Diplomarbeit, 2010
101 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Arbeit
2. Unternehmen in der Krise
2.1 Der Begriff der Unternehmenskrise
2.2 Forschungsfeld Unternehmenskrise: historischer Überblick
2.3 Krisenverlauf
2.4 Krisenerkennung
2.5 Krisenursachen
2.6 Krisenwirkungen
3. Die Bewältigung der Krise im Turnaround
3.1 Definition und begriffliche Abgrenzung
3.2 Erfolgsfaktoren des Unternehmens-Turnarounds
3.2.1 Zielstellung und Erfolg des Turnaround-Managements
3.3.2 Kontextfaktoren des Turnaround-Managements
3.3.2.1 Exogene Kontextfaktoren
3.3.2.2 Ressourcen und Charakteristika der Unternehmung
3.3.2.3 Akteure und Stakeholder im Turnaround-Prozess
3.3.2.3.1 Unternehmensinterne Akteure
3.3.2.3.2 Stakeholder
3.3.2.3.3 Sonstige unternehmensexterne Akteure
3.3.3 Turnaround-Strategien und Maßnahmen
3.3.3.1 „Decline-Stemming“-Strategien
3.3.3.1.1 Finanzwirtschaftliche Maßnahmen
3.3.3.1.2 Ertragswirtschaftliche Maßnahmen
3.3.3.1.3 Organisatorische Maßnahmen
3.3.3.“Recovery“-Strategien
3.3.4 Prozess des Turnaround-Managements
4. Unternehmenskrisen und Turnaround in Familienunternehmen
4.1 Theoretische und empirische Grundlagen
4.1.1 Familienunternehmen in Deutschland
4.1.3 Definitorische Versuche zu Familienunternehmen
4.1.2 Stand der Forschung
4.1.4 Charakteristika von Familienunternehmen
4.2. Die Unternehmenskrise in Familienunternehmen
4.2.1 Bedeutung der Krise für die sozialen Systeme
4.2.1 Familienunternehmensspezifische Krisenursachen
4.2.4 Dynamik und Verlauf von Familienunternehmenskrisen
4. 3 Der Turnaround in Familienunternehmen
4.3.2 Kontext und Akteure des Turnarounds
4.3.3 Turnaround-Strategien und –Maßnahmen
5. Schlussbetrachtung und Ausblick
7. Anhang
7.1 Begleitende empirische Untersuchung
7.1.1 Zielsetzung und Aufbau
7.1.2 Untersuchungsmethoden
7.1.3 Grenzen der empirischen Untersuchung
7.2 Weitere Abbildungen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Besonderheiten von Unternehmenskrisen und deren Bewältigung durch Turnaround-Management mit einem spezifischen Fokus auf Familienunternehmen. Ziel ist es, den Forschungsstand zusammenzuführen und Anknüpfungspunkte für die Identifikation spezifischer Erfolgsfaktoren in diesem Unternehmenstyp aufzuzeigen.
3.3.2.1 Exogene Kontextfaktoren
Die allgemeine Konjunkturentwicklung wird im Kontext der Turnaroundforschung meist als potentielle Krisenursache und nur selten als beeinflussender Faktor innerhalb der Krisenbewältigung untersucht. Die Krisenursachenforschung kommt dabei (s.o.) zu dem Schluss, dass konjunkturelle Krisen in den allermeisten Fällen nicht ursächlich für Unternehmenskrisen sind, sondern lediglich eine auslösende oder verstärkende Wirkung besitzen. Diese negativ-verstärkende Wirkung lässt sich durch die Korrelation der Insolvenzzahlen mit der Entwicklung des BIP auch statistisch nachvollziehen. Der positive Einfluss einer allgemein günstigen Konjunkturentwicklung wurde von Bibeault (1982) und Slatter (1984) untersucht. Eine signifikante positive Korrelation wurde dabei von Bibeault (1982) in 16% der Fälle, von Slatter (1984) in ca. einem Drittel der untersuchten Fälle festgestellt. Somit kann der Schluss gezogen werden, dass eine negative konjunkturelle Entwicklung die Überlebenswahrscheinlichkeit einer geschwächten Unternehmung deutlich senkt, eine gute konjunkturelle Entwicklung jedoch nur einen begrenzten Einfluss auf den Turnaround haben dürfte.
