Fachbuch, 2011
94 Seiten
Kapitel I Der Weiler Magfeld
Allgemeine Kennzeichen
Beitrag: „Gletschermühlen“ von H. Moser
Beitrag: „Persönlichkeiten“ von A. Glöggl
Kapitel II Besitzer und Besitzveränderungen auf den einzelnen Höfen
Aussersaldern
Innersaldern
Obermagfeld
Lieneler
Hiener
Untermagfeld
Kapitel III Ein Inventar vom Jahre 1840 auf Obermagfeld
Kapitel IV Flurnamen auf den Höfen von Magfeld
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der historischen und kulturellen Entwicklung des Weilers Magfeld, wobei der Fokus auf der Dokumentation der bäuerlichen Besitzverhältnisse, der geologischen Besonderheiten und der genealogischen Erforschung bedeutender Persönlichkeiten liegt. Ziel ist es, das Wissen über diese Kulturlandschaft für zukünftige Generationen zu bewahren.
Die Gletschermühlen in Untermagfeld
Poeten mögen Berge als ewig preisen, doch die harten Massen steinener Gebilde sind kaum von Dauer. Im Mahlstrom von Gletschern, Wasser und reibenden Geröllen verändert sich der Gesteins-Teint, vertiefen sich Schluchten und treten neue Oberflächenformen in Erscheinung. Trog- und Hängetäler, Rundhöcker, Wannen und Rinnen, Gletscherschliffe und Gletschermühlen belegen die Schürfarbeit von Gletschermassen in den Kältewellen der großen Eiszeiten.
Vor ca. 1,7 Millionen Jahren, seit Beginn des Quartärs, veränderte sich das Klima der Erde mehrmals, weswegen auf der nördlichen Erdhalbkugel großräumig Vereisungen entstanden. Auch die Alpen wurden von mächtigen Eispanzern eingeklemmt. Zeiten des Eisvorstoßes wechselten aber mit Phasen der Erwärmung und des Rückzugs von Gletschern. Die letzte Kälteperiode, die so genannte Würm-Eiszeit, begann vor etwa 110 000 Jahren und ebbte in Temperatur-Rhythmen vor ca. 10 000 Jahren ab. In den Glanzzeiten der Kälte drückten Eisdicken von bis zu 2000 Metern Mächtigkeit im Raume Meran den Untergrund. Der große Seitengletscher aus dem Passeiertal - mit Gletscherhochständen von 2 400 bis 2 600 Metern im Inneren des Tales vereinigte sich mit dem Etschgletscher aus dem Vinschgau und dem Ultnergletscher zu einem Eisstrombett.
Kapitel I: Dieses Kapitel gibt einen allgemeinen Überblick über den Weiler Magfeld, seine geographische Lage sowie die historische Entwicklung unter verschiedenen Grundherren.
Kapitel II: Hier werden detailliert die verschiedenen Höfe in Magfeld sowie die jeweiligen Eigentümer und deren Besitzwechsel über die Jahrhunderte hinweg beschrieben.
Kapitel III: Dieser Abschnitt bietet anhand einer historischen Inventarliste von 1840 einen tiefen Einblick in die damalige Alltags- und Arbeitskultur der bäuerlichen Bevölkerung.
Kapitel IV: Das abschließende Kapitel widmet sich der systematischen Erfassung der lokalen Flurnamen und erläutert deren Ursprung und Bedeutung für die Region.
Magfeld, Passeiertal, Bergbauernhöfe, Gletschermühlen, Besitzgeschichte, Siedlungsgeschichte, bäuerliche Kultur, Flurnamen, Genealogie, Inventar 1840, Historische Landeskunde, Südtirol, Wirtschaftsgeschichte, Heimatforschung, Alpenraum.
Die Arbeit dokumentiert die historische Entwicklung der bäuerlichen Anwesen im Weiler Magfeld sowie die naturwissenschaftlichen und kulturellen Gegebenheiten der Region.
Zu den Schwerpunkten gehören die Besitzgeschichte der Höfe, die geologische Bedeutung der Gletschermühlen sowie Biografien von Persönlichkeiten aus Magfeld.
Ziel ist die Sicherung und Dokumentation lokaler Geschichte, um ein Bewusstsein für die eigene bäuerliche Kulturlandschaft zu schaffen und für die Nachwelt zu erhalten.
Der Autor stützt sich auf eine tiefgreifende Analyse historischer Primärquellen wie Steuerkataster, Urbare und Urkunden aus Familienarchiven sowie auf geologische Fachkenntnisse.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung einzelner Höfe, die Analyse eines historischen Inventars von 1840 und die Aufarbeitung der lokalen Flurnamen.
Typische Begriffe sind Magfeld, Passeiertal, Gletschermühlen, bäuerliche Besitzgeschichte und historische Inventarisierung.
Sie sind geologische Zeugen der Eiszeiten, die durch die Kraft des wirbelnden Schmelzwassers tief in den Fels eingegraben wurden und heute naturgeschichtliche Einblicke in die Quartärzeit ermöglichen.
Die Persönlichkeiten, wie z.B. die Äbte aus der Familie Pamer, zeigen die Bedeutung der Magfelder Höfe als Herkunftsort für Menschen, die weit über das Passeiertal hinaus regional und international wirkten.
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