Bachelorarbeit, 2009
73 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Die Entwicklung der Wachstumstheorie
2.1. Wachstumstheorien des Postkeynesianismus
2.1.2. Das Domar- Modell (1946)
2.1.2. Das Harrod- Modell (1939)
2.2. Wachstumstheorien der Neoklassik
2.2.1. Das einfache Solow- Modell
2.2.2. Das Solow- Modell mit technischem Fortschritt
2.2.3. Das Solow- Modell mit Humankapital
2.3. Endogene Wachstumstheorie
2.3.1. Das AK- Modell (1991)
2.3.2. Das Uzawa-Lucas- Modell (1988)
2.3.3. Das Romer- Modell (1990)
3. Wachstumspolitische Empfehlungen
3.1. Ziele der Wirtschaftspolitik
3.2. Implikation wachstumstheoretischer Modelle
3.2.1. Implikationen des Postkeynesianismus
3.2.2. Implikationen der Neoklassik
3.3.3. Implikationen der endogenen Wachstumsforschung
3.3. Praktische Beispiele
4. Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung wachstumstheoretischer Modelle und deren politische Implikationen. Dabei liegt der Fokus darauf, wie verschiedene ökonomische Schulen den Wachstumsprozess modellieren, um daraus Empfehlungen für eine wachstumsoptimale Wirtschaftspolitik abzuleiten.
2.1.1. Das Domar- Modell (1946)
In seiner Arbeit Capital Expansion, Rate of Growth, and Employment aus dem Jahr 1946 geht Domar der Frage nach, welche Bedingungen für gleichgewichtiges Wachstum erfüllt sein müssen und formuliert das Ziel seiner Arbeit wie folgt: "Our first task is to discover the conditions under which this equilibrium can be maintained, or more precisely, the rate of growth at which the economy must expand in order to remain in a continuous state of full employment."
Domar verweist in seiner Arbeit darauf, dass positive Nettoinvestitionen nicht mit einem konstanten Kapitalstock vereinbar seien, was bis dahin in den meisten Konjunkturmodellen als Vereinfachung angenommen wurde. Vielmehr müssten Kapitalstock und Einkommen simultan proportional zueinander wachsen, damit durch die Nachfrage Kapazitäten ausgelastet werden können.
Zur Vereinfachung werden einige Modellannahmen getroffen: So handelt es sich folgend um eine geschlossene Eingutvolkswirtschaft mit einem konstanten Preisniveau und einer linear-limitationalen Produktionsfunktion. Bei dieser Art von Produktionsfunktion können die Produktionsfaktoren sich nicht gegenseitig substituieren, sie stehen also in einem festen Verhältnis zueinander und nur eine proportionale Erhöhung beider Produktionsfaktoren führt auch zu einem gesteigerten Output. Außerdem sind Sparvolumen und Investitionen ausschließlich Netto und beziehen sich stets auf das Gesamteinkommen bzw. den Gesamtoutput derselben Periode. Ferner bestehen keine Verzögerungen durch Transaktionen oder Informationsasymmetrien; der Markt ist folglich unendlich reagibel. Da Domar in seinem Modell Abschreibungen nicht in historischen Anschaffungskosten misst, sondern in den Wiederbeschaffungskosten einer zum Anschaffungszeitpunkt gleichproduktiven Maschine, können Abschreibungen in der formalen Darstellung vernachlässigt werden. Abschließend können Individuen nur sparen oder konsumieren und als Formalrestriktion muss die Produktionskapazität quantifizierbar sein.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung langfristigen Wirtschaftswachstums ein und stellt die Relevanz der Modellierung von Wachstumsdeterminanten für die Wohlfahrt dar.
2. Die Entwicklung der Wachstumstheorie: Dieses Kapitel erläutert chronologisch die wichtigsten Phasen der Wachstumstheorie, von den postkeynesianischen Modellen über die neoklassische Theorie bis hin zur endogenen Wachstumstheorie.
3. Wachstumspolitische Empfehlungen: Hier werden die theoretischen Modelle auf ihre Anwendbarkeit in der Wirtschaftspolitik geprüft, um konkrete Maßnahmen für ein stabiles und nachhaltiges Wachstum abzuleiten.
4. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass es zwar kein einzelnes "Wachstumsrezept" gibt, aber empirische Erkenntnisse wichtige Leitplanken für die Politik liefern.
Wachstumstheorie, Postkeynesianismus, Neoklassik, Endogenes Wachstum, Solow-Modell, Kapitalakkumulation, Humankapital, Technischer Fortschritt, Wirtschaftspolitik, Steady-State, Investitionen, Sparquote, Institutionenökonomik, Innovation, Konvergenz.
Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen des wirtschaftlichen Wachstums und untersucht, wie diese Theorien als Basis für politische Entscheidungen und Maßnahmen dienen können.
Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung der Wachstumstheorie, der Vergleich zwischen nachfrage- und angebotsorientierten Modellen sowie die Rolle von Humankapital und technischem Wissen.
Ziel ist es, die theoretischen Bedingungen für ein gleichgewichtiges Wachstum (Steady-State) zu identifizieren und die daraus ableitbaren wirtschaftspolitischen Handlungsoptionen kritisch zu reflektieren.
Der Autor nutzt eine Literaturanalyse klassischer und moderner wachstumstheoretischer Standardwerke sowie eine formale mathematische Betrachtung der Modelle zur Herleitung von Gleichgewichtsbedingungen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Darstellung und formale Herleitung der Modelle von Domar/Harrod, Solow und den endogenen Vertretern (Rebelo, Uzawa-Lucas, Romer) sowie deren Bewertung.
Wichtige Begriffe sind Kapitalakkumulation, technischer Fortschritt, Humankapital, Steady-State-Growth und die Unterscheidung zwischen exogenen und endogenen Wachstumsfaktoren.
Während die postkeynesianischen Modelle von Domar und Harrod instabil sind und nur von Zufall abhängig sind, führt Solow die Faktorsubstitution ein, wodurch ein stabiles Konvergenzgleichgewicht erreicht werden kann.
Humankapital wird in den Modellen von Uzawa-Lucas und Romer als eigenständiger Produktionsfaktor betrachtet, der durch Ausbildung und Forschung akkumuliert werden kann und somit eine wichtige Quelle für langfristiges Wachstum darstellt.
Kritisiert wird insbesondere die oftmals realitätsferne Annahme exogener Faktoren (wie der technologische Fortschritt bei Solow) und die Herausforderung, komplexe wirtschaftliche Realitäten in einfachen mathematischen Funktionen abzubilden.
Der Autor nennt unter anderem das Stabilitätsgesetz von 1967, das BAföG zur Humankapitalförderung und die Bedeutung des Patentrechts für die Anreizstruktur in der Forschung.
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