Diplomarbeit, 2011
87 Seiten
1. Vorwort
2. Einleitung
2.1. Entstehung der Idee des Diplomarbeits-Themas
2.1.1. Grundlegende Schwierigkeiten in der heutigen Hundeerziehung
2.1.2. Beobachtungen
2.1.2.1. Wohnungslose Hundehalter (WL)
2.1.2.2. Nichtwohnungslose Hundehalter (NWLH)
2.2. Definitionen und Erklärungen
2.2.1. Wohnungslosigkeit
2.2.2. Die Domestikation und Kulturgeschichte des Hundes
2.2.2.1 Erik Zimen
2.2.2.2. Weitere Domestikationstheorien
2.2.3. Hundehaltung in der Vergangenheit
2.2.4. Hundehaltung heute
2.2.5. Die Bedeutung der Kommunikation in der Beziehung mit dem Hund
2.2.5.1. Wortherkunft „Kommunikation/Kommando“
2.2.5.2. Kommunikation in der Mensch-Hund-Beziehung
2.2.6. Artgerechte Haltung und Erziehung eines Hundes
2.2.6.1. Auszug aus der Tierschutz-Hundeverordnung vom 2. Mai 2001 (BGBl Bundesgesetzblatt)
2.2.6.2. Richtlinien für den artgemäßen Umgang mit dem Hund (CANIS – Zentrum für Kynologie)
2.2.6.3. Clarissa v. Reinhardt
2.2.6.4. Jan Nijboer – Natural Dogmanship®
2.2.6.5. Die Entwicklungsphasen eines Welpen
2.2.7. Informationen zur Kastration
3. Theorie - Bestandsaufnahme
3.1. Gründe für Wohnungsverlust
3.2. Informationen der BAG (Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. V.)
3.3. Bücher und Artikel über Wohnungslose und ihre Hunde
3.4. Gespräch mit dem Leiter der Einrichtung „Niklashof“ (Diakonie Wohnungslosenhilfe) Dresden
3.5. Ausstattung der Hilfseinrichtungen für Wohnungslose mit Hund
3.6. Vorurteile
3.7. Abwertung von Obdachlosen
4. Methodik und Auswertung der Fragebögen
4.1. Befragungen
4.1.1. Nicht-Wohnungslose/Passanten mit oder ohne Hund (NWL)
4.1.2. Wohnungslose mit Hund (WL)
4.1.3. Nicht-Wohnungslose mit Hund (NWLH)
4.2. Ergebnisse und Interpretation der Fragebögen
4.2.1. Auswertung der Fragebögen für NWL/Passanten
4.2.2. Vergleich der Fragebogenauswertungen von WL und NWLH
5. Diskussion
5.1. Eigene Erfahrungen und Beobachtungen bei der Befragung in Ulm und München
5.2. Schwierigkeiten bei der Untersuchung
5.3. Überlegungen und Anregungen
6. Fazit
Ziel der Diplomarbeit ist es, die Mensch-Hund-Beziehung von wohnungslosen Personen mit jener von nicht wohnungslosen Personen zu vergleichen. Dabei wird insbesondere untersucht, inwieweit das Leben von Hunden bei Wohnungslosen ihrem ursprünglichen, instinktiven Dasein näherkommt, und welche Rolle diese Bindung für die Lebenssituation der betroffenen Menschen spielt.
2.1.2.1. Wohnungslose Hundehalter (WL)
Man kann vor allem in den Fußgängerzonen der Städte beobachten, dass die meisten Hunde von Menschen am Rande der Gesellschaft unangeleint sind und trotzdem in unmittelbarer Nähe ihrer Menschen bleiben. Mit nur ganz wenigen Mitteln (z. B. Ignorieren, Gestik, Laute) werde diese Hunde geführt. Es sieht oft so aus, als bestehe eine besonders starke Bindung zwischen Mensch und Hund.
Auch wenn mehrere Menschen und Tiere als Gruppe unterwegs sind, werden wenige Probleme unter den Hunden beobachtet. Desweiteren scheinen diese Hunde meist entspannt und trotzdem sehr aufmerksam ihrem Menschen und dem Umfeld gegenüber zu sein.
