Masterarbeit, 2011
134 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1 Themenstellung
1.2 Relevanz der Themenstellung
1.3 Formulierung der Forschungsfrage
1.4 Methodische Vorgehensweise
1.5 Aufbau der Arbeit
2. Das Agency Problem
2.1 Die Entstehung der Agency Theorie
2.2 Einführung in das Agency-Problem
2.2.1 Der Positivisten-Ansatz
2.2.2 Der Principal-Agent-Ansatz
2.3 Grundannahmen des Agency Problems
2.3.1 Die Problemstellung in der Praxis
2.3.2 Das Grundmodell
2.3.3 Erweiterungen des Modells
2.4 Der Beitrag der Agency-Theorie
2.5 Empirische Ergebnisse
2.6 Kritik an der Agency-Theorie
3. Rechtliche Grundlagen zur Angemessenheit der Managementvergütung
3.1 Die Gesetzeslage in Deutschland
3.1.1 Gesetzesentwurf der deutschen Bundesregierung zur Angemessenheit der Vorstandsvergütungen und Vorschläge des DGB-Bundesvorstandes zur Regulierung der Vorstandsvergütungen
3.1.2 Ergänzung des DGB-Vorstandes
3.2 Die Gesetzeslage in Österreich
3.3 Arbeiterkammerstudie zu Managementvergütung und Vorschläge zu mehr Transparenz und Nachhaltigkeit
3.4 Offenlegung und Transparenz
3.5 Vorstandsvergütung und der Corporate Governance Kodex
3.5.1 Der deutsche Kodex
3.5.2 Der österreichische Kodex
3.6 Die Rolle des Aufsichtsrats
4. Vorstandsvergütung in Relation zur Unternehmensperformance
4.1 DAX
4.2 ATX
4.3 Europa und der Rest der Welt
5. Vergütungskomponenten und Systeme zur leistungsabhängigen Vergütung
5.1 Fixgehalt
5.2 Variable Vergütungen
5.2.1 Aktien
5.2.2 Aktienoptionspläne
5.2.2.1 Anreizwirkung der Optionspläne
5.2.2.2 Anreizmessung von Optionsplänen
5.2.2.3 Repricing
5.2.2.4 Nachteile von Optionsplänen
5.3 Nebenleistungen
5.4 Vergütung auf Basis der Wertsteigerungsanalyse
5.4.1 Perspektive 1: Messung und Bewertung der Qualität von Führungsentscheidungen
5.4.1.1 Methode der wertorientierten Messung des Eigentümerwertes nach Rappaport
5.4.1.2 Szenario-Technik
5.4.2 Perspektive 2: Wertorientierte Bewertung der Qualität strategischer Entscheidungen
6. Neue Instrumente und Modelle
6.1 Formen von Optionsplänen
6.1.1 Performance Aktien
6.1.2 Aktien(-Optionen) mit Verfügungsrestriktionen
6.1.3 Phantom Aktien
6.1.4 Stock Appreciation Rights (SAR)
6.2 Aktienoptionen, direkte und indirekte Partizipation
6.3 Zeitversetzte und langfristige Boni
6.3.1 Konzept der Bonusbank
6.3.2 Konzept der Performancebetrachtung über die Gesamtlaufzeit
6.4 Berücksichtigung sozialer Kriterien
6.4.1 Erfolgskriterien nach dem EFQM-Konzept
6.4.2 Erfolgskriterien der Balanced Score Card
6.4.3 Einbindung der Erfolgsindikatoren in das Managementvergütungssystem
6.5 Das Kienbaum Trust-Modell
6.6 Gesamtvergütungskonzept von Kienbaum
6.7 Long-Term Incentive-Pläne (LTI) in Europa und der Welt
7. Praxisstudien
7.1 Wienerberger AG
7.1.1 Unternehmensvorstellung
7.1.2 Corporate Governance
7.1.3 Vergütung der Vorstände
7.1.4 Vergütungsstruktur 2002 bis 2008
7.1.5 Vergütungsstruktur 2009
7.1.6 Vergütungsstruktur 2010
7.1.6.1 Beispiel anhand des CEOs
7.1.7 Vor- und Nachteile
7.2 OMV AG
7.2.1 Unternehmensvorstellung
7.2.2 Corporate Governance
7.2.3 Vergütung der Vorstände
7.2.4 Vergütungsstruktur 2004 bis 2008
7.2.5 Vergütungsstruktur 2009
7.2.6 Vergütungsstruktur 2010
7.2.7 Nachhaltigkeitsmanagement bei der OMV AG
8. Conclusio
Diese Arbeit zielt darauf ab, die komplexe Problematik der Vorstandsvergütung vor dem theoretischen Hintergrund der Principal-Agent-Theorie zu analysieren und praxisrelevante, nachhaltige Vergütungsmodelle zu untersuchen, um Fehlanreize zu minimieren und eine nachhaltige Unternehmensentwicklung zu fördern.
