Diplomarbeit, 2011
99 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Motivation
1.2. Gang der Untersuchung
2. Begriffliche Abgrenzung des Kleinunternehmers
3. Finanzierungsmöglichkeiten für Kleinunternehmen und Finanzierungssituation
3.1. Vorbemerkungen und Definition der Fristigkeiten
3.2. Instrumente zur kurzfristigen Fremdfinanzierung
3.2.1. Die kurzfristige Fremdfinanzierung über Banken
3.2.2. Die kurzfristige Fremdfinanzierung unter Ausschluss der Banken
3.3. Instrumente zur langfristigen Fremdfinanzierung
3.3.1. Die langfristige Fremdfinanzierung über Banken
3.3.2. Die langfristige Fremdfinanzierung unter Ausschluss der Banken
4. Bedeutung und Problematik der Finanzierung über Bankkredite für Kleinunternehmen
4.1. Die Bedeutung der Finanzierung über die Hausbank
4.2. Die Prüfung der Kreditwürdigkeit im weiteren Sinn
4.3. Die Auswirkungen von Basel II, der Wirtschafts- und Finanzkrise und Basel III auf die Kreditvergabe für Kleinunternehmen
4.4. Zwischenfazit: Die Kreditfinanzierung, insbesondere über Banken, ist für Kleinunternehmen oft problematisch
5. Begriffliche Abgrenzung und Einordnung des Privatkredits
5.1. Definition Privatkredit und Privatkreditplattformen
5.2. Abgrenzung des P2P Lendings von anderen Formen des Online Lendings
5.3. Einordnung des Privatkredits nach verschiedenen betriebswirtschaftlichen Kriterien
6. Verschiedene Privatkreditplattformen und ihre Funktionsweisen
6.1. Funktionsweise des P2P Lendings allgemein
6.2. Funktionsweise am Beispiel von SMAVA
6.3. Funktionsweise am Beispiel von AUXMONEY
6.4. Die Kreditwürdigkeitsprüfung der Privatkreditplattformen
6.4.1. Die Kreditwürdigkeitsprüfung bei SMAVA
6.4.2. Die Kreditwürdigkeitsprüfung bei AUXMONEY
6.5. Internationale Portale und deren wichtigste Charakteristika
6.6. Die Nutzer der Privatkreditplattformen
6.6.1. Die Kreditnehmer
6.6.2. Die Kreditgeber
6.7. Vor- und Nachteile der Kreditaufnahme über Privatkreditplattformen für Kleinunternehmer
7. Risiken und Sicherheiten
7.1. Anwendung der Principal-Agent-Theorie auf die Kreditvergabe über Privatkreditplattformen
7.2. Mittel zur Begegnung von Kreditrisiken bei der Kreditvergabe über Privatkreditplattformen
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Privatkreditplattformen als ergänzende oder alternative Finanzierungsquelle für Kleinunternehmer. Ziel ist es, die Eignung und die Risiken dieses Modells im Vergleich zu traditionellen Bankfinanzierungen, insbesondere vor dem Hintergrund restriktiver Kreditvergabepraktiken und aufsichtsrechtlicher Anforderungen wie Basel II und Basel III, zu bewerten.
3.2.1. Die kurzfristige Fremdfinanzierung über Banken
Ein zentrales Instrument der kurzfristigen Fremdfinanzierung und nach SCHIELKE die „Basis für eine breite Geschäftsbeziehung zur Hausbank“ ist der Kontokorrentkredit. Er erlaubt innerhalb des genehmigten Kreditrahmens unregelmäßige Kontoverfügungen und kann somit in Anpassung an die aktuelle Liquiditätslage des Unternehmens in Anspruch genommen werden, wodurch er beispielsweise einen Ausgleich von saisonalen Zahlungsschwankungen oder das Beheben von kurzfristig auftretenden Liquiditätsengpässen ermöglicht und somit ein hohes Maß an Flexibilität bietet. Obgleich diese „genehmigte Überziehung“ eine wichtige Finanzierungsform darstellt, sollte sie auf Grund der hohen Kosten nur für kurzfristige Zahlungszwecke genutzt werden. ERNST bezeichnet es gar als „ausgesprochen gefährlich“, wichtige, längerfristige Investitionen über den Kontokorrentkredit zu finanzieren, da es sich mit Zinssätzen, die sich je nach Bonität um ca. 12–16 % p. a. bewegen, um eine extrem teure Kreditvariante handele. Der Kontokorrentkredit sollte nach Möglichkeit nicht ganz ausgeschöpft werden, so dass Spielräume zur Nutzung von Skontoabzügen beim Begleichen von Rechnungen vorhanden sind. Eine Variante des Kontokorrentkredits ist der Abrufkredit, bei dem Verfügungen innerhalb eines gewissen Rahmens ebenfalls flexibel zugelassen sind, jedoch konkrete Tilgungsvereinbarungen bestehen. Werden kurzfristige Kredite gegen Verpfändung beweglicher Gegenständen vergeben, wird dies als Lombardkredit bezeichnet.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Finanzierung von Kleinunternehmen ein und stellt das Konzept von Privatkreditplattformen als mögliche Alternative vor.
