Magisterarbeit, 2007
74 Seiten, Note: 2,8
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau und Zielsetzung der Arbeit
1.3 Der Weg zur Wissensgesellschaft
1.4 Empirische Belege
1.4.1 Sektoraler Wandel und Änderung der Qualifikationsstruktur
1.4.2 Investitionen in Wissen und IuK-Technologien
1.4.3 Kritische Würdigung
2 Der ressourcenorientierte Ansatz
2.1 Begriffe und Ansätze des strategischen Managements
2.2 Der Ressourcenbegriff
2.3 Die Eckpfeiler des ressourcenorientierten Ansatzes
2.3.1 Ressourcenheterogenität
2.3.2 Unvollständige Faktormärkte
2.3.3 Nicht-existente Faktormärkte
2.4 Determinanten eines dauerhaften Wettbewerbsvorteils
2.5 Weiterentwicklungen des ressourcenorientierten Ansatzes
2.5.1 Dynamische Strategieansätze
2.5.2 Competence-based View
2.5.3 Knowledge-based View
2.6 Kritik am ressourcenorientierten Ansatz
3 Generierung der Ressource Wissen
3.1 Definitionen des Wissensbegriffs
3.2 Perspektiven des Wissensbegriffs
3.2.1 Daten, Informationen und Wissen
3.2.2 Die humanorientierte Sichtweise
3.2.3 Die technologische Sichtweise
3.2.4 Die ökonomische Sichtweise
3.3 Die Strukturierung des Wissens
3.3.1 Strukturierung nach der Wissensart
3.3.2 Strukturierung nach dem Wissensgebiet
3.3.3 Strukturierung nach dem Unternehmensbezug
3.4 Lokalisierung des Wissens
3.4.1 Die Wissensträger
3.4.1.1 Personelle Wissensträger
3.4.1.2 Materielle Wissensträger
3.4.1.3 Kollektive Wissensträger
3.4.2 Die Wissensbasis
3.5 Entstehung des Wissens
3.5.1 Individuelles Lernen
3.5.2 Organisationales Lernen
3.6 Wissensmanagement
3.6.1 Ziele des Wissensmanagements
3.6.2 Aufgaben des Wissensmanagements
3.7 Gesamtkonzepte des Wissensmanagements und des organisationalen Lernens
3.7.1 Ansatz von Nonaka / Takeuchi
3.7.2 Ansatz von Probst/ Raub/ Romhardt
3.7.3 Kritischer Vergleich
4 Schutz der Ressource Wissen
4.1 Ansatzpunkte zum zielorientierten Schutz der Wissensbasis
4.1.1 Schutz von kritischem Wissen vor Verlust
4.1.2 Schutz von kritischem Wissen vor unerwünschter Nutzung
4.1.3 Entfernung von irrelevantem Wissen
4.2 Maßnahmen zum zielorientierten Schutz der Wissensbasis
4.2.1 Schutz von kritischem Wissen vor Verlust
4.2.1.1 Bindung des Wissens an das Unternehmen
4.2.1.2 Interne Wissensverteilung
4.2.1.3 Förderung der Wissensanwendung
4.2.2 Schutz von kritischem Wissen vor unerwünschter Nutzung
4.2.2.1 Geheimhaltung
4.2.2.2 Rechtliche Maßnahmen
4.2.3 Entfernung von irrelevantem Wissen
4.2.3.1 Verlernen fördern
4.2.3.2 Wissensträger entfernen
4.2.3.3 Wissensrechte veräußern
5 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die wachsende Bedeutung von Wissen als strategische Ressource im Kontext der Wissensgesellschaft. Ziel ist es, Methoden zur Generierung, Strukturierung und zum Schutz von wettbewerbsrelevantem Wissen aufzuzeigen, um langfristige Wettbewerbsvorteile in einem dynamischen Marktumfeld zu sichern.