2. Das Agency Problem
Die Agency-Theorie ist Teil der neuen Institutionenökonomik. Die Theorie geht auf die Arbeit von Jensen und Meckling zurück und beschreibt in der betriebswirtschaftlichen Literatur den Zielkonflikt zwischen Inhabern eines Unternehmens (Prinzipal) und den Managern, die das Unternehmen für diese führen (Agent). Dem Agenten werden die Agenden der Geschäftsführung vom Prinzipal übertragen. Dabei hat er teilweise oder ganz die Entscheidungskompetenz im Unternehmen. Dieses Kapitel bezieht sich im Wesentlichen auf das Buch „Managementvergütung, Corporate Governance und Unternehmensperformance“ von Christian Lazar (2007) und auf Eisenhardt (1989).
„The directors of such companies, however, being the managers rather of other people’s money than of their own, it cannot well be expected, that they should watch over it with the same anxious vigilance with which the partners in a private copartnery frequently watch over their own.“
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende öffentliche und wissenschaftliche Aufmerksamkeit für Vorstandsvergütungen und formuliert die Forschungsfrage zur Entwicklung nachhaltiger Anreizsysteme.
2. Das Agency Problem: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Kernkonflikt zwischen Prinzipal und Agent sowie die daraus resultierenden Anreizprobleme in Kapitalgesellschaften.
3. Rechtliche Grundlagen zur Angemessenheit der Managementvergütung: Hier werden die gesetzlichen Regelungen und Corporate-Governance-Vorgaben in Deutschland und Österreich dargestellt, die einen Rahmen für die Festlegung angemessener Bezüge bieten.
4. Vorstandsvergütung in Relation zur Unternehmensperformance: Das Kapitel analysiert kurz die historische Korrelation zwischen Vergütungshöhen und betriebswirtschaftlichen Kennzahlen von Unternehmen in DAX und ATX.
5. Vergütungskomponenten und Systeme zur leistungsabhängigen Vergütung: Es werden die klassischen Vergütungsbestandteile, deren Wirkungsweise sowie die Vor- und Nachteile insbesondere von Aktienoptionsplänen untersucht.
6. Neue Instrumente und Modelle: Hier werden weiterentwickelte Vergütungsansätze vorgestellt, die langfristige Anreize setzen und vermehrt soziale sowie ökologische Kriterien integrieren.
7. Praxisstudien: Anhand der Unternehmen Wienerberger AG und OMV AG wird aufgezeigt, wie theoretische Modelle der Vorstandsvergütung in der realen Unternehmenspraxis implementiert werden.
8. Conclusio: Das Fazit fasst die Trends weg von einfachen Aktienoptionen hin zu komplexeren, nachhaltigkeitsorientierten Vergütungssystemen zusammen.
Vorstandsvergütung, Agency-Theorie, Corporate Governance, Nachhaltigkeit, Aktienoptionen, Principal-Agent-Problem, Management, Performance, Vergütungsstruktur, Stakeholder-Ansatz, Shareholder-Value, Anreizsysteme, Nachhaltigkeitsmanagement, Vergütungsbericht, Variable Vergütung.
Die Diplomarbeit untersucht die Struktur und Entwicklung von Vorstandsvergütungen, wobei der Fokus auf dem Übergang von kurzfristig orientierten zu nachhaltigen, langfristigen Anreizsystemen liegt.
Zu den zentralen Themen gehören die Principal-Agent-Theorie, rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland und Österreich, die Gestaltung variabler Vergütung sowie die Integration von nicht-finanziellen Nachhaltigkeitskriterien.
Ziel ist es, die Vor- und Nachteile bisheriger Vergütungssysteme aufzuzeigen und darzustellen, wie Unternehmen durch neue Modelle und Berateransätze langfristige Anreize für Vorstände schaffen können.
Der Autor stützt sich auf eine intensive Literaturrecherche, die Analyse von Vergütungsberichten sowie qualitative Interviews und Präsentationen von namhaften Unternehmensberatern.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Agency-Problems, rechtliche Rahmenbedingungen, eine Analyse von Vergütungskomponenten wie Aktienoptionen sowie die Vorstellung neuer, nachhaltiger Vergütungsmodelle.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Managementvergütung, Corporate Governance, Agency-Theorie, Nachhaltigkeit und langfristige Anreizsysteme charakterisieren.
Im Gegensatz zu klassischen, oft sofort ausgezahlten Boni, wird ein Teil der Vergütung treuhänderisch in Aktien angelegt, unterliegt einer Sperrfrist und wird erst nach mehreren Jahren ausgezahlt, was den Vorstand stärker in die unternehmerische Verantwortung nimmt.
Soziale Kriterien, wie etwa die Mitarbeiterzufriedenheit oder Gesundheits- und Sicherheitsquoten, werden zunehmend als Teil der variablen Vergütung genutzt, um den Fokus vom reinen Shareholder-Value hin zu einer breiteren Stakeholder-Perspektive zu verschieben.
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