Diplomarbeit, 2007
89 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
2 Theorieteil
2.1 Unterscheidung postpartaler psychischer Erkrankungen
2.1.1 Das postpartale Stimmungstief
2.1.2 Die Wochenbettdepression
2.1.3 Die Wochenbettpsychose
2.2 Die postpartale Depression
2.2.1 Die postpartale Depression – eine Sonderform der Depression?
2.2.2 Welche Faktoren begünstigen eine postpartale Depression?
2.2.3 Biochemische Modellvorstellung zur Entstehung postpartaler Depressionen
2.2.3.1 Funktionen des Hormons Progesteron
2.2.3.2 Hormonelle Veränderungen während des Reproduktionszyklus
2.2.3.3 Hormone als Auslöser postpartaler Depressionen
2.2.4 Psychodynamische Erklärungsansätze
2.2.5 Psychosoziale Betrachtungsweisen
2.2.6 Zusammenfassung
3 Die Kaiserschnittgeburt
3.1 „Notausgang“ ins Leben
3.2 Die GEK-Kaiserschnitt-Studie
3.3 Trauma durch Sectio - körperliche und psychische Folgen
4 Untersuchungsannahmen
5 Methodenteil
5.1 Aufbau des Fragebogens
5.1.1 Fragen zur Schwangerschaft und Geburt
5.1.2 Angewandte psychologische Tests
5.2 Beschreibung der Stichprobe
5.3 Methodische Vorgehensweise
6 Ergebnisse
6.1 Auswertung der demographischen Daten
6.2 Geburtsmodus und erinnertes Schwangerschafts- und Geburtserleben
6.3 Geburtsmodus und körperliche und psychische Folgeerscheinungen
6.4 Geburtsmodus und postpartale psychische Beschwerden
6.4.1 Geburtsmodus und Wochenbettdepression
6.4.2 Geburtsmodus und postpartale Depression sowie Zustandsangst
6.5 Frühere psychische Erkrankungen und Geburtsmodus sowie postpartale psychische Beschwerden
6.6 Persönlichkeitsfaktoren und Geburtsmodus
6.7 Persönlichkeitsfaktoren und Wochenbettdepression bzw. postprtale Depression
6.8 Geburtsmodus und körperliches und sexuelles Empfinden
7 Diskussion
7.1 Geburtsmodus und Schwangerschafts- bzw. Geburtserinnerungen
7.2 Geburtsmodus und postpartale körperliche sowie psychische Folgeerscheinungen
7.3 Geburtsmodus und postpartale Depressionen sowie postpartale Ängste
8 Resümee und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das psychische Befinden von Frauen nach einer Geburt unter besonderer Berücksichtigung des Geburtsverlaufes, insbesondere der Schnittentbindung. Das primäre Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen Geburtsmodus und postpartalen psychischen Beschwerden, wie Depressionen und Ängsten, zu analysieren und dabei auch psychosoziale Faktoren sowie die Bedeutung der subjektiven Geburtserfahrung zu beleuchten.
„Notausgang“ ins Leben
Die Geburt eines Kindes - die „Krönung des Weiblichen“, so lautet eine der vielen Meinungen (Hesse, 2005), die dieses Ereignis beschreiben. Während es auf der einen Seite die Faszination und Besonderheit dieses Erlebnisses hervorhebt, birgt es auf der anderen Seite einen enormen Anspruch in sich. Dieser kann unter Umständen dazu führen, dass das eigentlich „Natürliche“ von Sorgen und Ängsten geprägt ist und sich manche Frau unter Druck gesetzt fühlt. Sie möchte sowohl dem Anspruch des in der Gesellschaft vorherrschenden Bildes einer „perfekten Geburt“ genügen, als auch dem Neugeborenen einen guten Start ins Leben bieten. In unserer Zeit der Informationsflut und Technisierung versucht sie sich gegen alle Eventualitäten, die diesem Anspruch entgegenwirken, abzusichern und verliert dabei viel zu oft die Wahrnehmung ihres eigenen Körpers.
Sie plant alles bis ins letzte Detail und muss spätestens zur Geburt erkennen, dass dieser elementare Vorgang nur schwer zu kontrollieren ist. Oft kann es unter der Geburt zu Komplikationen kommen, die nur sehr wenig Zeit für Entscheidungen und Vorbereitungen lassen. Ein Grund kann ein auftretender Geburtstillstand sein, der einen Kaiserschnitt unumgänglich macht und den eigentlich „weiblichsten“ und „natürlichsten“ Vorgang in einer Notoperation enden lässt. Spätestens nach einer solchen Geburt schwanken die Gedanken der Frauen zwischen dem medizinisch nötigen und lebensrettenden Eingriff als solchen und der eigenen Wahrnehmung als ohnmächtiges Opfer, ohne Kontrolle und Abwehrmöglichkeiten (Bloemke, 2003).
