Diplomarbeit, 2003
169 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
2 Definitionen
2.1 Rahmenmodell
2.2 Allgemeine soziale Kompetenz
2.3 Perspektivenübernahme
2.3.1 Visuell-räumliche Perspektivenübernahme
2.3.2 Affektive und emotionale Perspektivenübernahme
2.3.3 Konzeptuelle Perspektivenübernahme
2.4 Empathie
2.5 Zusammenfassung
3 Theorien
3.1 Model of social Exchange
3.2 Soziale Informationsverarbeitung
3.3 Zusammenfassung
4 Fragestellung und Hypothesen
4.1 Experimentelle Fragestellung und Hypothesen
4.2 Explorative Fragestellung
5 Methoden
5.1 Überblick über die Variablen
5.2 Untersuchungsdesign
5.3 Operationalisierung der unabhängigen Variable
5.3.1 Die Disney-Strategie
5.3.2 Die Ebenentechnik
5.3.3 Das Mindmapping
5.4 Operationalisierung der abhängigen Variablen
5.4.1 Überblick: Instrumente
5.4.2 Eingesetzte Fragebögen
5.5 Entwicklung und Vortest des Rollenspiels
5.6 Gestaltung, Durchführung und Ablauf der Untersuchung
5.6.1 Gestaltung des Seminarrahmens
5.6.2 Durchführung der Untersuchung
5.6.3 Ablauf der Untersuchung
5.7 Zusammenfassung
6 Ergebnisse
6.1 Stichprobenbeschreibung
6.2 Reliabilitäten, Kennwerte und Zusammenhänge
6.2.1 Reliabilitäten
6.2.2 Statistische Kennwerte der Fragebogenskalen
6.2.3 Interkorrelation der Skalen
6.3 Hauptergebnisse
6.3.1 Ergebnisse der Post-Messung
6.3.2 Ergebnisse der Prä-Post-Messung
6.3.2.1 Ergebnisse für die abhängige Variable ASK
6.3.2.2 Ergebnisse für die abhängige Variable PT1
6.3.2.3 Ergebnisse für die abhängige Variable PT2
6.3.2.4 Ergebnisse für die abhängige Variable E
6.3.2.5 Ergebnisse für die abhängige Variable EC
6.4 Ergebnisse zur explorativen Fragestellung
6.4.1 Selbstbeurteilung des Verhaltens im Rollenspiel
6.4.2 Fremdbeurteilung des Verhaltens im Rollenspiel
6.4.3 Expertenbeurteilung des Verhaltens im Rollenspiel
6.5 Ex post Ergebnisse
6.5.1 Kontrollvariable: Personal Distress
6.5.2 Dozentin-Rating
6.5.3 Ergebnisse im Bezug zu den Kennwerten der Stichprobe
6.5.4 Faktorenanalyse für die Items des Fragebogens
6.6 Zusammenfassung
7 Interpretation und Diskussion
7.1 Zu den Hauptergebnissen
7.2 Zu den Ergebnissen des explorativen Teils
7.3 Zu den ex post Ergebnissen
7.4 Zusammenfassung
8 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit verschiedener Trainingsmethoden zur Förderung sozialer Kompetenz – insbesondere der Fähigkeit zur Perspektivenübernahme und Empathie – bei Führungskräften im Personalbereich, um deren Interaktionsverhalten in schwierigen Führungssituationen durch präzise soziale Informationsverarbeitung zu optimieren.
5.3.1 Die Disney-Strategie
Die Disney-Strategie ist eine Kreativitätsstrategie (Dilts & Epstein, 1994). Walt Disney war, trotz mehrerer Bankrotts bekannt für seine Erfolge und großartigen Ideen. Die ständig neue Umsetzung von Ideen gelang ihm, wie Dilts und Epstein (1994) herausfanden, dadurch, dass er drei am Erfolg wesentlich beteiligte Zustände präzise voneinander trennte. Ein Kreativitätsprozess nach Disney vollzieht sich in drei voneinander getrennten Phasen. Die Phase des Träumens, des Realisierens und des Kritisierens. Walt Disney realisierte dies, in dem er in seiner Firma drei verschiedene Räume einrichten ließ, in denen je nach Phase des Projektes gearbeitet wurde. Ging es um das Erfinden neuer Geschichten, so befanden sich die Mitarbeiter in einem bunten und spielerisch eingerichteten Raum, der viel Platz für Fantasie ließ. Für die Realisierungsphase gab es einen Arbeitsraum, der mit sämtlichen Mitteln und Arbeitshilfen ausgestattet war. Ging es hingegen um das kritische Begutachten eines neuen Videostreifens, so standen alle in einem kleinen, engen, eher dunklen Raum, der nur zum Abspielen der Videos benutzt wurde.
