Diplomarbeit, 2007
135 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise
2. Gesundheitssysteme
2.1 Der Begriff „Gesundheit“
2.2 Der Begriff „System“
2.2.1 Systemelemente
2.2.1.1 Bürger, Versicherter, Patient
2.2.1.2 Leistungserbringer
2.2.1.3 Drittfinanzierer
2.2.2 Ordnungsprinzipien und Strukturmerkmale
2.2.3 Definition und Aufgaben
2.3 Marktversagen als Begründung staatlicher Eingriffe
2.3.1 Der Markt für Gesundheitsgüter
2.3.1.1 Externe Effekte
2.3.1.2 Optionsgutcharakter medizinischer Leistungen
2.3.1.3 Fehlende Konsumentensouveränität
2.3.1.3.1 Unfähigkeit zu rationalen Entscheidungen
2.3.1.3.2 Minderschätzung zukünftiger Bedürfnisse
2.3.1.4 Informationsasymmetrie zwischen Arzt und Patient
2.3.2 Der Markt für Krankenversicherungen
2.3.2.1 Informationsasymmetrien zwischen Versicherung und Versicherten
2.3.2.1.1 Adverse Selektion oder ex ante asymmetrische Information
2.3.2.1.2 Moral Hazard oder ex post asymmetrische Information
2.3.3 Fazit für die Märkte für Gesundheitsgüter und Krankenversicherungen
2.3.4 Verteilungspolitische Argumente
3. Ansatzpunkte für die Untersuchung eines Gesundheitssystems
3.1 Betrachtung idealtypischer Organisationsformen
3.1.1 Privates Krankenversicherungssystem
3.1.1.1 Grundgedanke
3.1.1.2 Rolle des Staates
3.1.1.3 Finanzierung
3.1.1.4 Leistungserstellung
3.1.1.5 Vor- und Nachteile
3.1.2 Sozialversicherungssystem
3.1.2.1 Gesetzliche Krankenversicherung und Grundgedanke
3.1.2.2 Rolle des Staates
3.1.2.3 Finanzierung
3.1.2.4 Leistungserstellung
3.1.2.5 Vor- und Nachteile
3.1.3 Nationaler Gesundheitsdienst
3.1.3.1 Grundgedanke
3.1.3.2 Rolle des Staates
3.1.3.3 Finanzierung
3.1.3.4 Leistungserstellung
3.1.3.5 Vor- und Nachteile
3.1.4 Zusammenfassende Darstellung
3.2 Qualität und Effizienz
3.2.1 Qualität
3.2.1.1 Definition
3.2.1.2 Qualitätsindikatoren
3.2.2 Effizienz
3.2.2.1 Definition
3.2.2.2 Kosten- Nutzen- Analyse
3.2.2.3 Kosten- Effektivitäts- Analyse
3.2.2.4 Kosten- Nutzwert- Analyse
4. Das Gesundheitssystem der Tschechischen Republik
4.1 Untersuchung der Organisation
4.1.1 Grundgedanke
4.1.1.1 Vergleich des Grundgedankens mit den Idealmodellen
4.1.2 Rolle des Staates
4.1.2.1 Vergleich der Rolle des Staates mit den Idealmodellen
4.1.3 Finanzierung
4.1.3.1 Vergleich der Finanzierung mit den Idealmodellen
4.1.4 Leistungserstellung
4.1.4.1 Vergleich der Leistungserstellung mit den Idealmodellen
4.1.5 Das tschechische Sozialversicherungssystem
4.1.6 Einordnung des tschechischen Gesundheitssystems
4.2 Untersuchung von Qualität und Effizienz
4.2.1 Begründung und Festlegung des Vergleichsrahmens
4.2.2 Demographische Entwicklung
4.2.3 Qualitätsbeurteilung
4.2.3.1 Monetärer Input
4.2.3.2 Realer Input
4.2.3.2.1 Ärztedichte
4.2.3.2.2 Krankenhausbetten
4.2.3.2.3 Verweildauer
4.2.3.2.4 Arztkontakte
4.2.3.3 Ergebnisqualität
4.2.3.3.1 Lebenserwartung bei Geburt
4.2.3.3.2 Lebenserwartung im Alter von 65
4.2.3.3.3 Säuglingssterblichkeit
4.2.3.3.4 Gesunde Lebenserwartung
4.2.3.4 Abschließende Beurteilung der Qualität des tschechischen Gesundheitssystems
4.2.4 Effizienzbeurteilung
4.2.4.1 Input- Output- Betrachtung
4.2.4.2 Output- Outcome- Betrachtung
4.2.4.3 Kosten- Wirksamkeits- Analyse
4.2.4.4 Kosten- Nutzwert- Analyse
4.2.4.5 Abschließende Beurteilung der Effizienz des tschechischen Gesundheitssystems
5. Zusammenfassung und Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht die strukturelle Entwicklung und die Leistungsfähigkeit des tschechischen Gesundheitssystems nach dem Transformationsprozess, mit dem Ziel, das System in idealtypische Gesundheitsmodelle (Privates Versicherungssystem, Sozialversicherungssystem, Nationaler Gesundheitsdienst) einzuordnen und seine Effizienz im europäischen Vergleich zu bewerten.
