Examensarbeit, 2010
115 Seiten, Note: 2,0
I. Einleitung
1. Bedeutung des Themas ‚Interesse‘
2. Fragestellungen
II. Theoretischer Hintergrund
1. Definitionen von ‚Interesse‘ und Abgrenzung zu ‚Motivation‘
1.1 Definitionen von ‚Interesse‘
1.2 Unterscheidung von ‚Motivation‘ und ‚Interesse‘
2. Entstehung und Entwicklung von ‚Interesse‘
2.1 Theorien der Interessengenese
2.2 Beginn der Interessensentwicklung
2.3 Entstehung von individuellen Interessen
3. Zusammenhang von ‚Interesse‘ und Selbstkonzept
4. ‚Interesse‘ im Kontext von Lehren und Lernen
4.1 Lernfortschritt durch emotionalen Kontext
4.2 Interessewecken zur Verbesserung der Unterrichtsqualität
4.3 Vielfältige Interessiertheit als Allgemeinbildung
4.4 Interessen entwickeln als Bildungs- und Erziehungsauftrag der Bayerischen Grundschule
5. ‚Interesse‘ im Rahmen des Heimat- und Sachunterrichts
5.1 Allgemeine Voraussetzungen des Faches
5.2 Voraussetzungen des Faches in Bezug auf ‚Interesse‘
6. Interessen von Kindern in der Grundschule
6.1 Soziokulturelle Einflussfaktoren auf Interessen der Kinder
6.2 Studien nach Hartinger und Fölling-Albers
6.3 Ergebnisse der KIM-Studie zu Interessen
6.4 Interessenunterschiede zwischen Mädchen und Jungen in den Naturwissenschaften
7. Unterricht, der Interessen fördert
7.1 Allgemeine Merkmale eines interessenorientierten Unterrichts
7.2 Erfahrungs- und Problemorientierung
7.3 Kellers ARZZ –Modell
7.4 Rückmeldung und Leistungsbeurteilung
7.5 Offene Lernsituationen
7.6 Selbstgesteuertes Lernen nach Schiefele & Pekrun und Selbstbestimmungtheorie von Decy & Ryan
III. Studie
1. Hypothesen
1.1 Erweiterung des Verständnisses vom Begriff ‚Interesse‘
1.2 Erwerb einer detaillierten Kenntnis über die eigenen Interessen
1.3 Erwerb einer detaillierten Kenntnis über die Interessen der Mitschülerinnen und Mitschüler
1.4 Vertiefung des Wissens über die eigene Interessensentwicklung
1.5 Finden von Erklärungen zur Wichtigkeit von ‚Interesse‘
2. Methode
2.1 Ort und teilnehmende Personen der Studie
2.2 Beschreibung der Studiendurchführung
2.3 Materialien zur Datengewinnung
2.3.1 Pre- und Posttest
2.3.2 Gruppendiskussion
2.4 Vorgehen bei Datenauswertung
IV. Praxis
1. Lehrplanbezug
1.1 Allgemeine Inhalte aus dem Fachlehrplan des Heimat- und Sachunterrichts
1.2 Inhalte des Heimat- und Sachunterrichts für die Jahrgangsstufe 3
1.3 Fächerübergreifende Inhalte für die Jahrgangsstufe 3
2. Beschreibung der Unterrichtssequenz
2.1 Erste Einheit: „Wir untersuchen unser Interesse“
2.1.1 Ziele
2.1.2 Methodisches Vorgehen
2.1.3 Artikulation
2.2 Zweite Einheit: „Wir machen eine Radiosendung: Die Interessen der Klasse 3a“
2.2.1 Ziele
2.2.2 Methodisches Vorgehen
2.2.3 Artikulation
2.3 Dritte Einheit „Mein Interesse im Laufe meines bisherigen Lebens“
2.3.1 Ziele
2.3.2 Methodisches Vorgehen
2.3.3 Artikulation der Hausaufgabenerklärung
2.3.4 Artikulation der Stunde
2.4 Vierte Einheit: „Wir brauchen unsere Interessen“
2.4.1 Ziele
2.4.2 Methodisches Vorgehen
2.4.3 Artikulation
V. Ergebnisse
1. Erweiterung des Verständnisses vom Begriff ‚Interesse‘
1.1 Ergebnisse bei Pre- und Posttest: Fragebogen 1. Satz: ‚Das Wort Interesse bedeutet …‘
1.2 Ergebnisse der Gruppendiskussion
2. Erwerb einer detaillierten Kenntnis über die eigenen Interessen
2.1 Ergebnisse bei Pre- und Posttest: Fragebogen 2. Satz: ‚Ich interessiere mich für …‘
2.2 Ergebnisse bei Pre- und Posttest: Fragebogen 9. Satz: ‚Heute interessiere ich mich für…‘
3. Erwerb einer detaillierten Kenntnis über die Interessen der Mitschülerinnen und Mitschüler
3.1 Ergebnisse bei Pre- und Posttest: Fragebogen 3. Satz: ‚Meine Mitschülerinnen und Mitschüler interessieren sich für …‘
3.2 Ergebnisse der Gruppendiskussion
4. Vertiefung des Wissens über die eigene Interessensentwicklung
4.1 Ergebnisse bei Pre- und Posttest: Fragebogen 4. Satz: ‚Mein Interesse … seit meiner Geburt‘
4.2 Ergebnisse der Gruppendiskussion
5. Finden von Erklärungen zur Wichtigkeit von ‚Interesse‘
5.1 Ergebnisse bei Pre- und Posttest: 10. Satz: ‚Es ist wichtig interessiert zu sein, weil …‘
6. Zusammenfassung
VI. Diskussion
1. Mängel der Studie
2. Bedeutung der Studie für den Unterricht in der Grundschule
3. Erweiterung des Lehrplans durch Lernziele bezüglich ‚Interesse‘
Das Hauptziel der Arbeit ist es, das Konzept „Interesse“ als festen Bestandteil in den Heimat- und Sachunterricht der dritten Jahrgangsstufe zu integrieren, um das Verständnis der Kinder für ihre eigenen Interessen und die ihrer Mitschüler zu vertiefen sowie die Relevanz von Interessen für Bildung und Selbstkonzept zu verdeutlichen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwiefern eine gezielte Thematisierung des Begriffs und der eigenen Interessensentwicklung das Wissen und das Bewusstsein der Schüler in diesem Bereich erweitern kann.