Obwohl viele Wohnungslose nicht die finanziellen Mittel für Pflegeutensilien haben, sind die meisten Hunde optisch in einem guten Zustand.
Es ist auch weniger Erfreuliches auf den Straßen zu beobachten, wie vernachlässigt aussehende, abgemagerte oder auch verletzte Hunde. Manche werden zum Betteln aktiv eingesetzt, andere misshandelt.
Da diese negativen Tatsachen nicht Haupt-Thema dieser Arbeit sind, wird sich schwerpunktmäßig auf positive Beobachtungen beschränkt.
Vorwort: Der Autor erläutert die persönliche Motivation zur Arbeit, die durch die Beobachtung der meist harmonischen und natürlichen Beziehung zwischen Obdachlosen und ihren Hunden entstand.
Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Grundlagen der Domestikation, die Kommunikation zwischen Mensch und Hund sowie artgerechte Erziehungsansätze ein.
Theorie - Bestandsaufnahme: Hier werden Ursachen für Wohnungslosigkeit sowie bestehende Vorurteile und Ausstattungsmerkmale von Hilfseinrichtungen beleuchtet.
Methodik und Auswertung der Fragebögen: Die empirische Datenerhebung umfasst Befragungen verschiedener Gruppen, um Unterschiede in der Hundehaltung und Beziehung zu analysieren.
Diskussion: Der Autor reflektiert eigene Erfahrungen aus Feldforschungen in Ulm und München sowie die Schwierigkeiten und Ansätze im Umgang mit der Mensch-Hund-Thematik.
Fazit: Zusammenfassend wird bestätigt, dass das Leben eines Hundes bei Wohnungslosen tendenziell artgerechter ist und die soziale Bindung eine existenzielle Bedeutung besitzt.
Mensch-Hund-Beziehung, Obdachlosigkeit, Wohnungslosigkeit, Tiertherapie, Artgerechte Hundehaltung, Sozialbindung, Rudelstruktur, Kommunikation, Hundeverhalten, Vorurteile, Soziale Hilfseinrichtungen, Domestikation, Tierhaltung, Hundeerziehung, Lebensqualität.
Die Arbeit untersucht und vergleicht die Beziehung zwischen Hunden und ihren Haltern, wobei der Fokus auf dem Vergleich zwischen wohnungslosen Menschen und Menschen mit festem Wohnsitz liegt.
Die zentralen Felder sind Hundehaltung, Kommunikation, Erziehung, die Bedeutung des Hundes als Sozialpartner sowie die soziale Akzeptanz und Vorurteile gegenüber Wohnungslosen mit Hund.
Ziel ist es zu klären, ob die Vermutung korrekt ist, dass das Leben von Hunden bei Wohnungslosen ihrem ursprünglichen, artgerechten Dasein näherkommt als das Leben bei Personen mit festem Wohnsitz.
Die Arbeit basiert auf einer empirischen Untersuchung mittels Fragebögen, die an Wohnungslose, Nicht-Wohnungslose und Passanten verschickt wurden, ergänzt durch persönliche Interviews und Feldforschung.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Bestandsaufnahme zum Thema Obdachlosigkeit und Hundehaltung sowie die detaillierte Auswertung und Diskussion der durchgeführten Befragungen.
Die Arbeit ist stark geprägt durch Begriffe wie Artgerechte Hundehaltung, Sozialbindung, Kommunikation, Wohnungslosigkeit, Vorurteile und Rudelverhalten.
Die Hunde von Wohnungslosen wirken trotz widriger Umstände oft entspannt und aufmerksam; die Kommunikation erfolgt meist intuitiv, natürlich und ohne Vermenschlichung, was zu einer hohen Bindungsqualität führt.
Die Akzeptanz ist überraschend hoch: Ein Großteil der Befragten hält es für in Ordnung, dass Wohnungslose Tiere haben, auch wenn weiterhin hartnäckige Vorurteile existieren.
Viele Einrichtungen bieten keine Möglichkeiten zur Hundehaltung, was für Wohnungslose oft eine Barriere bei der Inanspruchnahme von Hilfsangeboten darstellt; der Autor plädiert für mehr tierfreundliche Konzepte.
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