Diplomarbeit, 2011
99 Seiten, Note: 2,0
1. Problemstellung
2. Grundlagen zur Konzernrechnungslegung nach IFRS
2.1 Zwecke des Konzernabschlusses nach IFRS
2.2 Theoretische Konzeptionen des Konzernabschlusses
2.3 Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses
2.4 Abgrenzung des Konsolidierungskreises
3. Bilanzielle Abbildung von Änderungen der Beteiligungsverhältnisse im IFRS-Konzernabschluss
3.1 Grundlagen zur Übergangskonsolidierung nach IFRS
3.1.1 Definition und Zweck der Übergangskonsolidierung
3.1.2 Ursachen und Zeitpunkt der Übergangskonsolidierung
3.1.3 Ableitung der Grundsätze der Übergangskonsolidierung
3.1.3.1 Grundsätze der IFRS-Rechnungslegung
3.1.3.2 Grundsätze der Konsolidierung nach IFRS
3.1.3.3 Grundsätze der Übergangskonsolidierung
3.1.4 Vorgehen bei der Übergangskonsolidierung
3.2 Abwärtskonsolidierung einer Mehrheitsbeteiligung mit Statuswechsel
3.2.1 Übergang von der Vollkonsolidierung zur At-Equity-Bilanzierung
3.2.1.1 Anwendung der Equity-Methode nach IAS 28
3.2.1.2 Teilweise Endkonsolidierung der abgehenden Anteile
3.2.1.2.1 Beendigung der Kapitalkonsolidierung
3.2.1.2.2 Beendigung der Schuldenkonsolidierung
3.2.1.2.3 Beendigung der Aufwands- und Ertragskonsolidierung
3.2.1.2.4 Beendigung der Zwischenergebniseliminierung
3.2.1.3 Bestimmung des Zugangswertes der Restbeteiligung
3.2.1.4 Berechnungsschema des Übergangskonsolidierungserfolgs
3.2.1.5 Beispielsachverhalt
3.2.2 Übergang von der Vollkonsolidierung zur Bilanzierung der Beteiligung nach IAS 39
3.2.2.1 Bilanzierung nach IAS 39
3.2.2.2 Grundsätzliche Vorgehensweise
3.2.3 Übergang von der Equity-Methode zur Bilanzierung der Beteiligung nach IAS 39
3.3 Aufwärtskonsolidierung einer Mehrheitsbeteiligung mit Statuswechsel
3.3.1 Wechsel von der At-Equity-Bilanzierung zur Vollkonsolidierung
3.3.1.1 Vollkonsolidierung
3.3.1.2 Grundsätzliche Vorgehensweise
3.3.1.3 Beispielsachverhalt
3.3.2 Wechsel von der Bilanzierung der Beteiligung nach IAS 39 zur At-Equity-Bilanzierung
3.3.2.1 Tranchenweise Übergangskonsolidierung
3.3.2.2 Einheitliche Übergangskonsolidierung
3.3.2.3 Übergangskonsolidierung unter Beachtung der Charakterisierung der Equity-Methode als Bewertungsmethode
3.3.3 Wechsel von der Bilanzierung der Beteiligung nach IAS 39 zur Vollkonsolidierung
3.4 Übergangskonsolidierung ohne Statuswechsel
3.4.1 Tochterunternehmen
3.4.1.1 Grundlagen
3.4.1.2 Aufstockung von Mehrheitsbeteiligungen
3.4.1.3 Abstockung von Mehrheitsbeteiligungen
3.4.2 Assoziierte Unternehmen
3.4.3 Finanzinstrumente
4. Ausweis der Übergangskonsolidierung im Konzernabschluss
5. Kritische Würdigung
6. Thesenförmige Zusammenfassung
Die Arbeit analysiert die bilanziellen Auswirkungen der Übergangskonsolidierung bei Änderungen von Beteiligungsverhältnissen im IFRS-Konzernabschluss unter Berücksichtigung der Neufassungen von IFRS 3 und IAS 27. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie diese Änderungen sachgerecht abgebildet werden können, um die Vergleichbarkeit und Transparenz von Abschlussinformationen zu erhöhen.
3.1.1 Definition und Zweck der Übergangskonsolidierung
Als Übergangskonsolidierung bezeichnet man alle Konsolidierungsmaßnahmen, die durchgeführt werden müssen, wenn sich die Einflussmöglichkeiten auf das bereits einbezogene Unternehmen derart ändern, dass es zu einem Statuswechsel mit daraus folgendem Kontrollverlust bzw. Kontrollerwerb innerhalb der Stufenkonzeption kommt und als Konsequenz auf eine andere Konsolidierungsform gewechselt werden muss.