1.1 Problemstellung
Das Jahr 1989 veränderte die Welt.
Der alles umfassende politisch, sowie wirtschaftliche Wandel der Länder des ehemaligen Ostblocks brachte eine völlige Kehrtwende von der zentralen Planwirtschaft hin zu einem freien Markt durch die Abwendung vom Kommunismus zur Demokratie.
Die Entwicklung, bedingt durch den Transformationsprozess, lässt sich mit den Begriffen Dezentralisierung, Liberalisierung und Privatisierung zusammenfassen.1 Das vorherige System war geprägt durch die staatliche Oberhand in jedem Bereich.2 Im Rahmen des Wandels stand die Dezentralisierung und Verringerung der staatlichen Steuerung im Vordergrund, was zu mehr Markt und somit Wettbewerb führen sollte. Die Märkte wurden liberalisiert und ein Großteil des Staatseigentums in Privatbesitz überführt.
1. Einleitung: Beschreibt den politischen und wirtschaftlichen Transformationsprozess ab 1989 und definiert die Fragestellung zur Einordnung des tschechischen Gesundheitssystems.
2. Gesundheitssysteme: Erläutert die theoretischen Grundlagen, Systemelemente und die ökonomische Begründung für staatliche Eingriffe aufgrund von Marktversagen.
3. Ansatzpunkte für die Untersuchung eines Gesundheitssystems: Definiert die drei idealtypischen Organisationsmodelle und legt Kriterien zur Messung von Qualität und Effizienz fest.
4. Das Gesundheitssystem der Tschechischen Republik: Analysiert detailliert die Organisation, Finanzierung und Leistungsfähigkeit des tschechischen Systems und vergleicht es mit europäischen Nachbarstaaten.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Resümiert die Ergebnisse und gibt einen Ausblick auf notwendige weitere Reformschritte zur Effizienzsteigerung.
Gesundheitsökonomie, Transformation, Tschechische Republik, Sozialversicherungssystem, Gesundheitssystem, Marktversagen, Effizienz, Qualität, Lebenserwartung, Säuglingssterblichkeit, Gesundheitsausgaben, Privatisierung, Liberalisierung, Dezentralisierung, Gesundheitsreform.
Die Arbeit analysiert die strukturelle Neugestaltung des tschechischen Gesundheitssystems nach dem Ende des Kommunismus und seiner Transformation in eine Marktwirtschaft.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Gesundheitssystemen, die Abgrenzung von Versicherungsmodellen sowie die empirische Analyse von Qualität und Effizienz.
Ziel ist es, das tschechische Gesundheitssystem einem der drei idealtypischen Modelle zuzuordnen und zu prüfen, ob die Reformen zu einer verbesserten Versorgung geführt haben.
Es wird eine theoretische Analyse der Organisationsmodelle mit einer anschließenden empirischen Datenauswertung und einem internationalen Vergleich auf Basis gesundheitsökonomischer Kennzahlen durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Systemmerkmale, die detaillierte Analyse der tschechischen Strukturen und die datengestützte Bewertung mittels Indikatoren wie Lebenserwartung und Gesundheitsausgaben.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Gesundheitsökonomie, Transformation, Effizienz, Sozialversicherungssystem und Gesundheitsversorgung in der Tschechischen Republik charakterisieren.
Die Autorin ordnet das tschechische System dem Modell der Sozialversicherung mit gesetzlicher Krankenversicherung zu, stellt jedoch fest, dass es aufgrund staatlicher Eingriffe und spezifischer historischer Gegebenheiten vom klassischen Idealmodell abweicht.
Der Assekuranzfonds diente als Mechanismus zur Budgetumverteilung zwischen den Krankenkassen, um Unterschiede in der Versichertenstruktur auszugleichen, insbesondere um Kassen mit einem hohen Anteil staatlich geförderter Versicherter zu unterstützen.
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