Bachelorarbeit, 2011
40 Seiten, Note: 2,7
1. Problemstellung
2. OOS allgemein
2.1 Definition OOS
2.2 Gründe für das Auftreten von OOS
2.3 Die Kosten von OOS
2.4 Vermeidungsstrategien
3. OOS in der Lebensmittel-, Textil- und Elektronikbranche
3.1 Die Lebensmittelbranche
3.2 Die Textilbranche
3.3 Die Elektronikbranche
4. Schluss
Die Arbeit untersucht das Problem von Out-of-Stock (OOS) Situationen im Einzelhandel, mit dem Ziel, branchenspezifische Unterschiede zwischen dem Lebensmittel-, Textil- und Elektroniksektor aufzuzeigen und deren Auswirkungen auf Händler, Hersteller und das Kundenverhalten zu analysieren.
2.1 Definition OOS
Chang/Niland (1967, S. 428) definieren OOS wie folgt: "Throughout this paper, a stock depletion (or stock-out) will be said to occur whenever the amount of an item demanded by a customer exceeds the amount on hand at a district warehouse, excluding any amount on order by the distributor firm at that warehouse." OOS treten demnach also auf, wenn die Nachfrage des Konsumenten den Bestand übersteigt, wobei bereits bestellte Ware außer acht gelassen wird. Diese Definition ist auf Grund ihrer Kürze jedoch wenig hilfreich. Es wird z.B. nicht darauf hingewiesen, dass es sich um einen Artikel handeln muss, der eigentlich zum Bestand des Händlers gehören sollte (gelisteter Artikel).
Helm/Stölzle (2005, S. 307) nehmen diesen Punkt in ihrer Definition auf: "Eine OOS-Situation ist in einer Einkaufsstätte immer dann festzustellen, wenn der mit dem entsprechenden Label bezeichnete Regalplatz leer ist oder ein vom Handel in Abstimmung mit dem Hersteller gelisteter Artikel faktisch keinen Regalplatz besitzt." Es wird also deutlich gemacht, dass es sich um einen gelisteten Artikel handeln muss und nicht um solche, die generell nicht zum Sortiment des Händlers gehören. Darüber hinaus wird auch der Hersteller mit einbezogen und es wird darauf hingewiesen, dass der zugewiesene ("mit dem entsprechenden Label bezeichnete") Regalplatz leer sein muss - es ist also möglich, dass eine OOS-Situation entsteht, obwohl der Artikel im Lager vorhanden ist. Ausreichend ist, dass der Kunde das Produkt nicht an seinem Platz im Regal vorfindet. Nicht beachtet wird in dieser Definition jedoch die Frage, ob überhaupt eine Nachfrage besteht.
1. Problemstellung: Einführung in die wachsende Bedeutung von OOS-Situationen durch verändertes Konsumentenverhalten und technische Möglichkeiten bei gleichzeitigem Mangel an branchenübergreifender Forschung.
2. OOS allgemein: Theoretische Fundierung von OOS durch Definitionen, Analyse der Ursachen (vorwiegend Händler) und Kosten sowie Vorstellung von Vermeidungsstrategien wie Lean-Retailing.
3. OOS in der Lebensmittel-, Textil- und Elektronikbranche: Detaillierte Untersuchung und Vergleich der drei Branchen hinsichtlich ihrer Supply Chain, Produktlebenszyklen und spezifischen Herausforderungen bei der Vermeidung von OOS.
4. Schluss: Zusammenfassung der Erkenntnisse, die aufzeigen, dass OOS-Reaktionen und -Kosten nicht eins zu eins vom Lebensmitteleinzelhandel auf andere Branchen übertragbar sind, und Plädoyer für weitere Forschung.
Out-of-Stock, OOS, Einzelhandel, Regalverfügbarkeit, Warenverfügbarkeit, Kundenverhalten, Supply Chain, Bestandsmanagement, LEH, Textilbranche, Elektronikbranche, Konsumentenreaktion, Umsatzverluste, Vermeidungsstrategien, ECR
Die Arbeit befasst sich mit dem Problem von ausverkauften Artikeln (Out-of-Stock) im Einzelhandel und analysiert, wie sich dieses Phänomen in unterschiedlichen Branchen darstellt.
Die Arbeit behandelt die Definition und Ursachen von OOS, die dadurch entstehenden Kosten, das Reaktionsverhalten von Kunden sowie Vermeidungsstrategien für verschiedene Handelsbranchen.
Das Ziel ist es, Unterschiede im OOS-Management zwischen Lebensmitteleinzelhandel, Textilbranche und Elektronikbranche herauszuarbeiten und zu prüfen, ob Erkenntnisse aus dem Lebensmittelbereich übertragbar sind.
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse und einen systematischen Branchenvergleich auf Basis existierender Studien.
Der Hauptteil gliedert sich in eine branchenübergreifende Analyse von OOS-Grundlagen sowie eine spezifische Untersuchung der Besonderheiten in der Lebensmittel-, Textil- und Elektronikbranche.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Out-of-Stock (OOS), Regalverfügbarkeit, Kundenverhalten, Supply Chain, Konsumentenreaktion und Vermeidungsstrategien.
Die Textilbranche weist durch hohe Variantenvielfalt (Größe, Farbe, Design) und sehr kurze Produktlebenszyklen bei Modeartikeln besondere Herausforderungen auf, die eine Wiederbeschaffung deutlich erschweren.
Im Elektronikeinzelhandel kann geschultes Personal durch Beratung dazu beitragen, den Kunden von einem Alternativprodukt zu überzeugen und so negative Auswirkungen einer OOS-Situation für den Händler abzumildern.
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