Abhängig davon, ob das Mutterunternehmen aufgrund ändernden Beteiligungskonstellationen einen wachsenden oder sinkenden Einfluss auf das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, unterscheidet man zwischen zwei Formen der Übergangskonsolidierung, zum einem ist es die Aufwärtskonsolidierung und zum anderen die Abwärtskonsolidierung.
Bei Aufwärtskonsolidierung handelt es sich um Anteilserwerbe an bereits bestehenden Beteiligungen, die nicht in einem Schritt, sondern über einen längeren Zeitraum in mehreren Teilschritten erfolgen mit der Konsequenz, dass eine einfache Beteiligung oder ein assoziiertes Unternehmen zum Tochterunternehmen wird.
Von einer Abwärtskonsolidierung spricht man, wenn ein Tochterunternehmen aufgrund von Teilveräußerungen von Beteiligungen und einhergehendem Verlust der Beherrschungsmöglichkeit aus dem Vollkonsolidierungskreis ausscheidet und somit entweder als assoziiertes Unternehmen oder als einfache Beteiligung eingestuft wird. Gleiches gilt für den Sachverhalt, wenn Anteile an einem assoziierten Unternehmen verkauft werden mit der Konsequenz, dass es zum Wechsel der Konsolidierungs- bzw. Bewertungsmethode kommt.
1. Problemstellung: Einleitung in die Thematik der Übergangskonsolidierung vor dem Hintergrund des IFRS-Konvergenzprojekts und der damit verbundenen Regelungslücken.
2. Grundlagen zur Konzernrechnungslegung nach IFRS: Darstellung der theoretischen Basis, Zwecke des Konzernabschlusses und die Abgrenzung des Konsolidierungskreises.
3. Bilanzielle Abbildung von Änderungen der Beteiligungsverhältnisse im IFRS-Konzernabschluss: Detaillierte Analyse der Übergangskonsolidierung bei Statuswechseln sowie bei Auf- und Abstockungen unter Anwendung von IFRS 3 und IAS 27.
4. Ausweis der Übergangskonsolidierung im Konzernabschluss: Erläuterung der Anforderungen an den Ausweis und die Anhangangaben zur Übergangskonsolidierung.
5. Kritische Würdigung: Kritische Auseinandersetzung mit den neuen Regelungen hinsichtlich Komplexität, bilanzpolitischem Gestaltungspotenzial und theoretischer Konsistenz.
6. Thesenförmige Zusammenfassung: Kompakte Darstellung der wichtigsten Ergebnisse und Schlussfolgerungen der Arbeit.
Übergangskonsolidierung, IFRS 3, IAS 27, Konzernabschluss, Aufwärtskonsolidierung, Abwärtskonsolidierung, At-Equity-Bilanzierung, Vollkonsolidierung, Fair Value, Statuswechsel, Kapitalkonsolidierung, Goodwill, Anteilsveräußerung, Anteilserwerb, Stufenkonzeption.
Die Arbeit befasst sich mit der bilanziellen Behandlung von Änderungen in den Beteiligungsverhältnissen im Konzernabschluss nach IFRS.
Die zentralen Themen umfassen die Übergangskonsolidierung, den Statuswechsel zwischen verschiedenen Konsolidierungsmethoden sowie die Auf- und Abstockung von Beteiligungen.
Ziel ist die detaillierte Darstellung und Analyse der neuen Regelungen zur Übergangskonsolidierung gemäß IFRS 3 und IAS 27, um zu prüfen, inwieweit diese die bestehenden Regelungslücken schließen.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse der IFRS-Standards in Verbindung mit einer Auswertung der relevanten Fachliteratur sowie die Veranschaulichung durch Rechenschemata und Beispielsachverhalte.
Im Hauptteil werden verschiedene Szenarien der Übergangskonsolidierung (Aufwärts- und Abwärtswechsel, Übergang ohne Statuswechsel) sowie deren bilanzielle Abbildung und Dokumentation ausführlich erörtert.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Übergangskonsolidierung, IFRS 3, IAS 27, Vollkonsolidierung, At-Equity-Bilanzierung und Fair-Value-Bewertung.
Die Komplexität resultiert aus der Notwendigkeit, bei Beteiligungsänderungen den Übergang zwischen verschiedenen Konsolidierungsmethoden unter Einhaltung des Kongruenzprinzips korrekt abzubilden.
Die Aufwärtskonsolidierung (Erlangung der Kontrolle) folgt der Erwerbsmethode (IFRS 3), während die Abwärtskonsolidierung (Verlust der Kontrolle) eine Endkonsolidierung der bisherigen Methode und eine Neubewertung der Restbeteiligung (IAS 27) erfordert.
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