2. Begriffliche Abgrenzung des Kleinunternehmers: Das Kapitel definiert den Begriff des Kleinunternehmers anhand von qualitativen und quantitativen Kriterien, wie sie in Gesetzgebung und Literatur üblich sind.
3. Finanzierungsmöglichkeiten für Kleinunternehmen und Finanzierungssituation: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene kurz- und langfristige Fremdfinanzierungsinstrumente sowohl innerhalb als auch außerhalb des klassischen Bankensektors.
4. Bedeutung und Problematik der Finanzierung über Bankkredite für Kleinunternehmen: Das Kapitel analysiert die dominierende Rolle der Hausbank und beleuchtet die Schwierigkeiten für Kleinunternehmer durch regulatorische Einflüsse (Basel II/III) und strenge Prüfverfahren.
5. Begriffliche Abgrenzung und Einordnung des Privatkredits: Hier wird der Begriff des Privatkredits definiert und von anderen Online-Kreditformen abgegrenzt sowie betriebswirtschaftlich eingeordnet.
6. Verschiedene Privatkreditplattformen und ihre Funktionsweisen: Dieses umfangreiche Kapitel beschreibt detailliert die Funktionsweisen von Plattformen wie SMAVA und AUXMONEY, analysiert deren Bonitätsprüfungen und vergleicht sie mit internationalen Anbietern.
7. Risiken und Sicherheiten: Das Kapitel wendet die Principal-Agent-Theorie auf das P2P-Lending an und erörtert Risikomanagement-Strategien wie Anlegerpools oder Zertifikate.
8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Kreditaufnahme über Privatkreditplattformen als sinnvolle, wenn auch nur ergänzende Finanzierungsalternative für Kleinunternehmer.
Kleinunternehmen, Privatkredit, P2P Lending, Finanzierung, Bankkredit, Bonitätsprüfung, SMAVA, AUXMONEY, Basel II, Principal-Agent-Theorie, Liquidität, Zinsrisiko, Factoring, Außenfinanzierung, Investition.
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Finanzierung von Kleinunternehmen durch Privatkreditplattformen, insbesondere im Vergleich zur klassischen Bankenfinanzierung.
Die zentralen Themen umfassen die Finanzierungssituation kleiner Unternehmen, die Funktionsweise von P2P-Plattformen, Methoden der Bonitätsprüfung und das Risikomanagement bei dieser Finanzierungsform.
Ziel ist es zu klären, inwieweit die Kreditaufnahme über Privatkreditplattformen eine tragfähige Alternative oder ergänzende Finanzierungsmöglichkeit für kleine und mittelständische Unternehmen darstellt.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, die Untersuchung von Unternehmensdaten der Plattformen und die Anwendung ökonomischer Theorien (wie der Principal-Agent-Theorie) zur Analyse des Kreditvergabeprozesses.
Der Hauptteil analysiert die gängigen Finanzierungswege, die spezifischen Abläufe bei deutschen P2P-Plattformen (SMAVA/AUXMONEY), die damit verbundenen Risiken sowie die Auswirkungen regulatorischer Rahmenbedingungen wie Basel III.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kleinunternehmen, Privatkredit, P2P Lending, Bonitätsprüfung und Finanzierungsalternative charakterisieren.
SMAVA führt eine verpflichtende Identitäts- und Bonitätsprüfung (via SCHUFA) durch, während AUXMONEY auf freiwillige Zertifikate setzt, bei denen der Kreditnehmer selbst entscheidet, welche Bonitätsdaten er gegen Gebühr offenlegen möchte.
Sie hilft zu erklären, welche Informationsasymmetrien zwischen Kreditnehmer (Agent) und Anleger (Prinzipal) bestehen – etwa bei der Verwendung des Kreditbetrags – und wie die Plattformen versuchen, diese durch Screening- und Signalling-Mechanismen zu reduzieren.
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