Bachelorarbeit, 2010
40 Seiten, Note: sehr gut
1 Einleitung
1.1 Hintergrund und Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Methodik
1.4 Struktur
2 Nachhaltige Entwicklung
2.1 Nachhaltigkeit
2.2 Nachhaltige Entwicklung
2.3 Ökologische Nachhaltigkeit
2.4 Soziale Nachhaltigkeit
3 Umweltbewusstsein
3.1 Begriffserklärungen
3.2 Umweltbewusstsein in der empirischen Sozialforschung
3.3 Hindernisse bei der Schaffung von Umweltbewusstsein
3.4 Konzept „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE)
4 Happy Planet Index
4.1 New economics foundation
4.2 Nutzen des HPI
4.3 HPI-Elemente
4.4 Berechnungsmethodik
5 „Bewusst-Sein“ mittels HPI
5.1 „Bewusst-Sein“ mittels HLY
5.2 „Bewusst-Sein“ durch den öF
5.2.1 Förderung der Gestaltungskompetenz
5.3 „Bewusst-Sein“ durch internationalen Ländervergleich
5.3.1 HPI-Ranking
5.3.2 Gewinner des HPI-Rankings
5.4 HPI im Kontext EU und OECD
5.5 Regionale Verwendung des HPI am Beispiel UK/Wales/Caerphilly
6 Grenzen des HPI
7 Kritik am HPI
7.1 Politische Wahrnehmung
8 Schluss
8.1 Ergebnisse
8.2 Ausblick und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potential des Happy Planet Index (HPI) als Instrument zur Bewusstseinsschaffung für eine ökologisch und sozial nachhaltige Entwicklung, indem sie das Modell theoretisch analysiert und mit Anforderungen an moderne Bildungskonzepte vergleicht.
1.1 Hintergrund und Problemstellung
Durch den jahrzehnte langen Fokus auf die wirtschaftliche Entwicklung gemessen und gesteuert durch das Bruttoinlandsprodukt (BIP), wurden ökologisch und sozial nachhaltige Aspekte der gesellschaftlichen Entwicklung ausgeblendet. Seit der industriellen Revolution im 18. Jahrhundert ist das Ziel der Wirtschaft die Überwindung von Knappheit der Güter und Dienstleistungen, um Wohlstand zu ermöglichen. Im 21. Jahrhundert herrscht in den Industriestaaten größtenteils eine Gesellschaft der Überproduktion, wobei kaum noch die Grundidee der Ökonomie verfolgt wird. Die Konzentration auf Konsum und Produktion durch die international einheitliche Sozialproduktrechnung seit den zwanziger Jahren geht sogar so weit, dass natürliche Ressourcen, welche für die Menschen essentiell sind, ausgeschöpft und gefährdet sind.
Das BIP wird zur Bewertung des Lebensstandards herangezogen. Lebenszufriedenheit und -qualität sind allerdings nicht nur vom pro Kopf-Einkommen abhängig. Ganz im Gegenteil stagniert in Ländern mit einem jährlichen BIP über $ 8.000 bis $ 10.000 das Wohlbefinden bei einem BIP-Zuwachs. Dieses Phänomen wird „Easterlin Paradox“ genannt. Sogar der Erfinder der BIP-Formel, Simon Kuznets, hat mit der Formel des BIPs nicht die Messung von Lebensqualität, sondern die Messung der wirtschaftlichen Kraft bezweckt. Vor der Entwicklung des BIPs als Hauptindikator hat er sogar gewarnt. Das Sozialprodukt unterscheidet nicht zwischen produktiven und destruktiven Aktivitäten.
1 Einleitung: Definiert die Problemstellung durch die einseitige Fixierung auf das BIP und formuliert die Forschungsfrage bezüglich des Nutzens des HPI zur Bewusstseinsschaffung.
2 Nachhaltige Entwicklung: Erläutert die Grundlagen der Nachhaltigkeit sowie die ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimensionen, die für eine ganzheitliche Entwicklung essenziell sind.
3 Umweltbewusstsein: Analysiert Begriffe rund um das Umweltbewusstsein und diskutiert die psychologischen und sozialen Barrieren, die einem ökologisch nachhaltigen Handeln entgegenstehen.
4 Happy Planet Index: Stellt die Entstehung, die Zielsetzung und die mathematische Berechnungsmethodik des HPI als Ergänzung zum BIP vor.
5 „Bewusst-Sein“ mittels HPI: Beleuchtet das Potenzial des HPI zur Steigerung des Bewusstseins durch die Verknüpfung von Lebenszufriedenheit, Lebenserwartung und ökologischem Fußabdruck.
6 Grenzen des HPI: Kritisiert die methodischen Einschränkungen des HPI und verweist auf die Komplexität menschlichen Wohlbefindens, das nicht durch einen einzelnen Indikator abgedeckt werden kann.
7 Kritik am HPI: Diskutiert die fehlende Akzeptanz des HPI in politischen und wirtschaftlichen Kreisen und betrachtet die dortige Wahrnehmung von Nachhaltigkeitsindikatoren.
8 Schluss: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bietet einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Implementierung alternativer Wohlstandsindikatoren.
Nachhaltige Entwicklung, Happy Planet Index, HPI, ökologischer Fußabdruck, Lebenszufriedenheit, Bruttoinlandsprodukt, Umweltbewusstsein, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Nachhaltigkeitsindikatoren, Wohlbefinden, Ressourcenverbrauch, Gestaltungskompetenz, Sozialprodukt, öF, Lebensqualität.
Die Arbeit untersucht, inwieweit der Happy Planet Index (HPI) als alternatives Messinstrument dienen kann, um das gesellschaftliche Bewusstsein für ökologische und soziale Nachhaltigkeit zu stärken.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Konzept der nachhaltigen Entwicklung, der Definition und Messbarkeit von Umweltbewusstsein sowie einer detaillierten Analyse des HPI als Instrument der Bewusstseinsschaffung.
Die Forschungsfrage lautet: Inwiefern ist der HPI ein Instrument, um Bewusstsein für ökologische und soziale Nachhaltigkeit zu schaffen?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse wissenschaftlicher Quellen sowie einer kritischen Betrachtung der HPI-Reporte, um das Potenzial des Index theoretisch zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein, eine detaillierte Erläuterung des HPI sowie eine Analyse von Anwendungsmöglichkeiten und Grenzen des Instruments.
Kernbegriffe sind Nachhaltige Entwicklung, HPI, Lebenszufriedenheit, ökologischer Fußabdruck (öF) und die kritische Distanz zum klassischen Bruttoinlandsprodukt (BIP).
Während das BIP lediglich die wirtschaftliche Effizienz misst, integriert der HPI zusätzlich ökologische Faktoren (ökologischer Fußabdruck) und soziale Faktoren (Lebenszufriedenheit und Lebenserwartung).
Der ökologische Fußabdruck fungiert im HPI als Korrekturfaktor, der sicherstellt, dass ein hoher HPI-Wert nicht durch einen exzessiven Ressourcenverbrauch erkauft wird.
Ja, die Arbeit zeigt anhand des Beispiels der Region Caerphilly in Wales, wie ein auf dem HPI basierender lokaler Index (CSI) dazu beitragen kann, Nachhaltigkeitsstrategien auf kommunaler Ebene messbar zu machen.
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