Bachelorarbeit, 2011
52 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1 Grundlagen
1.1 Technische Aspekte des Internets
1.1.1 Aufbau und Institutionen des Internets
1.1.2 Datenverkehr und Router- Eigenschaften
1.1.3 Internetdienste
1.1.4 Quality of Service
1.2 Ökonomische Grundlagen
1.2.1 Die Wohlfahrt
1.2.2 Negative Netzeffekte
2 Auswirkungen der steigenden Internetnutzung
2.1 Ursachen der steigenden Internetdienste- und Flatrate-Nutzung
2.2 Crowding Out
2.3 Ökonomische Konsequenzen
3 Lösungsansätze zur Kompensation der Überlast
3.1 Overprovisioning und Separate Netze
3.2 Quality of Service
3.2.1 Modelle von QoS
3.2.2 Reduzierung der Überlastprobleme durch QoS
3.2.3 Beispiele für den Einsatz von QoS
3.2.4 Mögliche Probleme durch QoS
Fazit
Diese Arbeit untersucht das Problem der zunehmenden Überlast im Internet, die durch Breitbandzugänge, steigende Nutzerzahlen und neue, datenintensive Internetdienste hervorgerufen wird. Ziel ist es, die ökonomischen Auswirkungen dieser Überlast auf die Wohlfahrt zu analysieren und zu bewerten, inwiefern eine flächendeckende Einführung von Quality of Service (QoS) als Lösungsweg dienen kann, um die Nutzbarkeit hochwertiger Dienste zu sichern und das Marktversagen zu kompensieren.
2.2 Crowding Out
Es wurde gezeigt, welche Faktoren die steigenden Internetnutzung vorantreiben und temporäre Überlast erzeugen. Nun soll untersucht werden, wie sich diese Überlast in der Wohlfahrt bemerkbar macht.
Wie zuvor gezeigt, wird es durch die steigende Nutzung, je nach Tageszeit, zu temporären Überlasten kommen. Dies bedeutet ökonomisch, dass sich in dieser Situation Überlastexternalitäten bilden. Diese fallen sehr hoch aus, da die individuellen Grenzkosten (IGK), auf Grund der Flatrate-Nutzung, gegen 0 konvergieren und somit festgehalten werden kann, dass die Überlastexternalitäten (ÜE) den sozialen Grenzkosten (SGK) entsprechen. Diese Veränderung wird in Abbildung 2-3 verdeutlicht (vgl. Yoo, 2006, S.1847; Pehnelt, 2008, S. 9).
1 Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die technischen Strukturen des Internets, einschließlich der Funktionsweise von Routern und Protokollen, sowie die ökonomischen Konzepte der Wohlfahrt und negativen Netzeffekte.
2 Auswirkungen der steigenden Internetnutzung: Hier werden die Gründe für den Anstieg des Datenverkehrs analysiert und der Crowding-Out-Effekt dargelegt, bei dem hochwertige Dienste durch elastische Dienste aus dem Netz verdrängt werden.
3 Lösungsansätze zur Kompensation der Überlast: Dieses Kapitel vergleicht verschiedene Strategien zur Kapazitätserweiterung und untersucht insbesondere Quality of Service als Instrument zur differenzierten Behandlung von Datenpaketen und zur Steigerung der ökonomischen Effizienz.
Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Quality of Service aus wohlfahrtökonomischer Sicht eine positive und notwendige Entwicklung darstellt, um die Internet-Infrastruktur effizient zu nutzen und Innovationen zu fördern.
Internet, Quality of Service, Netzneutralität, Überlast, Wohlfahrt, Crowding-Out, Datenverkehr, Breitband, DiffServ, IntServ, Echtzeitdienste, Datenstau, Ökonomie, Infrastruktur, Effizienz
Die Arbeit analysiert die technischen und ökonomischen Herausforderungen durch die zunehmende Überlast des Internets und bewertet Lösungsansätze, um die Dienstqualität für unterschiedliche Anwendungen zu gewährleisten.
Zentrale Themen sind die Netzneutralität, die Auswirkungen von Flatrate-Tarifen auf die Netzauslastung, der ökonomische Crowding-Out-Effekt sowie technische Methoden wie Quality of Service (QoS).
Das Ziel besteht darin, zu evaluieren, ob eine flächendeckende Einführung von QoS die ökonomischen Probleme durch Überlast reduzieren und somit die Wohlfahrt im Internet nachhaltig steigern kann.
Es handelt sich um eine theoretisch-ökonomische Analyse, die technische Parameter der Datenübertragung mit wohlfahrtökonomischen Modellen (Angebot, Nachfrage, Externalitäten) verknüpft.
Der Hauptteil beleuchtet die Ursachen der Überlast, analysiert die negativen Effekte auf hochwertige Dienste und vergleicht Lösungsstrategien wie Overprovisioning und verschiedene QoS-Modelle.
Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Quality of Service, Netzneutralität, Überlastexternalitäten, Wohlfahrt und Echtzeitanforderungen.
World of Warcraft dient als Fallbeispiel, um zu demonstrieren, wie durch QoS ein verzögerungsfreies Spielerlebnis für Millionen von Nutzern sichergestellt wird, was wirtschaftlich zu einem signifikanten Umsatzvolumen führt.
Dieser Effekt beschreibt die Verdrängung wirtschaftlich hochwertiger, zeitkritischer Dienste durch elastische, bandbreitenintensive Dienste, die durch die bestehende Netzneutralität und Flatrate-Strukturen begünstigt werden.
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