Hinsichtlich des potentiellen Einflusses der Branchenumwelt auf die Erfolgsbedingungen des Turnarounds stellen das „Structure-Conduct-Performance Paradigma“ und der „Market Based View“ (MBV) der traditionellen Industrieökonomik die dominanten theoretischen Betrachtungsperspektiven dar. Da in deren Kontext das individuelle Verhalten der einzelnen Unternehmung nur eine untergeordnete Rolle spielt, müsste man so zum Einen die Ursachen für Unternehmenskrisen überwiegend in strukturellen Defiziten der Branche suchen, zum Anderen wäre in der Folge der Handlungsspielraum der einzelnen Unternehmung als sehr beschränkt zu konzeptualisieren. Obwohl diese theoretische Position in der Empirie so nicht bestätigt wurde, gibt es mehrere Studien der Turnaround-Forschung, die einen relevanten Einfluss der Branchenentwicklung bestätigen. So versteht Nothardt (2001) strukturelle Defizite der Branche als die mit am relevantesten Einflussfaktoren, während Ramanujam (1984) einen signifikant positiven Zusammenhang zwischen dem Wachstum der Branche und dem Turnaround-Erfolg feststellt.
1. Einleitung: Die Einleitung legt die Relevanz des Themas dar, definiert die Forschungsfrage und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2. Unternehmen in der Krise: Dieses Kapitel führt in die theoretischen Grundlagen der allgemeinen Krisenforschung ein und definiert den Begriff der Unternehmenskrise sowie deren Verlauf.
3. Die Bewältigung der Krise im Turnaround: Dieser Hauptteil analysiert die Instrumente und Erfolgsfaktoren der Krisenbewältigung, insbesondere Strategien und Akteurskonstellationen.
4. Unternehmenskrisen und Turnaround in Familienunternehmen: Das vierte Kapitel überträgt die allgemeinen Erkenntnisse auf die spezifische Systemkonfiguration von Familienunternehmen und deren Krisendynamik.
5. Schlussbetrachtung und Ausblick: Die Schlussbetrachtung fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und reflektiert den Bedarf an weiterführender Forschung.
Unternehmenskrise, Turnaround-Management, Familienunternehmen, Krisenursachen, Erfolgsfaktoren, Stakeholder-Management, Systemtheorie, Krisenbewältigung, Familienmanagement, Strategisches Management, Unternehmensnachfolge, Sanierung, Unternehmensführung, Krisenverlauf.
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen erfolgreich aus einer existenzbedrohenden Krise (Turnaround) hervorgehen können, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den spezifischen Gegebenheiten in Familienunternehmen liegt.
Zentrale Themen sind die allgemeine Krisentheorie, die Bewältigung durch Turnaround-Strategien, die Rolle der Akteure und Stakeholder sowie die systemtheoretische Analyse der Besonderheiten von Familienunternehmen.
Das Ziel ist die systematische Zusammenführung des Forschungsstandes, um zu verstehen, welche Erfolgsfaktoren den Turnaround in Familienunternehmen maßgeblich beeinflussen.
Es handelt sich um eine konzeptionelle Arbeit, die durch eine begleitende qualitative empirische Untersuchung unterstützt wird, welche sich an der Forschungslogik der „Grounded Theory“ orientiert.
Der Hauptteil analysiert die Definitionen, Erfolgsfaktoren, Kontextfaktoren, Strategien und Maßnahmen des Turnarounds sowie die besonderen Herausforderungen durch die Verschränkung von Familie und Unternehmen.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Unternehmenskrise, Turnaround-Management, Familienunternehmen, Stakeholder-Management und Systemtheorie charakterisieren.
In Familienunternehmen sind die Krisenprozesse durch die Ko-Evolution der Systeme „Familie“ und „Unternehmen“ geprägt, was zu spezifischen sozio-emotionalen Konflikten, aber auch zu besonderen Ressourcenpotenzialen führt.
Da sich Krisen im Unternehmen und in der Familie gegenseitig beeinflussen, erfordert eine erfolgreiche Bewältigung ein paralleles Management beider Systeme, um konstruktive Synergien zu nutzen und destruktive Dynamiken zu vermeiden.
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