Einleitung: Die Einleitung motiviert die Themenwahl durch persönliche Erfahrungen und die steigende Kaiserschnittrate, mit dem Ziel, das psychische Befinden von Müttern nach der Geburt sensibel zu betrachten.
Theorieteil: Dieser Abschnitt differenziert verschiedene postpartale psychische Erkrankungen und diskutiert biologische, psychodynamische sowie psychosoziale Erklärungsmodelle zur Entstehung postpartaler Depressionen.
Die Kaiserschnittgeburt: Hier wird der Kaiserschnitt als Geburtsform kritisch analysiert, wobei zwischen medizinischen Notwendigkeiten und der subjektiven Wahrnehmung von Müttern differenziert wird.
Untersuchungsannahmen: Dieser Teil leitet basierend auf der Literaturrecherche die konkreten Fragestellungen und Hypothesen der vorliegenden Vergleichsstudie ab.
Methodenteil: Die methodische Vorgehensweise wird beschrieben, einschließlich des Aufbaus des Fragebogens und der verwendeten psychologischen Testverfahren zur Erfassung von Persönlichkeitsmerkmalen und Depressionswerten.
Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die statistischen Daten analysiert, um die Hypothesen zur Beziehung zwischen Geburtsmodus, psychischem Befinden und Persönlichkeitsfaktoren zu überprüfen.
Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, wobei die Rolle der Aufklärung, der interprofessionellen Zusammenarbeit und die Bedeutung subjektiver Erfahrungen hervorgehoben werden.
Resümee und Ausblick: Abschließend wird festgehalten, dass ein sensibler Umgang mit dem Geburtsverlauf entscheidend für das psychische Wohlbefinden von Müttern ist, wobei für zukünftige Forschung Längsschnittstudien empfohlen werden.
Postpartale Depression, Wochenbettdepression, Kaiserschnittgeburt, Sectio, Geburtserleben, Mutter-Kind-Bindung, Psychische Gesundheit, Schwangerschaft, Traumatisierung, Persönlichkeitsfaktoren, Neurotizismus, Psychosoziale Faktoren, Bindung, Wochenbett, Geburtsmodus.
Die Arbeit befasst sich mit der psychischen Situation von Müttern nach der Geburt eines Kindes und untersucht, ob der Geburtsverlauf – insbesondere der Kaiserschnitt – einen Einfluss auf das postpartale psychische Befinden hat.
Die Schwerpunkte liegen auf der Unterscheidung postpartaler psychischer Erkrankungen, der Analyse der Kaiserschnittgeburt, der Rolle von Persönlichkeitsfaktoren sowie der Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Geburtsmodus und psychischen Folgeerscheinungen.
Das Ziel ist es, Aussagen über mögliche körperliche und psychische Folgen einer Schnittentbindung zu treffen, um einen Beitrag für einen künftig sensibleren Umgang mit dieser Geburtsform durch medizinisches Personal und Familien zu leisten.
Der Autor nutzte einen selbst erstellten Fragebogen, der durch wissenschaftlich anerkannte Tests wie das NEO-Fünf-Faktoren-Inventar (NEO-FFI), die Allgemeine Depressionsskala (ADS-K), das State-Trait-Angstinventar (STAI) und den Fragebogen zur Beurteilung des eignen Körpers (FBeK) ergänzt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden Theorieteil über postpartale Erkrankungen und Kaiserschnittgeburten, gefolgt vom Methodenteil, der Ergebnisdarstellung der Studie und einer ausführlichen Diskussion der Erkenntnisse.
Zu den prägenden Begriffen zählen postpartale Depression, Wochenbettdepression, Kaiserschnitt, Geburtserleben, Bindung, psychische Gesundheit und Persönlichkeitsfaktoren.
Die Arbeit zeigt, dass nicht der Geburtsverlauf als objektiver medizinischer Vorgang allein, sondern die individuell negative Bewertung des Geburtsgeschehens ein wesentlicher Faktor für psychische Belastungen nach der Geburt sein kann.
Die Studie konnte keinen signifikanten Nachweis erbringen, dass frühere psychische Erkrankungen direkt mit dem Geburtsmodus oder der Häufigkeit postpartaler Depressionen in der untersuchten Stichprobe korrelieren.
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