Diplomarbeit, 2011
83 Seiten, Note: 1,6
1. Einleitung
2. Die Blechtrommel – der erste Roman der „Danziger Trilogie“
2.1. Der lange Weg – die Entstehung des Romans
2.2. Die Erzählsituation im Roman – der Ich-Erzähler Oskar Matzerath
2.3. Die Gattung der Blechtrommel
3. Die Verfilmung von Die Blechtrommel
3.1. Die Entstehung des Films
3.2. Über Literaturverfilmungen im Allgemeinen
3.3. Die Erzählsituation im Film und die Figur des Oskar Matzerath
4. Die Beziehungen zwischen Oskar und den Frauen im Roman
4.1. Oskar und seine weiblichen Familienmitglieder
4.1.1. Oskar und seine Großmutter Anna Bronski (Koljaiczek)
4.1.2. Oskar und seine Mutter Agnes Matzerath (Koljaiczek)
4.2. Oskar und seine Geliebten
4.2.1. Oskar und Maria Matzerath (Truczinski)
4.2.2. Oskar und Lina Greff
4.2.3. Oskar und Roswitha Raguna
5. Die Beziehungen zwischen Oskar und den Frauen im Film
5.1. Oskar und seine weiblichen Familienmitglieder
5.1.1. Oskar und seine Großmutter Anna Bronski (Koljaiczek)
5.1.2. Oskar und seine Mutter Agnes Matzerath (Koljaiczek)
5.2. Oskar und seine Geliebten
5.2.1. Oskar und Maria Matzerath (Truczinski)
5.2.2. Oskar und Lina Greff
5.2.3. Oskar und Roswitha Raguna
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung von Frauengestalten im Roman „Die Blechtrommel“ von Günter Grass und der gleichnamigen Verfilmung von Volker Schlöndorff. Ziel ist es, die spezifischen Beziehungen Oskars zu diesen Frauen zu analysieren und dabei Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten zwischen der literarischen Vorlage und ihrer filmischen Umsetzung herauszuarbeiten, wobei Motive und Symbolik im Zentrum stehen.
4.1.1. Oskar und seine Großmutter Anna Bronski (Koljaiczek)
„Ich beginne weit vor mir; denn niemand sollte sein Leben beschreiben, der nicht die Geduld aufbringt, vor dem Datieren der eigenen Existenz wenigstens der Hälfte seiner Großeltern zu gedenken“ (12) – so beginnt Oskar seine Erinnerungen und stellt dem Leser seine Großmutter mütterlicherseits vor.
Sie, im Jahre 1899, saß in ihren Röcken auf einem Kartoffelacker, hinter einem Kartoffelfeuer. Oskar, da er dem Kapitel den Titel ››Der weite Rock‹‹ gegeben hat, weiss, „was ich diesem Kleidungsstück schuldig bin“. (B. S. 13.) Er beschreibt diese Röcke so:
Meine Großmutter trug nicht nur einen Rock, vier Röcke trug sie übereinander. Nicht etwa, dass sie einen Ober- und drei Unterröcke getragen hätte; vier sogenannte Oberröcke trug sie, ein Rock trug den nächsten, sie aber trug alle vier nach einem System, das die Reihenfolge der Röcke von Tag zu Tag veränderte. […] Die Röcke meiner Großmutter Anna Bronski bevorzugten alle denselben kartoffelfarbenen Wert. Die Farbe muß ihr gestanden haben. […] Wenn sie sich setzte, versammelte sie ihre Röcke um sich. (13 f.)
Die Großmutter besaß noch einen fünften Rock, der keinen Unterschied zu den anderen aufwies. Der fünfte Rock war immer ein anderer Rock. „Denn Röcke sind männlicher Natur“(14) sagt Oskar über sie. Was bedeuten aber diese vier (fünf) Röcke, die seine Großmutter trug?
1. Einleitung: Vorstellung des Themas, der beiden Werke und Zielsetzung der Arbeit.
2. Die Blechtrommel – der erste Roman der „Danziger Trilogie“: Erläuterung der Entstehungsgeschichte, der Erzählsituation und der Gattung des Romans.
3. Die Verfilmung von Die Blechtrommel: Analyse der Entstehung des Films, filmtheoretische Einordnung und Besonderheiten der filmischen Erzählsituation.
4. Die Beziehungen zwischen Oskar und den Frauen im Roman: Detaillierte Untersuchung von Oskars Bindungen zu seinen Familienmitgliedern und Geliebten im literarischen Kontext.
5. Die Beziehungen zwischen Oskar und den Frauen im Film: Untersuchung der gleichen Beziehungen unter Berücksichtigung der filmischen Adaption und Darstellung.
6. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen zum Vergleich von Roman und Film.
Günter Grass, Die Blechtrommel, Volker Schlöndorff, Oskar Matzerath, Literaturverfilmung, Erzählsituation, Frauengestalten, Pikaroroman, Symbolik, Identität, Kindheit, Erwachsenenwelt, Motivkomplex, Danziger Trilogie, Familienbeziehungen.
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Oskar Matzerath zu den zentralen Frauenfiguren sowohl im Roman „Die Blechtrommel“ von Günter Grass als auch in der Verfilmung von Volker Schlöndorff.
Zentral sind die Darstellung von Weiblichkeit, die Symbolik der Frauenfiguren sowie die Unterschiede zwischen literarischer und filmischer Erzählweise.
Das Ziel ist es, die spezifischen Rollen und Bedeutungen der Frauen (Großmutter, Mutter, Geliebte) in Oskars Leben aufzuzeigen und die Transformation dieser Rollen bei der Verfilmung zu analysieren.
Es handelt sich um eine vergleichende Literatur- und Filmanalyse, gestützt auf fachwissenschaftliche Sekundärliteratur und die direkte Interpretation der Primärquellen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Familienmitglieder (Anna Bronski, Agnes Matzerath) und der Geliebten (Maria Matzerath, Lina Greff, Roswitha Raguna), jeweils getrennt nach Roman und Film.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Günter Grass, Die Blechtrommel, Oskar Matzerath, Literaturverfilmung, Erzählsituation und Frauenfiguren definieren.
Die Röcke symbolisieren für Oskar einen Ort des Asyls, der Geborgenheit und des ungeborenen Zustands, in den er sich als Protest gegen die Erwachsenenwelt zurücksehnt.
Im Film wird stärker betont, dass Roswitha kein Deutsch versteht, und ihr südlicher, leidenschaftlicher Charakter wird durch visuelle Mittel und Musik besonders hervorgehoben.
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