Diplomarbeit, 2010
103 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Fragestellung und Material
1.2 Aufbau der Arbeit
2 „Die Jugend“ – Eine Lebensphase oder nur ein Wort?
2.1 Was ist „die Jugend“?
2.2 „Die Jugend“ heute
3 Der Prozess der Identitätskonstruktion
3.1 Die Bedeutung von „Identität“ und „Konstruktion“
3.2 Die humanistische Psychologie
4 Kommunikation im Wandel der Zeit
4.1 Tagebücher und Poesiealben – Kommunikation früher
4.1.1 Tagebuchforschung nach Siegfried Bernfeld (1931)
4.1.2 Tagebuchforschung der Moderne
4.1.3 Poesiealben
4.2 Das neue Medienzeitalter – Kommunikation heute
5 Die JIM-Studie (Jugend, Information, Multimedia)
6 Das Internet
6.1 Motive und Interessen der Nutzer
6.2 Online-Communities
6.2.1 Communities im Überblick
6.2.2 Entstehung und Aufbau
6.2.3 Studie zur Selbstdarstellung auf jugendnaher Plattformen
6.2.3.1 Gegenstand der Untersuchung
6.2.3.2 Durchführung und Analyse
6.2.3.3 Identitätsarbeit in Online-Öffentlichkeiten
6.2.3.4 Auszüge der Selbstdarstellungen
6.2.3.5 Zusammenfassung
6.3 Online-Spiele: Die zweite Identität
6.4 Konsument oder Produzent?
6.5 Potential oder Gefahr?
6.5.1 Studie zum Privatsphärenschutz
6.5.1.1 Gegenstand der Untersuchung
6.5.1.2 Komponenten der Datengenerierung
6.5.1.3 Zusammenfassung
6.6 Bildungs- und Jugendarbeit im Netz
6.7 Die Relevanz des sozialen Raumes
7 Die Rolle des Internets bei der Identitätskonstruktion
8 Fazit
9 Ausblick
10 Internet-Glossar
11 Literaturverzeichnis
Die Diplomarbeit untersucht die Bedeutung und Rolle des Internets im Prozess der Identitätskonstruktion von Jugendlichen. Dabei wird analysiert, wie sich die mediale Kommunikation von traditionellen Formen wie Tagebüchern oder Poesiealben hin zu virtuellen Selbstdarstellungen in sozialen Netzwerken und Online-Plattformen gewandelt hat und welche Auswirkungen dieser Prozess auf die Persönlichkeitsbildung Heranwachsender hat.
3.1 Die Bedeutung von „Identität“ und „Konstruktion“
„Wiewohl der Prozess der Identitätsbildung heute als ein lebenslanger angesehen wird, sind die meisten Theorien, die sich damit auseinandersetzen, auf Kindheit und Jugend bezogen. Dies liegt an der bislang vorherrschenden Annahme der Entwicklungspsychologie, dieser Prozess gehe einher mit dem Erwachsenwerden, sei also auf eine bestimmte Lebensphase begrenzt, an deren Ende sich eine Persönlichkeit bzw. eine Identität herausgebildet hat. Wenngleich sich die Annahme einer Finalität der Identitätsbildung im Erwachsenenalter als nicht haltbar erwiesen hat“ (Schorb 2009, S.82), beziehe ich mich in den nachfolgenden Ausführungen auf die Identitätsarbeit Heranwachsender, da „die besondere Bedeutung der Identitätsfindung für das Jugendalter hervorzuheben [ist]“ (ebd., S.82).
„Identität wird nicht einmal und nicht ein für allemal ausgebildet“ bemerkt Helga Theunert im Bezug auf die Identitätsarbeit Jugendlicher und fügt gleichbedeutend hinzu: „Es ist ein komplexes, flexibles und unabgeschlossenes Gefüge, an dem wir in Interaktion mit der sozialen Umwelt kontinuierlich und lebenslang feilen“ (Theunert 2009, S.9). Begabungen und Verhaltensweisen sind somit einem stetigen Wandlungsprozess unterstellt, den es zu verstehen gilt. „Nach außen Sichtbares wird ebenso modelliert wie Eigenschaften, Fähigkeiten und Talente, Werthaltungen und Positionierungen im sozialen Umfeld und in der gesellschaftlichen Welt. Zwar ist Identitätsarbeit ein lebensbegleitender Prozess, besonderes Gewicht hat sie jedoch im Jugendalter, denn in diesem Lebensstadium markiert die Ausformung einer tragfähigen Identität eine der zentralen Entwicklungsaufgaben“ (ebd., S.9).
Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung und den Aufbau der Arbeit dar, wobei der Fokus auf dem Wandel der Identitätskonstruktion durch das Internet liegt.
„Die Jugend“ – Eine Lebensphase oder nur ein Wort?: Dieses Kapitel analysiert das Konzept der Jugend als sozial konstruierte Lebensphase und deren Wandel im geschichtlichen Kontext.
Der Prozess der Identitätskonstruktion: Hier werden theoretische Grundlagen der Identitätsbildung unter Einbeziehung der humanistischen Psychologie dargelegt.
Kommunikation im Wandel der Zeit: Dieses Kapitel vergleicht traditionelle Formen der Selbstreflexion wie Tagebücher mit der modernen, digitalen Kommunikation.
Die JIM-Studie (Jugend, Information, Multimedia): Eine Analyse der JIM-Studie, die das mediale Konsumverhalten und die Internetnutzung von Jugendlichen beleuchtet.
Das Internet: Dieses zentrale Kapitel behandelt die Motive der Internetnutzung, Online-Communities, Online-Spiele sowie Gefahren und Bildungschancen im digitalen Raum.
Die Rolle des Internets bei der Identitätskonstruktion: Zusammenführung der Ergebnisse zur heutigen Identitätsbildung Heranwachsender unter dem Einfluss des Internets.
Fazit: Das Fazit resümiert die Bedeutung des Internet für Jugendliche und betont die Notwendigkeit von Medienkompetenz und pädagogischer Begleitung.
Ausblick: Der Ausblick reflektiert die zukünftigen Herausforderungen im Umgang mit der stetig wachsenden digitalen Welt.
Internet-Glossar: Erklärungen zu den im Text verwendeten computerbezogenen Begriffen.
Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen.
Identitätskonstruktion, Jugendalter, Internet, Soziale Netzwerke, Selbstdarstellung, Medienkompetenz, Kommunikation, Tagebuchforschung, Online-Communities, Privatsphärenschutz, Identitätsarbeit, Medienhandeln, Digitale Lebenswelt, Humanistische Psychologie, Web 2.0
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Internets bei der heutigen Identitätskonstruktion von Jugendlichen im Vergleich zu früheren Formen der Selbstreflexion.
Zentrale Themen sind der Wandel von Kommunikation, die Bedeutung sozialer Netzwerke, die psychologischen Prozesse der Identitätsbildung und die medienpädagogische Verantwortung.
Ziel ist es zu klären, ob und auf welche Weise das Internet persönlichkeitsverändernde Wirkungen auf Jugendliche ausübt und wie diese zur Identitätsfindung beitragen.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Auswertung von Fachliteratur, pädagogischen Studien (wie der JIM-Studie) sowie einer Analyse des Wandels von Kommunikationsformen.
Der Hauptteil analysiert die Definition von Jugend, den Identitätsbegriff, den Wandel von Medien, das Nutzungsverhalten in Communities und Online-Spielen sowie Risiken und Potenziale im Internet.
Die Untersuchung wird durch Begriffe wie Identitätskonstruktion, Medienhandeln, Online-Communitys und Privatsphäre entscheidend geprägt.
Die Unterscheidung verdeutlicht den Übergang vom privaten Schreiben „unter Ausschluss der Öffentlichkeit“ hin zur öffentlichen Selbstdarstellung in Web 2.0-Plattformen.
Sie dient als theoretisches Fundament, um die Selbstverwirklichung und die Entwicklung der jedem Menschen innewohnenden Potenziale im Kontext der modernen Mediennutzung zu erklären.
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