Bachelorarbeit, 2011
76 Seiten, Note: 1,0
1. Sapere aude – der Mut zum eigenen Verstand
2. Figuration der Öffentlichkeit
2.1 Politikwissenschaftliche Aspekte
2.2 Sozialpsychologische Aspekte
2.3 Soziologische Aspekte
3. Figuration der Gegenöffentlichkeit
3.1 Kritische Teilöffentlichkeiten
3.2 Autonome Öffentlichkeiten
3.3 Anti-institutionelle Diskursöffentlichkeit
3.4 Abgrenzung zum Begriff der Öffentlichkeit
4. Die digitale Gegenöffentlichkeit
4.1 Hakerethik
4.2 4chan
4.2.1 Entstehung und chronologischer Verlauf
4.2.2 Community und interne Kommunikation
4.2.3 4chan und die Öffentlichkeit
4.3 Anonymous
4.3.1 Project Chanology
4.3.2 Palin E-Mail Hack
4.3.3 Operation Payback
4.4 Zwischenfazit
5. WikiLeaks und die Renaissance der Aufklärung
5.1 Etablierung der Enthüllungsplattform
5.1.1 Entstehung und erste Stunden
5.1.2 Zur Struktur
5.1.3 Die ersten Leaks
5.2 Collateral Murder
5.2.1 Inhaltsanalyse
5.2.2 Detailanalyse
5.2.3 Folgenanalyse
5.3 Die Kriegstagebücher, Teil I: Afghanistan War Logs
5.3.1 Intermediale Kooperation
5.3.2 Folgenanalyse
5.4 Die Kriegstagebücher, Teil II: Iraq War Logs
5.4.1 Inhaltsanalyse
5.4.2 Folgenanalyse
5.5 Bewertungen der Kriegstagebücher
5.6 Cablegate: Die Botschaftsdepeschen
5.6.1 Historische Referenz
5.6.2 Boulevardesque oder brisant?
6. Abschließende Analysen
6.1 Diskretion oder Information – Eine Alternativfrage?
6.2 Help WikiLeaks keep governments open
6.3 Der neue Datenjournalismus als digitale Revolution
6.4 Transparenz als Synonym für Meinungsfreiheit?
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie digitale Netzgemeinschaften durch Plattformen wie WikiLeaks die Mündigkeit der modernen Gesellschaft verteidigen und gegen einen als dystopisch empfundenen Cyberspace opponieren. Ziel ist es, die Rolle von WikiLeaks als Fahnenträger der digitalen Gegenöffentlichkeit zu analysieren und die ethischen sowie methodischen Hintergründe dieses Netzaktivismus zu beleuchten.
5.2 Collateral Murder
Auf die Vorgehensweise und was im Vorfeld der Publizierung des Videos passiert ist, welches WikiLeaks über die Grenzen der Netzgemeinschaft hinaus bekannt machen sollte, wird hier nicht näher eingegangen. Es ist jedoch nötig an erster Stelle den Inhalt des sog. Collateral Murder Videos zu klären, welches Julian Assange zusammen mit Rop Gonggrijp am 5. April 2010 vor dem renommierten National Press Club in Washington uraufführt. So kann anschließend eine Analyse der Motivation hinter der Veröffentlichung und der Art und Weise der Inszenierung ausgeführt sowie die Folgen näher untersucht werden.
1. Sapere aude – der Mut zum eigenen Verstand: Einleitung in die Thematik der Mündigkeit im Informationszeitalter und Vorstellung der Rolle von WikiLeaks.
2. Figuration der Öffentlichkeit: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Öffentlichkeit aus politikwissenschaftlicher, sozialpsychologischer und soziologischer Perspektive.
3. Figuration der Gegenöffentlichkeit: Definition und Abgrenzung der Gegenöffentlichkeit als kritisches und autonomes Korrektiv zum bestehenden Mediensystem.
4. Die digitale Gegenöffentlichkeit: Untersuchung digitaler Subkulturen wie der Hackerkultur, 4chan und Anonymous und deren Einfluss auf Online-Partizipation.
5. WikiLeaks und die Renaissance der Aufklärung: Detaillierte Analyse der Entstehung, Struktur und der wichtigsten Enthüllungskampagnen von WikiLeaks sowie deren mediale und politische Resonanz.
6. Abschließende Analysen: Synthese der Ergebnisse hinsichtlich der Rolle von WikiLeaks für den Journalismus und die politische Transparenz.
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Wandels der Gegenkultur zum digitalen Datenjournalismus und dessen Bedeutung für die Meinungsfreiheit.
WikiLeaks, Gegenöffentlichkeit, Mündigkeit, Datenjournalismus, Anonymous, 4chan, Hackerkultur, Meinungsfreiheit, Transparenz, Informationsfreiheit, Netzaktivismus, Digitale Revolution, Aufklärung, Whistleblowing.
Die Arbeit untersucht, wie WikiLeaks und ähnliche netzaktivistische Strukturen als digitale Gegenöffentlichkeit fungieren, um Transparenz und Meinungsfreiheit im digitalen Zeitalter zu verteidigen.
Zentral sind die theoretische Fundierung von Öffentlichkeit, die Geschichte und Dynamik digitaler Bewegungen wie Anonymous sowie die empirische Untersuchung spezifischer WikiLeaks-Enthüllungen.
Das Ziel ist es, die Auswirkungen der Plattform WikiLeaks auf die gesellschaftliche Mündigkeit zu erforschen und zu klären, welche ethischen Motivationen und Methoden hinter diesem Aktivismus stehen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Herleitung über etablierte Medien- und Gesellschaftstheorien sowie einer detaillierten Analyse von WikiLeaks-Publikationen und ergänzenden Experteninterviews.
Der Hauptteil analysiert die Evolution der digitalen Gegenöffentlichkeit, von den Ursprüngen in Foren wie 4chan bis hin zur professionellen Enthüllungsarbeit von WikiLeaks anhand von Fallbeispielen wie Collateral Murder und den Kriegstagebüchern.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Digitale Gegenöffentlichkeit, Datenjournalismus, Hackerkultur, Transparenz und Whistleblowing geprägt.
Die Arbeit beschreibt Anonymous als eher aktionistisch und teils destruktiv agierendes Netzwerk, während WikiLeaks als Plattform auftritt, die gezielt brisante Dokumente für eine öffentliche Aufklärung sammelt und veröffentlicht.
Der Begriff markiert ein zentrales Fallbeispiel der Arbeit, an dem die emotionale Inszenierung und die politische Intention hinter den Enthüllungen von Julian Assange exemplarisch untersucht werden.
Der Autor sieht im Datenjournalismus eine digitale Revolution, die zwar traditionelle redaktionelle Arbeit ergänzt, aber auch neue Abhängigkeiten von Informanten und Netzstrukturen schafft.
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