.
2. Das Jugendalter als schwierige Entwicklungsphase: Analysiert die Entwicklungsphase Jugend auf Basis der Theorien von Erikson, Bronfenbrenner und Hurrelmann hinsichtlich Identitätsbildung und Integration.
3. Familie als wichtige Sozialisationsinstanz: Beschreibt die Rolle der Familie als primäre Sozialisationsinstanz und thematisiert sozioökonomische Faktoren sowie Krisensituationen.
4. Die Lebensphase Jugend im gesellschaftlichen Kontext: Beleuchtet gesellschaftliche Bedingungen wie Modernisierungsprozesse und den demografischen Wandel, die den Übergang in den Beruf erschweren.
5. Jugendliche Berufsperspektiven im Kontext der Hauptschule: Untersucht die Situation der Hauptschule und die spezifische Benachteiligung der Schülerinnen und Schüler bei Übergängen.
6. Ausbildungsmarktsituation aus der Sicht von Hauptschüler/innen: Analysiert das Ausbildungsmarktgeschehen und die Planungsaktivitäten der Zielgruppe anhand von Studien des Deutschen Jugendinstituts.
7. Unterstützungssysteme im Übergang Schule und Beruf: Gibt einen Überblick über formelle und informelle Unterstützungsangebote, insbesondere im Landkreis Marburg-Biedenkopf.
8. Die Untersuchung der Unterstützungssysteme: Präsentiert den forschungsmethodischen Teil der Arbeit, inklusive der methodischen Vorgehensweise und Zusammenfassungen der geführten Experteninterviews.
9. Berufliche Beratung für benachteiligte Jugendliche: Diskutiert alternative Beratungsansätze wie die systemische Beratung und das Konzept der Kompetenzagentur zur Optimierung der Unterstützung.
Hauptschule, benachteiligte Jugendliche, Übergang Schule und Beruf, Berufliche Beratung, Sozialisation, Ausbildung, Betriebspraktikum, Systemische Beratung, Kompetenzagentur, Marburg-Biedenkopf, Identitätsbildung, Arbeitsmarktreformen, SGB VIII, SGB III, Berufsvorbereitung
Die Diplomarbeit untersucht die Unterstützungssysteme, die von benachteiligten Hauptschulabsolventen aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf genutzt werden, um erfolgreich in eine Berufsausbildung zu gelangen.
Zu den Themenfeldern gehören die Identitätsentwicklung im Jugendalter, familiäre und gesellschaftliche Einflussfaktoren, die Situation der Hauptschule sowie die vielfältigen Beratungs- und Förderangebote beim Berufseinstieg.
Das Ziel ist es, durch eine empirische Untersuchung von Hauptschulabsolventen zu verstehen, welche Unterstützungssysteme den Erfolg beim Übergang in den Beruf begünstigen und wie Beratung zukünftig effektiver gestaltet werden kann.
Die Arbeit nutzt eine qualitative methodische Herangehensweise, konkret problemzentrierte Interviews nach Witzel mit acht Jugendlichen, deren Ergebnisse mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Sozialisation und Bildungsmarkt sowie den forschungsmethodischen Teil, der die Interviews und deren Interpretation anhand spezifischer Kategorien umfasst.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Benachteiligung, Hauptschule, Übergangssystem, Betriebspraktikum, systemische Beratung, Empowerment und Kompetenzagentur.
Die Arbeit zeigt, dass Praktika für benachteiligte Jugendliche ein zentrales Instrument sind, um Kontakte zu Betrieben zu knüpfen, was häufig zu sogenannten „Klebeeffekten“ und damit zur Übernahme in Ausbildung führt.
Der Autor weist darauf hin, dass die Trennung zwischen SGB III- und SGB II-Zuständigkeiten bei der Berufsberatung zu Vermittlungsproblemen führen kann, bei denen Jugendliche zwischen den Institutionen „hin- und hergeschickt“ werden.
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