Masterarbeit, 2026
80 Seiten, Note: 1,50
Diese Masterarbeit untersucht die Darstellung weiblicher Handlungsspielräume in Gotthold Ephraim Lessings Dramen "Miss Sara Sampson" und "Emilia Galotti". Im Mittelpunkt steht die Frage, wie patriarchale Strukturen und gesellschaftliche Tugendvorstellungen die Lebens- und Handlungsmöglichkeiten der weiblichen Figuren begrenzen. Anhand eines Vergleichs der beiden Werke wird gezeigt, dass Lessing unterschiedliche Formen von Zwang inszeniert, wobei in "Miss Sara Sampson" vor allem verinnerlichte Moralvorstellungen und Schuldgefühle das Handeln der Protagonistin bestimmen, während in "Emilia Galotti" äußere Machtstrukturen wie höfische Willkür und väterliche Autorität dominieren. Die Arbeit verbindet literaturwissenschaftliche Textanalyse mit geschlechterhistorischen und kulturwissenschaftlichen Ansätzen und leistet einen Beitrag zur aktuellen Lessing-Forschung sowie zur Untersuchung weiblicher Subjektivität im bürgerlichen Trauerspiel des 18. Jahrhunderts.
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