Masterarbeit, 1998
141 Seiten, Note: 10
Dieses Buch befasst sich mit der Dekonstruktion und ihrer Anwendung auf das Werk "Glas" von Jacques Derrida. Die Arbeit zielt darauf ab, die komplexen theoretischen Konzepte der Dekonstruktion zu erläutern und zu zeigen, wie sie sich in der Analyse eines literarischen Textes manifestieren.
Im ersten Kapitel werden die grundlegenden Konzepte der Dekonstruktion eingeführt, wie beispielsweise die "différance" und die "quasi-Konzepte". Die Arbeit zeigt, wie die Dekonstruktion klassische metaphysische Konzepte in Frage stellt und eine neue Lesart von Texten ermöglicht. Das zweite Kapitel widmet sich der Analyse von "Glas" als Text und als Buch. Derrida untersucht dabei die Bedeutung des Buches als Medium der Schrift, die Rolle des Autors und die verschiedenen Formen, in denen sich die Sprache als "archieschrift" manifestiert. Das dritte Kapitel beleuchtet die "Doppelband" als Metapher für die Grenzen und den Raum der Sprache. Derrida analysiert die Grenzen der Sprache und zeigt, wie diese durch die Dekonstruktion aufgebrochen werden. Das vierte Kapitel befasst sich mit der Beziehung zwischen Theorie und Praxis in der Dekonstruktion. Derrida zeigt, wie die Dekonstruktion als theoretisches Konzept gleichzeitig auch eine Praxis der Lesung und Interpretation ist.
Die wichtigsten Schlüsselwörter dieses Buches sind: Dekonstruktion, "différance", "quasi-Konzepte", Glas, Buch, Schrift, Sprache, Grenze, Theorie, Praxis.
"Glas" ist ein dekonstruktives Werk, das in zwei parallelen Spalten Texte von Hegel und Genet gegenüberstellt, um die Grenzen von Philosophie, Literatur und Sprache zu hinterfragen.
Es ist ein zentrales Konzept der Dekonstruktion, das sowohl das "Aufschieben" von Bedeutung als auch das "Sich-Unterscheiden" beschreibt und zeigt, dass Sprache nie eine feste Präsenz hat.
Die Doppelspalte bricht die lineare Lesart des traditionellen Buches auf und zwingt den Leser, die Wechselwirkungen und unentscheidbaren Grenzen zwischen den Texten wahrzunehmen.
Derrida sieht im "Buch" eine Form der Totalität, die versucht, Wissen abzuschließen. Er setzt dem die "Schrift" oder "Spur" entgegen, die immer offen und grenzüberschreitend bleibt.
Hegel repräsentiert die Spitze der abendländischen Metaphysik und Systematik. Derrida dekonstruiert Hegels Begriffe von Familie und Staat, indem er sie mit Genets literarischer Transgression konfrontiert.
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