Zusammenhang von Interesse und Selbstkonzept
Ist eine Lernhandlung von Interesse gekennzeichnet, dann ist diese Handlung mit „positiven Erlebensqualitäten bzw. Gefühlen verknüpft“ (Krapp, 1999, S. 400) und die zugrundeliegenden Ziele sind mit den eigenen Einstellungen und Werten kompatibel, d.h. sie entsprechen dem Selbstkonzept (vgl. a.a.O.). Aber nicht nur beim Lernen besteht eine Verbindung zum Selbstkonzept, sondern auch wenn wir z. B. aufgefordert werden, uns zu beschreiben. Dann nennen wir nicht nur Merkmale wie Geschlecht oder Alter, sondern wir sprechen auch über unsere persönlichen Interessen (vgl. Hannover, 1998, S. 105). Menschen definieren und identifizieren sich also über ihre Interessen.
Interessen können des Weiteren helfen bestimmte Ziele zu erreichen. Das Selbstkonzept beinhaltet nämlich nicht nur unsere derzeitigen Eigenschaften, sondern auch Zielvorstellungen, die wir anstreben. Interessen sind Vermittler zwischen selbstgesetzten Zielen und dem Verhalten einer Person (vgl. Hannover, 1998, S. 110f.).
Außerdem regulieren Interessen unser Selbstwertgefühl. Nach B. Hannover bestimmen die Interessen den Bewertungskontext für die aktuelle Perspektive auf sich selbst. Die Fähigkeiten aus Bereichen, an denen eine Person interessiert ist, werden von ihr als besser eingeschätzt als Kompetenzen aus Bereichen, an denen die Person kein Interesse zeigt. Interessen korrelieren somit stärker mit Selbstbewertungen als mit tatsächlicher Fähigkeit (vgl. Hannover, 1998, S. 112).
I. Einleitung: Diese Einleitung begründet die Relevanz des Themas Interesse und stellt die Forschungsfragen sowie die Zielsetzung der vorliegenden Studie dar.
II. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel liefert die wissenschaftliche Basis, indem es Interessen definiert, von Motivation abgrenzt und ihre Bedeutung für Lernen, Schule und die kindliche Entwicklung erläutert.
III. Studie: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Design der Untersuchung, einschließlich der Hypothesenbildung, des Forschungssettings und der Instrumente zur Datenerhebung.
IV. Praxis: Dieses Kapitel stellt die konkrete Umsetzung des Unterrichtsvorhabens vor, inklusive der Lehrplanbezüge und der detaillierten Artikulationsschemata für die vier Unterrichtseinheiten.
V. Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die aus Pre- und Posttests sowie Gruppendiskussionen gewonnenen Daten analysiert und im Hinblick auf die Hypothesen ausgewertet.
VI. Diskussion: Der abschließende Teil reflektiert die Mängel der Studie, erörtert deren Bedeutung für den Grundschulunterricht und formuliert konkrete Vorschläge zur Erweiterung des Lehrplans.
Interesse, Sachunterricht, Grundschule, Lernmotivation, Interessenentwicklung, Selbstkonzept, Person-Gegenstands-Theorie, Unterrichtsqualität, Selbstbestimmung, Interessengenese, Schülermotivation, Allgemeinbildung, Interessenförderung, Kompetenzerfahrung, Lernbiografie.
Die Arbeit untersucht, wie das Thema „Interesse“ im Heimat- und Sachunterricht der Grundschule systematisch thematisiert und gefördert werden kann.
Die Arbeit beleuchtet die Definition und Abgrenzung von Interesse zur Motivation, die Entstehung von Interessen bei Kindern und die Möglichkeiten, wie Lehrkräfte diese im Unterricht gezielt einbinden können.
Ziel ist es herauszufinden, ob durch eine gezielte Thematisierung das Verständnis der Kinder für ihre eigenen Interessen, deren Entwicklung und die allgemeine Bedeutung von Interesse wächst.
Es wurde ein empirischer Ansatz gewählt, der eine vierstündige Unterrichtssequenz umfasst, evaluiert durch quantitative Pre- und Posttests sowie eine qualitative Gruppendiskussion.
Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche Theoriearbeit, die Methodik der durchgeführten Studie und die detaillierte Darstellung der durchgeführten Unterrichtseinheiten samt der Analyse der daraus resultierenden Daten.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Interesse, Sachunterricht, Lernmotivation, Interessenentwicklung, Selbstkonzept und Grundschule.
Die Arbeit legt dar, dass Kinder sich maßgeblich über ihre Interessen definieren und diese als Vermittler zwischen Zielen und Verhalten fungieren, wodurch sie maßgeblich das Selbstwertgefühl und die Selbstbewertung beeinflussen.
Die Erstellung einer persönlichen Zeitleiste regt Kinder zu einer tiefgehenden Reflexion an, wodurch sie erkennen, dass Interessen dynamisch sind, sich verändern und für ihre eigene Identitätsbildung bedeutsam sind.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

