Magisterarbeit, 2011
119 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1 Einleitung
2 Öffentlichkeit und ihre demokratietheoretische Einordnung
2.1 Begriff und Bedeutung von Öffentlichkeit
2.2 Öffentlichkeit in modernen Gesellschaften
2.2.1 Binnenstruktur von Öffentlichkeit
2.2.1.1 Akteure in der Öffentlichkeit und ihre Rollen
2.2.1.2 Öffentlichkeitsebenen
2.2.1.3 Arenatheoretische Implikationen
2.2.1.4 Chancen, Grenzen und Risiken durch das Internet
2.2.2 Definition von Öffentlichkeit in modernen Gesellschaften
2.3 Normativ bewertete Funktionen von Öffentlichkeit
2.3.1 Das liberal-repräsentative Modell
2.3.2 Das deliberative Modell
3 Öffentlichkeits-, Identitäts- und Demokratiedefizit der EU
3.1 Herausforderungen und Ziele der europäischen Integration
3.2 Legitimität politischer Systeme jenseits der Staatlichkeit
3.3 Das Trilemma und seine mögliche Auflösung
4 Europäische Öffentlichkeit
4.1 Grundlegende Aspekte
4.1.1 Historische Entwicklungslinien
4.1.2 Modellvorstellungen europäischer Öffentlichkeit
4.1.3 Konstitutionsbedingungen
4.2 Existenz, Form und Ausmaß
4.2.1 Europäische Medienöffentlichkeit
4.2.1.1 Europäische Medien
4.2.1.2 Europäisierung nationaler Medien
4.2.1.2.1 Themen- und ereigniszentrierte Teilöffentlichkeiten
4.2.1.3 Europäische Öffentlichkeit durch das Internet
4.2.2 Europäische Themen- und Versammlungsöffentlichkeit
4.2.2.1 Kommunikation mit Europa
4.2.2.2 Kommunikation über Europa
5 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht das sogenannte europäische Trilemma, bestehend aus Öffentlichkeits-, Identitäts- und Demokratiedefizit, und hinterfragt kritisch, inwiefern die europäische Integration sowie die Entwicklung einer europäischen Öffentlichkeit dieses Legitimationsproblem der Europäischen Union adressieren können.
A. Das Demokratiedefizit
Obwohl ihre Vorgängerinstitutionen von Anfang an ausdrücklich als Elitenprojekte konzipiert waren (vgl. Lepsius 1999, 206f), beruht die EU auf dem Grundsatz der repräsentativen Demokratie (vgl. Art. 9 bis Art. 12 EUV). Hinsichtlich ihrer tatsächlichen Ausgestaltung muss sich die EU seit Mitte der 1980er Jahre jedoch den Vorwurf eines Demokratiedefizits gefallen lassen. Worin liegt diese Kritik begründet?
Im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Debatte steht vor dem Hintergrund eines repräsentativen Demokratieverständnisses das Europäische Parlament (Kantner 2004, 68). Kritik des Parlamentarismusdefizits folgt sowohl einer input-zentrierten, einer prozeduralen einer output-zentrierten Argumentation und letztlich in dem Vorwurf einer „fehlende[n] Identität von Regierenden und Regierten“ (Tobler 2010, 61) mündet.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die wissenschaftliche Debatte um das Legitimationsproblem der EU ein und skizziert das europäische Trilemma als zentralen Untersuchungsgegenstand.
2 Öffentlichkeit und ihre demokratietheoretische Einordnung: Das Kapitel definiert den Begriff der Öffentlichkeit aus analytisch-deskriptiver Sicht und beleuchtet deren normative Funktionen in einem demokratischen System.
3 Öffentlichkeits-, Identitäts- und Demokratiedefizit der EU: Dieser Abschnitt erörtert die Herausforderungen der europäischen Integration und analysiert, warum die Legitimität politischer Systeme jenseits des Nationalstaats problematisch ist.
4 Europäische Öffentlichkeit: Hier erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Existenz, Form und Ausmaß einer europäischen Öffentlichkeit unter Einbeziehung von Medienanalysen und der Rolle des Internets.
5 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und bewertet die Möglichkeiten einer Auflösung des Trilemmas durch die Stärkung europäischer Öffentlichkeitsstrukturen.
Europäische Union, Öffentlichkeit, Demokratiedefizit, Identitätsdefizit, europäische Integration, Medienöffentlichkeit, Europäisierung, Internet, politische Legitimation, Partizipation, Deliberation, Kommunikation, Zivilgesellschaft, Europäisches Parlament, Trilemma.
Die Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen der Europäischen Union, dem Vorwurf mangelnder demokratischer Legitimität und der Rolle der Öffentlichkeit bei der Identitätsbildung in Europa.
Die Themenfelder umfassen Demokratietheorie, die Binnenstruktur von Öffentlichkeit (einschließlich Medien und Internet) sowie die spezifischen Integrationsprobleme der EU.
Ziel ist es, das sogenannte europäische Trilemma zu analysieren und zu prüfen, ob die Entwicklung einer europäischen Öffentlichkeit einen Beitrag zur Lösung des Legitimationsproblems der EU leisten kann.
Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie der Auswertung aktueller empirischer Studien zu Medien- und Kommunikationsstrukturen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Öffentlichkeitsbegriffs, die Analyse der EU-spezifischen Legitimationsprobleme und eine detaillierte Untersuchung der Ausprägungen europäischer Öffentlichkeit durch traditionelle Medien und das Internet.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Europäisierung, Öffentlichkeit, Demokratiedefizit, Legitimation und Identität.
Der Autor untersucht das Internet als ambivalenten Raum, der zwar Barrieren abbaut und Partizipation theoretisch ermöglicht, jedoch auch zur Fragmentierung und zu neuen Exklusionsmechanismen führen kann.
Kritiker bemängeln insbesondere die starke nationale Prägung der Medienberichterstattung, das Fehlen einer gemeinsamen europäischen Sprache und das Desinteresse der großen Massenmedien an einer tiefergehenden europapolitischen Vermittlung.
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