1.1 Problemstellung
Kaum ein Schlagwort, welches unsere aktuelle Gesellschaft beschreibt, hat sich so konsequent durchgesetzt wie das der Wissensgesellschaft. Dieser Begriff zeigt die unterschiedlichen Bezüge des gesellschaftlichen Veränderungsprozesses auf. Einer davon betrifft im Kern die Überlebensbedingungen von Unternehmen. Die Faktoren, die nachhaltig für Wertschöpfung sorgen, haben sich zwischenzeitlich drastisch verändert. Während die Volkswirte in der Industriegesellschaft über mehr als ein Jahrhundert auf Boden, Arbeit und Kapital und die Betriebswirte auf Betriebsmittel und Werkstoffe setzten, ist in der postindustriellen Welt das Wissen in das Zentrum der Wettbewerbsauseinandersetzungen gerückt (vgl. Soukup, 2001, S. 7). Eine Vielzahl von Indikatoren, wie der Bedeutungszuwachs wissensbasierter Dienstleistungen und Veränderungen der Arbeitsnachfrage, deuten auf diesen Wertewandel hin.
So sehr sich die Wissenschaftler in diesem Punkt einig sind, so wenig sind sich häufig die eigentlichen Akteure wie Organisationen und Politiker über die weit reichenden Konsequenzen bewusst. Was bedeutet der Bedeutungszuwachs der Ressource Wissen für die Art und Weise, wie Organisationen sich ihrer kollektiven Wissensbasis vergewissern, wie sie ihre hervorgebrachten Wissensbestände pflegen und weiterentwickeln? Welche Organisationsstrukturen sind notwendig, um Herausforderungen und Problemen auch zukünftig begegnen zu können? Der Ruf nach einem Wissensmanagement wird in den Organisationen zunehmend lauter und führt dort zu Versuchen die neue Ressource Wissen besser zu bewirtschaften (vgl. Wimmer, 2001, S. 7).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Wissensgesellschaft ein und erläutert die zunehmende Bedeutung von Wissen für die strategische Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.
2 Der ressourcenorientierte Ansatz: Das Kapitel beleuchtet den Resource-based View und dessen Weiterentwicklungen als theoretischen Rahmen zur Erklärung von Wettbewerbsvorteilen durch unternehmensspezifische Ressourcen.
3 Generierung der Ressource Wissen: Hier werden Definitionen, Arten der Strukturierung, Lokalisierung sowie Lernprozesse und Gesamtkonzepte des Wissensmanagements detailliert analysiert.
4 Schutz der Ressource Wissen: Dieses Kapitel widmet sich den konkreten Strategien und Maßnahmen zum Schutz kritischen Wissens vor Verlust und unerwünschter Nutzung sowie dem Umgang mit irrelevantem Wissen.
5 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit und betont die strategische Relevanz des Wissensmanagements für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen.
Wissensgesellschaft, Wissensmanagement, Ressourcenorientierter Ansatz, Wettbewerbsvorteil, Organisationales Lernen, Wissensbasis, Wissensträger, Wissensgenerierung, Unternehmensstrategie, Kernkompetenzen, Immaterielle Ressourcen, Wissensschutz, Wissensverteilung, Wissensnutzung, Wissensbewertung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle von Wissen als zentraler Wettbewerbsressource und zeigt auf, wie Unternehmen dieses Wissen systematisch generieren, strukturieren und schützen können.
Die Arbeit deckt den ressourcenorientierten Ansatz, verschiedene Wissensmodelle, Konzepte des organisationalen Lernens sowie praktische Maßnahmen zum Schutz der Wissensbasis ab.
Das Ziel ist es, Strategien für ein ganzheitliches Wissensmanagement zu erarbeiten, damit Unternehmen ihre Wissensbasis sichern und im dynamischen Wettbewerb behaupten können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch den ressourcenorientierten Ansatz und analysiert verschiedene Wissensmanagementkonzepte im Vergleich sowie empirische Belege zur Wissensgesellschaft.
Der Hauptteil erörtert theoretische Ansätze (Ressourcenansatz, Competence-based/Knowledge-based View), die Systematisierung von Wissen, Methoden der Wissensgenerierung und spezifische Schutzmaßnahmen gegen Wissensabfluss.
Zentrale Begriffe sind Wissensmanagement, Wettbewerbsvorteil, Wissensbasis, organisationale Kompetenz, Wissensgenerierung und Schutz von geistigem Kapital.
Es wird zwischen personellen Wissensträgern (Mitarbeiter), materiellen Wissensträgern (Dokumente, Computer) und kollektiven Wissensträgern (Teams, Prozesse) differenziert.
Organisationales Lernen wird als entscheidender Prozess zur ständigen Weiterentwicklung der Wissensbasis angesehen, um Wettbewerbsfähigkeit in einem sich wandelnden Umfeld zu erhalten.
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