Masterarbeit, 2011
60 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Teil
2.1. Begriffsklärung Depression
2.2. Epidemiologische Daten
2.3. Ursachen
2.4. Theoretische Modelle
2.4.1. Belastungs-Beanspruchungskonzept
2.4.2. Stressmodell
2.4.3. Gratifikationskrisen
2.4.4. Anforderungs-Kontroll-Modell
2.4.5. Ressourcenkonzept
2.5. Psychische Belastungen und Ressourcen
2.5.1. Widersprüchlichkeit und Taylorisierung
2.5.2. Teamklima
2.5.3. Vorgesetztenverhalten und soziale Unterstützung
2.5.4. Arbeitsanforderungen und Handlungsspielraum
2.5.5. Belohnung
2.5.6. Fairness
2.5.7. Restrukturierung
2.5.8. Emotionsarbeit
2.5.9. Erfolg
2.6. Zusammenfassung
2.7. Hypothesen
3. Empirischer Teil
3.1. Untersuchungsplanung
3.2. Stichprobenauswahl und Instruktion
3.3. Auswahl der Instrumente
4. Auswertung
4.1. Beschreibung der Stichprobe
4.2. Korrelationen
4.3. Regressionen
5. Diskussion
5.1. Neuigkeitswert der Arbeit
5.2. Methodenkritik
5.3. Ergebnisbewertung
5.4. Praxisrelevanz
5.5. Theoretische Fundierung und weiterführende Gedanken
6. Zusammenfassung
7. Literatur
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen arbeitsbedingten Stressoren und der Ausprägung depressiver Störungen bei Patienten in einer psychosomatischen Praxis. Ziel ist es, durch eine Fragebogenuntersuchung zu prüfen, ob sich arbeitspsychologische Belastungsfaktoren als mitbestimmende Variablen für das psychische Wohlbefinden und die Depressivität der Patienten identifizieren lassen.
2.4.1. Belastungs- Beansprungungskonzept
Nach Rohmert und Rutenfranz (1975, rezitiert nach Uhlich, 1998) werden als "Belastungen" objektive, von außen auf den Menschen einwirkende Größen und Faktoren bezeichnet, als "Beanspruchungen" deren Auswirkungen auf den Menschen. Uhlich ergänzt, dass hiermit aber nicht das einfache Reiz-Reaktions-Modell gemeint ist, sondern "dass Vermittlungs- und Rückkopplungsprozesse die Beziehungen zwischen Belastung und Beanspruchung vielfältig beeinflussen" (Uhlich, 1998 S. 413). Belastungsfaktoren können unterschiedlicher Natur sein (Hettinger, 1997): physisch (Belastung durch muskuläre Aktivität), physikalisch oder chemisch (Belastung durch Hitze, Lärm, Gase, Stäube usw.) und psychosozial (Betriebsklima, Kommunikation und Kooperation).
Während man in früheren Studien besonders die physikalischen Belastungen betrachtete, hat sich die Aufmerksamkeit hin zu psychosozialen Belastungsfaktoren verlagert (v. Rosenstiel, 2003 S. 59). Psychische Belastungen und Beanspruchungen sind durch eine DIN Norm definiert: "Psychische Belastung wird verstanden als die Gesamtheit der erfassbaren Einflüsse, die von außen auf den Menschen zukommen und auf ihn psychisch einwirken" und psychische "Beanspruchung wird verstanden als die individuelle, zeitlich unmittelbare und nicht langfristige Auswirkung der psychischen Belastung im Menschen in Abhängigkeit von seinen individuellen Voraussetzungen und seinem Zustand" (DIN 33405 rezitiert nach Wiendieck, 1994, DIN EN ISO 10075-1, 2000, Nachreiner und Schultetus, 2002).
Das bedeutet also, dass Belastungen auch in Hinblick auf deren Verarbeitung hin zu betrachten sind: Ob eine Belastung zur Fehlbeanspruchung wird, hängt sowohl von externen als auch von internen Ressourcen und Bewältigungsmöglichkeiten ab.
1. Einleitung: Die Einleitung motiviert die Untersuchung aus der Praxisperspektive heraus, da eine Zunahme von arbeitsbedingten psychischen Belastungen bei Patienten beobachtet wurde, und leitet zur wissenschaftlichen Fragestellung über.
2. Theoretischer Teil: Dieses Kapitel erläutert den Depressionsbegriff und zentrale arbeitspsychologische Modelle wie das Belastungs-Beanspruchungskonzept, das Anforderungs-Kontroll-Modell und das Ressourcenkonzept, um die theoretische Basis für die Untersuchung zu legen.
3. Empirischer Teil: Der empirische Teil beschreibt das methodische Vorgehen, die Auswahl der 32 Patienten als Probanden sowie die eingesetzten psychometrischen Fragebögen BDI, SALSA und Irritationsskalen.
4. Auswertung: Hier werden die erhobenen Daten analysiert, statistische Zusammenhänge mittels Korrelationen und Regressionsmodellen geprüft und die Alters- sowie Bildungsstruktur der Stichprobe dargestellt.
5. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse kritisch, diskutiert die methodischen Einschränkungen der kleinen Stichprobe und bewertet die Praxisrelevanz für die psychotherapeutische Behandlung.
6. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit und unterstreicht die Notwendigkeit, berufliche Belastungsfaktoren systematisch in der Berufsanamnese zu erfassen.
Depression, Psychosomatische Praxis, Arbeitsbelastung, Ressourcenkonzept, Vorgesetztenverhalten, Soziale Unterstützung, BDI, SALSA, Irritation, Überforderung, psychische Störungen, Burnout, Salutogenese, Fehlbeanspruchung, Arbeitszufriedenheit.
Die Arbeit untersucht, ob und inwiefern berufliche Arbeitsbedingungen und Belastungen am Arbeitsplatz mit der Entstehung oder dem Verlauf von Depressionen bei Patienten in einer psychotherapeutischen Praxis zusammenhängen.
Die Arbeit verknüpft klinische Aspekte von Depressionen mit arbeitspsychologischen Modellen, wie dem Belastungs-Beanspruchungskonzept, dem Ressourcenkonzept und der salutogenetischen Sichtweise auf Gesundheit.
Das Ziel ist die Objektivierung des Eindrucks, dass arbeitsbedingte Faktoren einen wesentlichen Einfluss auf das Wohlbefinden depressiver Patienten haben, und die Identifikation spezifischer Bedingungsfaktoren, die be- oder entlastend wirken.
Es handelt sich um eine empirische Querschnittserhebung mittels standardisierter Fragebögen (BDI, SALSA, Irritationsskalen), die statistisch mittels Korrelations- und Regressionsanalysen ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Literaturrecherche zu arbeitspsychologischen Modellen und eine empirische Studie an 32 Patienten einer psychosomatischen Praxis zur Prüfung aufgestellter Hypothesen.
Die zentralen Begriffe sind Depression, Psychosomatische Praxis, Arbeitsbelastung, soziale Unterstützung, Vorgesetztenverhalten, SALSA, BDI und psychische Ressourcen.
Das Vorgesetztenverhalten erwies sich als Schlüsselfaktor: Unterstützendes Verhalten wirkt protektiv, während belastendes Verhalten signifikant mit einer Verstärkung der Depressivität korreliert.
Die Ergebnisse legen nahe, dass Therapeuten die Berufsanamnese systematisch in die Eingangsdiagnostik integrieren sollten, um mögliche arbeitsbedingte Belastungen frühzeitig als Interventionsfeld zu identifizieren.
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