Diplomarbeit, 2011
90 Seiten, Note: 14,5
Einführung
KAPITEL I : THEORETISCHE ÜBERLEGUNGEN ÜBER DAS NEUE LITERATURGENRE: „MIGRATIONSLITERATUR“
1.1 Gastarbeiterliteratur / Migrationsliteratur: Zum Paradigmenwechsel?
1.1.1 Die Gastarbeiterliteratur
1.1.2 Die Migrationsliteratur
1.1.2.1 Migration und Mobilität
1.1.2.2 Die schwarzafrikanische Migrationsliteratur
1.2. Fremdheit und Interkulturalität als wiederkehrende Thematiken der Migrationsliteratur
1.2.1 Fremdheit
1.2.2 Interkulturalität
1.3 Modelle des (Zusammen)Lebens in einer Gesellschaft mit kultureller Vielfalt
1.3.1 Segregation
1.3.2 Die Integration
KAPITEL II: ANALYSE DES WERKES
2.1. Handlungsübersicht
2.2. Figurenkonstellation
2.2.1 Die Migranten
2.2.2 Die Einheimischen
2.3. Raumdarstellung
2.3.1. Der wahrgenommene Raum
2.3.2 Der vorgestellte Raum
2.3.3 Der Erlebte Raum
2.4. Die Zeit
KAPITEL III: INTEGRATION UND MIGRATIONSSITUATION
3.1. Integrationshemmende Faktoren
3.1.1 Politisch-administrative Grenzen
3.1.1.1 Institutionelle Diskriminierung
3.1.2 Wirtschaftliche Grenzen
3.1.2.1 Arbeitslosigkeit
3.1.3 Soziokulturelle Grenzen
3.1.3.1 Einfluss der Heimat auf den Migrant
3.1.3.2 Ausländerfeindlichkeit
3.2 Integrationsfördernde Faktoren
3.2.1 Politisch-administrative Faktoren
3.2.2 Wirtschaftlicher Faktor
3.2.2.1 Arbeit
3.2.3 Soziokultureller Faktor
3.2.3.1 Interkultureller Dialog
Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie der kamerunische Autor André Ekama die Problematik der Integration afrikanischer Migranten in seinem Werk „Schwarzer sein im weißen Himmel“ thematisiert und analysiert dabei die verschiedenen Hürden sowie die Faktoren, die eine gelungene Integration begünstigen.
2.3.1.2 Europa, der materiell entwickelte Kontinent.
Es reicht aus, einen Blick auf die Darstellung Europas im Werk zu werfen, um festzustellen, dass dieser Kontinent als materiell entwickelt geschildert wird.
Europa verfügt nämlich über gute, moderne ausgestattete Infrastrukturen. Zur Bekräftigung dieser Aussage greife ich auf die von dem Erzähler geschilderte deutsche Stadt Wamsbuk zurück. Diese kleine Stadt wird mit vielen Firmen, einem Stadium (SSWH: 18), einem Park von etwa zehn Hektar (SSWH: 25), einem modernen Krankenhaus, einer 3-spurigen Schnellstraße (SSWH: 54) und sogar einem Flughafen (SSWH.59) ausgerüstet. Dass das Vorhanden solcher Strukturen in einer Stadt zur Verbesserung der Lebensverhältnisse von Stadtbewohnern maßgeblich beiträgt, springt ins Auge.
Von nicht unterschätzender Bedeutung erweist sich auch das moderne, gut strukturierte Gesundheitssystem. In der Tat arbeitet Kebiyono als Arzt in einem katholischen Krankenhaus und ist Vorsitzender des „Africa Health“, eines Vereins, der sich zum Ziel setzt, Afrika mit medizinischen Ausrüstungen zu versorgen. Es lässt sich folglich mit Sicherheit ausmachen, dass Wamsbuk nicht nur wohlhabend ist, sondern auch sich bereit erklärt, das Gesundheitssystem von Afrika zu unterstützen.
KAPITEL I : THEORETISCHE ÜBERLEGUNGEN ÜBER DAS NEUE LITERATURGENRE: „MIGRATIONSLITERATUR“: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Migrationsliteratur, grenzt diese von der Gastarbeiterliteratur ab und stellt Modelle für das Zusammenleben in einer kulturell vielfältigen Gesellschaft vor.
KAPITEL II: ANALYSE DES WERKES: Hier wird das Werk „Schwarzer sein im weißen Himmel“ anhand von strukturellen Merkmalen wie Handlungsverlauf, Figurenkonstellationen sowie Raum- und Zeitdarstellungen detailliert analysiert.
KAPITEL III: INTEGRATION UND MIGRATIONSSITUATION: Dieses Kapitel untersucht konkret die politisch-administrativen, wirtschaftlichen und soziokulturellen Hürden der Integration sowie die Faktoren, die eine gelungene Integration von Afrikanern in Europa ermöglichen können.
Migrationsliteratur, Integration, Schwarzafrika, Diskursanalyse, Fremdheit, Interkulturalität, Segregation, Identität, Transmigration, Sozialraum, Migrationspolitik, Diaspora, Rassismus, kulturelle Vielfalt, Zusammenleben.
Die Arbeit analysiert die Integrationsproblematik schwarzafrikanischer Migranten in Europa, exemplarisch dargestellt anhand des Werkes „Schwarzer sein im weißen Himmel“ von André Ekama.
Zentrale Themen sind die theoretische Einordnung der Migrationsliteratur, die Analyse von Integrationshürden (wie Diskriminierung und Arbeitslosigkeit) sowie die Erörterung von Voraussetzungen für eine gelungene gesellschaftliche Teilhabe.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Ekama das komplexe Thema der Integration literarisch aufarbeitet und dabei zu hinterfragen, ob Integration für afrikanische Migranten in der westlichen Welt trotz bestehender Schwierigkeiten möglich ist.
Der Autor stützt sich primär auf die Diskursanalyse zur Untersuchung der interkulturellen Kommunikation sowie auf die Strukturanalyse, um die textuelle Komposition des untersuchten Werkes tiefgreifend zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die inhaltliche Werkanalyse (Handlung, Figuren, Raum, Zeit) und die Untersuchung spezifischer Faktoren der Migrationssituation, aufgeteilt in hemmende und fördernde Aspekte.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Migration, Integration, Fremdheit, Interkulturalität, Segregation sowie das Konzept des hybriden Transmigranten charakterisiert.
Der interkulturelle Dialog wird als essenzieller Integrationsfaktor hervorgehoben, der ein wechselseitiges Verständnis fördern und eine fruchtbare Bereicherung zwischen verschiedenen Kulturen bewirken kann.
Der Raum wird in wahrgenommene, vorgestellte und erlebte Räume unterteilt, um die unterschiedlichen Perspektiven und Identitätsentwürfe der Migranten zwischen Heimat und Ankunftsort zu verdeutlichen.
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