Heute wird diese Strategie, deren Ablauf in Abbildung 5 grafisch dargestellt ist, vielfach eingesetzt: in Workshops, für Teams in Projektarbeit oder im therapeutischen Bereich zur Freisetzung kreativer Potenziale. In der Forschung beschäftigte sich Crutchfield (1971) mit diesen Zuständen unter dem Aspekt des kreativen Lernens.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Sozialkompetenz-Trainings für Führungskräfte ein und definiert die zentralen Fähigkeiten zur Perspektivenübernahme und Empathie.
2 Definitionen: In diesem Kapitel werden grundlegende Konstrukte wie soziale Kompetenz, verschiedene Arten der Perspektivenübernahme und Empathie definiert und in ein theoretisches Rahmenmodell integriert.
3 Theorien: Dieses Kapitel erläutert den Interaktionskreislauf der sozialen Informationsverarbeitung auf Basis des Models of social Exchange und dessen Übertragung auf den Führungskontext.
4 Fragestellung und Hypothesen: Hier werden die experimentellen und explorativen Forschungsfragen abgeleitet und die zu prüfenden Hypothesen zur Wirksamkeit der unterschiedlichen Trainingsmethoden formuliert.
5 Methoden: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, die Operationalisierung der Variablen, das Untersuchungsdesign sowie die Durchführung der Seminare und die Erhebungsinstrumente.
6 Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der empirischen Untersuchung, einschließlich der Stichprobenbeschreibung, der statistischen Kennwerte und der Hauptergebnisse, detailliert dargestellt.
7 Interpretation und Diskussion: Die Ergebnisse werden hier interpretiert, kritisch diskutiert und in den theoretischen Kontext eingebettet, wobei auch Limitationen der Studie aufgezeigt werden.
8 Ausblick: Das abschließende Kapitel empfiehlt zukünftige Forschungsansätze und methodische Verbesserungen, wie den Einsatz eines Solomon-4-Gruppen-Plans, zur weiteren Untersuchung der Fragestellung.
Soziale Kompetenz, Führungskräfteseminar, Perspektivenübernahme, Empathie, soziale Informationsverarbeitung, Modell der sozialen Interaktion, Disney-Strategie, Ebenentechnik, Rollenspiel, Personalentwicklung, Evaluation, Trainingsmethodik, berufliche Führung, Verhaltenstraining, Stressmanagement.
Die Diplomarbeit untersucht die Wirksamkeit von drei spezifischen Trainingsmethoden zur Verbesserung der sozialen Kompetenz von Führungskräften, wobei der Fokus auf den Fähigkeiten zur Perspektivenübernahme und Empathie liegt.
Die zentralen Themen umfassen die soziale Informationsverarbeitung, die Operationalisierung von Führungsverhalten, die Anwendung von Kreativitätsstrategien im Management-Training und die empirische Messung von Sozialkompetenz.
Das Hauptziel ist es zu klären, ob sich bestimmte Trainingsmethoden (wie die Disney-Strategie oder die Ebenentechnik) besser für die Förderung allgemeiner sozialer Kompetenz und spezifischer Fähigkeiten (Perspektivenübernahme, Empathie) eignen als ein Kontrollansatz.
Es wird eine experimentelle Felduntersuchung in einem 2x3-Messwiederholungsdesign durchgeführt, kombiniert mit einem explorativen Teil, der das Verhalten der Teilnehmer in einem standardisierten Rollenspiel analysiert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Herleitung der Trainingskonzepte (Disney, Ebenen, Mindmapping), das Untersuchungsdesign, die statistische Ergebnisauswertung und die anschließende kritische Interpretation.
Soziale Kompetenz, Führungskräfteseminar, Perspektivenübernahme, Empathie, soziale Informationsverarbeitung und Trainingsmethodik sind die essenziellen Begriffe.
Das Rollenspiel wurde auf Basis einer Expertenbefragung von langjährig erfahrenen Führungskräften als alltagsnahes Szenario einer Führungskrisensituation entworfen, um ein praxisnahes Testinstrument zu erhalten.
Das Graves-Modell dient als theoretischer Lehrvortrag (Konstante), um die Teilnehmer für die Vielfalt menschlicher Denk- und Verhaltensweisen zu sensibilisieren und die Relevanz von Perspektivenwechsel und Empathie im Führungsalltag zu verdeutlichen.
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