Examensarbeit, 2002
58 Seiten, Note: sehr gut
Einleitung
I. Was ist gut?
A. Qualitätsmanagement
1. Definition und Ursprung
2. Qualitätsmanagement als Prozessgestaltung
3. Methoden der Prozessgestaltung
B. Der Qualitäts-Begriff
1. Definition
a) Strukturqualität
b) Prozessqualität
c) Ergebnisqualität
2. Festlegung von Qualitäts-Standards
3. Problematik
C. Das Qualitäts-Konzept
1. EFQM-orientierter Zielfelderplan der Caritas Mainz
2. Balanced Scorecard – oder: Was ist die Methode „Mehrdimensionales Zielsystem“?
a) Instrument der Erfolgsmessung
b) Perspektiven der Unternehmungsidee und -strategie
c) Perspektiven der “ausgewogenen Zielkarte”
d) Einführung der Zielvereinbarung in einem strukturierten Prozess
e) Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge erkennen
f) Verknüpfung quantitativer und qualitativer Aspekte
3. Organisationales Lernen
II. Das Gegenteil von Theorie ist Unwissen und das Gegenteil von Praxis ist Untätigkeit!
A. Wenn zwei das gleiche tun, ist es immer noch nicht dasselbe?
1. Das mechanische Modell von sozialen Organisationen
2. Das erweiterte mechanische Modell von sozialen Organisationen
B. Diakonie im gesellschaftlichen Spannungsfeld
1. An diakonischen Prozessen beteiligte Wirkungsgrößen
2. Grundvorstellung eines zweckorientierten sozialen Systems
3. Relevante Umweltbezüge des diakonischen Unternehmens
C. Diakonie als Teil des religiösen Systems
1. Kommunikation und ihre Kodierung
2. System/Umwelt-Relationen
3. Teilsystem Religion
III. „Was willst Du, dass ich Dir tun soll?“
A. Was wissen wir?
1. Ein Text
2. Eine Annäherung an den Text
3. Ein erster Versuch der Deutung
a) Eine historisch-sachliche Perspektive
b) Eine prozessual-sozialräumliche Perspektive
c) Eine spirituell-transzendente Perspektive
B. Was tun wir?
1. Reflektionsorientierte Prozesse
2. Leistungsorientierte Prozesse
3. Funktionsorientierte Prozesse
C. Was glauben wir?
1. Mehrdimensionalität oder Güte?
2. Wertschöpfung oder Liebe?
3. Chance oder Verheißung?
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Diakonie im Rahmen eines mehrdimensionalen Zielsystems, orientiert an Methoden wie der Balanced Scorecard, verortet und gestärkt werden kann, um in einem komplexen gesellschaftlichen Umfeld Bedeutung und Identität zu sichern.
Die Methode der BSC (Balanced Scorecard) ist ein Instrument der Erfolgsmessung
Die Methode der BSC (Balanced Scorecard) ist ein Instrument der Erfolgsmessung, welches (zwar) kennzahlengestützt den Unternehmenserfolg bewertet, dies aber auf mehreren Kriterien (und nicht nur an den vorrangigen quantitativen Formalzielen orientiert). Anfang der 90er Jahre wurde unter der Leitung von Robert S. Kaplan und David P. Norton ein Forschungsprojekt mit dem Ziel durchgeführt, ein Konzept der Strategieplanung, -umsetzung und –messung zu entwickeln. Daraus ist die „Balanced Scorecard“ oder zu deutsch ein „Mehrdimensionales Zielsystem“ entstanden.
Die Grundidee der Balanced Scorecard besteht darin, die Unternehmensstrategie in ein übersichtliches System zur Leistungsmessung zu übersetzen, welches zugleich die Grundlage für ein strategisches Managementsystem bildet. Es erhebt den Anspruch zur Gestaltung der gesamten Planungs-, Steuerung- und Kontrollprozesse der Unternehmung beizutragen. Es stehen zwar finanzielle Ziele im Vordergrund, da diese aber erst sichtbar werden, wenn die dafür verantwortlichen Prozesse bereits abgelaufen sind, wird die Notwendigkeit konstatiert, die sogenannten Leistungstreiber der finanziellen Ziele zu berücksichtigen. Das Konzept sieht drei Perspektiven von Leistungstreibern, die neben der finanziellen Perspektive drei weitere Perspektiven bilden: die Kundenperspektive, die interne Prozessperspektive sowie die sogenannte Lern- und Entwicklungsperspektive. Zu jeder Perspektive werden Kenngrößen hergeleitet, mit denen die Unternehmungsstrategie in konkrete Leistungen und Maßnahmen umgesetzt werden kann.
I. Was ist gut?: Dieses Kapitel beleuchtet Qualitätsmanagement, den Qualitätsbegriff und moderne Konzepte wie EFQM und die Balanced Scorecard im sozialen Kontext.
II. Das Gegenteil von Theorie ist Unwissen und das Gegenteil von Praxis ist Untätigkeit!: Hier wird die Diakonie systemtheoretisch analysiert und deren Rolle innerhalb der gesellschaftlichen Teilsysteme kritisch hinterfragt.
III. „Was willst Du, dass ich Dir tun soll?“: Dieser Abschnitt verknüpft die biblische Erzählung von Bartimäus mit Managementtheorien, um eine spirituelle Dimension in das Zielsystem zu integrieren.
Diakonie, Qualitätsmanagement, Balanced Scorecard, Mehrdimensionales Zielsystem, Systemtheorie, Niklas Luhmann, Prozessgestaltung, Organisationsentwicklung, soziale Arbeit, Sinnstiftung, Identität, Zielvereinbarung, Führung, Leistungsorientierung, Erfolg.
Es geht um die Frage, ob ein mehrdimensionales Zielsystem, wie man es aus der Wirtschaft kennt, die Dimension Diakonie benötigt und wie diese sinnvoll integriert werden kann.
Die Arbeit verknüpft Qualitätsmanagement, strategische Unternehmensführung (Balanced Scorecard) und systemtheoretische Überlegungen mit dem diakonischen Auftrag.
Die Arbeit sucht nach Möglichkeiten, wie soziale Organisationen in einer komplexen Gesellschaft Orientierung finden, ihre Ziele transparent machen und ihren spezifisch diakonischen Auftrag operationalisieren können.
Der Autor nutzt eine Kombination aus systemtheoretischer Analyse (nach Niklas Luhmann), Managementmethoden (Balanced Scorecard, EFQM) und exegetischer Reflexion (Bibeltext).
Im Hauptteil werden zunächst Managementkonzepte analysiert, dann die Theorie von Organisationen und Systemen hinterfragt und schließlich anhand einer biblischen Geschichte ein praktischer Transfer versucht.
Kernbegriffe sind Diakonie, Qualitätsmanagement, Systemtheorie, Balanced Scorecard, Zielsystem und Identitätsstiftung.
Im Gegensatz zu reinen Wirtschaftskonzepten versucht diese Arbeit, den Begriff der „Güte“ und die „Diakonie“ als notwendige Dimensionen zu etablieren, um mehr als nur Kennzahlen zu erzeugen.
Sie dient als Modell für einen Lern- und Erkenntnisprozess, der Handlungsplanung mit spiritueller Deutung verbindet, um den diakonischen Prozess als „Mitleiden“ am System zu begreifen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

